9 Dinge, die du tun kannst, um Selfpublisher zu unterstützen

Eine sehr gute Zusammenfassung und Anleitung für das, was uns Indies in sozialen Netzen sichtbar macht. Danke!

MARCUS JOHANUS

9 Dinge, die du tun kannst, um Selfpublisher zu unterstützen

Häufiger werde ich gefragt, wie man mich denn darin unterstützen kann, meine Romane weiter zu verbreiten – worüber ich mich natürlich sehr freue. Über die Antworten sind die meisten dann überrascht, denn es ist viel einfacher, Selfpublisher zu unterstützen, als viele glauben. In der Regel dauert das nur Sekunden.

1. Like, was das Zeug hält

In Zeiten von Social Media, dem Internet und dem Smartphone, ist die Unterstützung häufig nur einen Klick entfernt. In der Regel sind Selfpublisher auf verschiedenen Plattformen unterwegs. Und natürlich verfolgst du sie ohnehin, oder?

Die Masse an Follower sind dabei stumme Teilhaber, was schade ist. Denn vom Folgen und Lesen alleine verbreiten sich Beiträge nicht in den sozialen Medien.

Ein Like wirkt wie lächerlich wenig und wird häufig übersehen und nicht ernstgenommen, ist jedoch am Ende die Währung, mit der man als Autor in den sozialen Medien unterwegs ist.

Likes in sozialen Medien sind wie…

Ursprünglichen Post anzeigen 875 weitere Wörter

Advertisements

Monstra Coelorum – LiftOff

© Cover- und Umschlaggestaltung: Farbenmelodie

Es ist soweit!

Der dritte Teil meiner Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg ist veröffentlicht.

Sie sind aus dem Sonnensystem geflohen. Doch der Feind ist ihnen gefolgt. In ein Universum voll mit unbezahlten alten Schulden.

Drei Erwachsenen und zehn Kindern/Jugendlichen ist die Flucht von der Erde geglückt. Nach fast zwei Jahren Odyssee durch das Sonnensystem haben sie den Tranportknoten passiert, befinden sich nun im Gebiet der Liga der Raumfahrenden Völker. Doch das Direktorat der Erde hat einen langen Arm: die Händler, die seit einem halben Jahrtausend von der Ausbeutung der Erde profitieren. Die Auseinandersetzung, vor der die Reisenden hofften, sich auf Zeit in Sicherheit zu bringen, folgt ihnen. Es stellt sich heraus, dass nicht nur die Händler in die schmutzigen Geschäfte mit der Erde verwickelt sind.
Auch für die auf der Erde zurückgelassenen Freunde wird es härter. Ein völlig unerwarteter Spieler tritt auf den Plan und fordert nicht weniger als alles.

Es gibt einen englischen Spruch, den ich vor Jahren gelesen habe, der sehr gut zu diesem Roman passt:

It is always darkest before it becomes pitch black

Monstra Coelorum folgt logisch auf die Ereignisse der ersten beiden Teile und führt die Erzählung zu einem sehr düsteren Höhepunkt. Politische und wirtschaftliche Verstrickungen sowie Abhängigkeiten, die ihre Ursache in der Vergangenheit haben, geben dem Kampf gegen das Direktorat der Erde eine Bedeutung, die weit über das Sonnensystem hinausreicht. Der Kampf um die Einhaltung dessen, was eigentlich vereinbart war, hat viele Fronten. Und er hat viele Profiteure, die sich ganz sicher nicht um der Menschlichkeit willen aus dem Geschäft mit der Erde zurückziehen wollen.

Ich sage an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön
– an meine Alpha- und Betaleser aus dem Federteufel-Schreibforum für die tolle Unterstützung beim Entgraten und Schleifen des Textes
– an Juliana von Farbenmelodie, die ein wirklich fantastisches Cover gezaubert hat.

Eine Leseprobe findet ihr hier.

Der Roman wird als E-Book in den nächsten Tagen verfügbar sein. Ich würde mich über virales Weitersagen freuen.

© Cover- und Umschlaggestaltung: Farbenmelodie

Die Sultanin – Eine feministische Erzählung aus der tausendundzweiten Nacht

©Ryek Darkener 2016

Es war einmal eine Frau, der hatte der Allmächtige Schönheit und Klugheit in die Wiege gelegt. Schon im zarten Alter von zwölf Jahren umgarnte und eroberte sie den Sultan des Landes, gebar ihm mit fünfzehn einen Sohn und ermordete den Sultan an ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag – dem Tag, an dem sie volljährig wurde.
Sie trat an seine Stelle, denn es gab im ganzen Reich niemanden, der ihre Macht und Weisheit in Frage stellte.
Noch an selbigem Tage erließ sie ein Dekret: „Ihr bringt mir, jeden Tag, zehn der schönsten Männer des Landes. Ich werde sie in meinem Harem halten, zu meiner alleinigen Lust und Freude. Denn einer Herrscherin wie mir steht an den Schätzen des Landes naturgemäß der meinem Range entsprechende Anteil zu.“
Und so geschah es. Die Scherginnen der Sultanin schwärmten aus, um neben der Tätigkeit des Steuereintreibens den Wunsch der Herrin nach süßem Fleisch zu befriedigen.
So ging es Jahr für Jahr. Die Sultanin war zufrieden, und da sie weise herrschte, blühte das Land auf. Doch eines Tages nahm die Großwesirin sie zur Seite und sprach:
„Größte und Schönste. Es gibt in unserem Reiche eine Sache, um deren Behandlung ich dich dringend bitte. Dein Harem ist gefüllt mit tausenden von Männern. Die meisten von ihnen kennst du nicht einmal mit Namen, und mit den wenigsten hast du eine gemeinsame Nacht verbracht. Draußen, vor den Toren deines Palastes, leidet das Volk unter dem Mangel, den dein Dekret verursacht. Es sind kaum noch arbeitsfähige Männer vorhanden, und viele Familien müssen sich einen Zeuger teilen, was oft zu Verbindungen innerhalb von Verwandschaften führt. Unser Volk wird schwächer, von Jahr zu Jahr. Es gibt kaum noch männliche Dichter und Denker. Immer mehr der Untertanen verlassen sich darauf, dass du in deiner Weisheit aus dem Palast heraus die Dinge des Landes bis ins Kleinste hinein regelst. Deine Bediensteten haben immer mehr damit zu tun, die Unzufriedenen im Zaum zu halten. Die Zahl deiner Wächterinnen und Verwalterinnen wächst und wächst. Kaum noch ein Untertan weiß, wie man eine Decke webt oder ein Brot backt. Sie sitzen in ihren Häusern oder auf der Straße und warten auf deine Segnungen.“
Diese Worte erzürnten die Herrscherin. „Willst du damit sagen, dass ich mehr nehme, als mir zusteht?“, fuhr sie die Großwesirin an.
„Das zu behaupten steht mir nicht zu“, war die Antwort. „Doch ich muss dich, gemäß der Aufgabe, die du mir zugewiesen hast, darauf hinweisen, dass es in absehbarer Zeit niemanden mehr geben wird, der in deinem Reich einer produktiven Tätigkeit nachgehen wird. Weil es sich nicht lohnt. Dass dein Volk verarmt, vergreist und ausstirbt, da immer weniger Kinder geboren werden. Auch die von unserem Reichtum angezogenen Menschen werden das nicht ändern, da sie in deinem Reich nach deinen Regeln leben. Ich bitte dich inständig, mit deiner ganzen Weisheit und zusammen mit den fähigsten Beraterinnen eine Lösung für dieses dringende Problem zu finden.“
Die Sultanin war immer noch erzürnt, doch da ihr die Großwesirin lange gute Dienste erwiesen hatte, wollte sie sie nicht einfach wegschicken.
„Ich werde es bedenken und beraten“, gab sie zur Antwort. „Aber so lange ich keine Entscheidung getroffen habe, bleibt alles, wie es ist.“
Die Großwesirin verneigte sich stumm und ging.

Ab hier verliert sich die Geschichte im Nebel der Zeit. Es ist nicht überliefert, was anschließend geschah. Es gibt zwei sich widersprechende Auffassungen über das Ende der Geschichte:

– Die Sultanin berief den Großen Rat ein, ließ sich die Welt erklären und kam zu dem Schluss, dass sie zumindest den Teil ihres Harems, den sie niemals benötigen würde, dem Volk zurückgeben sollte. Darüber hinaus ließ sie Lehrer kommen, die ihrem Volk wieder beibrachten, selbst über ihr Schicksal zu entscheiden. Sie starb geehrt und in hohem Alter als letzte Sultanin des Reiches.

– Die Großwesirin wurde entlassen und zum Tode verurteilt. Der Sohn der Großwesirin, der vor den Augen der Sultanin verborgen worden war, nutzte seine Schönheit, um sich in den Harem der Sultanin bringen zu lassen. Zusammen mit anderen Haremsbewohnern stürmte er eines Nachts die Gemächer der Sultanin und brachte sie um. Es setzte sich an ihren Platz und ließ alle Männer des Harems töten, die ihm nicht gefolgt waren. Nach einer Generation zerfiel sein Reich, sein Volk verstreute sich in alle Winde.

#WirSchreibenDemokratie

 

Monstra Coelorum – Countdown

Hallo!

Ich bin beim Countdown angekommen. So, wie es im Moment aussieht, wird Monstra Coelorum wie geplant Anfang Oktober veröffentlicht werden. Daher an dieser Stelle eine Szene, die keinen Spoiler darstellt, wenn man den zweiten Teil gelesen hat. 😉

Neben den menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren gibt es bei mir auch eine Maschinenintelligenz. Diese verwaltet den Alb-Tunnel und wird gelegentlich auch synonym für diesen verwendet. Die Tunnelverwaltung hat eine eigene Agenda und ist nicht der Diener irgendeines Lebewesens, kooperiert aber mit den Gegnern des Direktorates, da entsprechend der Programmierung die dafür notwendigen Voraussetzungen zutreffen. Ohne diese Kooperation wäre vieles nicht möglich gewesen. Oder anders gesagt: Die Geschichte hätte dann einen anderen Verlauf genommen. Wenige meiner Protagonisten haben das Privileg, mit der Tunnel-Intelligenz über einen speziellen Kommunikator zu sprechen. Dieser Kommunikator ist so etwas wie ein Schlüssel, der bestimmte Funktionen freischaltet, die im Rahmen der Vorgaben genutzt werden können.

Die Tunnel-Verwaltung würde den Turing-Test ohne Weiteres bestehen. (Im Gegensatz zu … [kann jeder für sich selbst ergänzen].)

Ein Wort in eigener Sache: Ich habe mich bisher bewusst weitgehend aus den politischen Diskussionen im Netz herausgehalten, weil ich der Auffassung bin, dass man einem Menschen, der über ein Minimum an Selbstreflexion verfügt, nicht erklären muss, wie logisches Denken funktioniert. Und dass das Wunschdenken, dass die Welt sich nicht verändern soll, nicht zielführend ist. Leben ist permanente Veränderung, Widerstand dagegen ist zwecklos. Das ist nicht meine Meinung, sondern evidenzgestütztes Wissen. Daher ist die Teilnahme an einem System, welches, trotz aller Unzulänglichkeiten, eine Menge Freiheiten garantiert, kein Geschenk, sondern Pflicht und Verpflichtung.

Zum Textabschnitt: Aisling ist Kaijas Vertraute. Sie hat mit ihr in Ulm wie mit einer Schwester zusammengelebt. Als Kaija aufgebrochen ist, um mit anderen Hilfe von außerhalb des Sonnensystems zu holen, blieb Aisling im Tunnel zurück. Sie ist die aktuelle Besitzerin des Tunnel-Kommunikators, der unter dem Namen Falk die Schnittstelle von der menschlichen Tunnel-Verwaltung zur Maschinenintelligenz ist.

Aisling aktivierte den Tunnelkommunikator, den sie auf den Tisch gelegt hatte. „Falk.“
„Empfangsbereit.“
„Ich habe soeben eine Nachricht von Frederic erhalten, die er in der Direktoratsstadt abgefangen hat.“ Ihr Gesicht leuchtete vor Freude. „Sie haben es geschafft! Sie haben das Sonnensystem verlassen!“
„Der Tunnel bestätigt die Information. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem weiteren Weg. Bitte erwarte nicht, dass ich deine Begeisterung teile. Ich bin eine Maschine und daher emotionsfrei. Außerdem tendiert die Wahrscheinlichkeit, dass damit ab jetzt alles reibungslos verläuft, gegen Null.“
„Das habe ich mir gedacht. Ich habe eine Idee, für die ich Maschinenlogik brauche, um sie zu prüfen.“
„Gern. Worum geht es?“
„Unterstellen wir für den Moment, dass unsere Delegation weiterhin erfolgreich ist. Bis wann ist mit einer Antwort, vielleicht sogar einem Ergebnis zu rechnen?“
„Das hatten wir schon besprochen. Im Licht der aktuellen Ereignisse auf der Erde würde ich die Prognose nach unten korrigieren, was eine Reaktion der Liga angeht.“
„Obwohl wir abgeschnitten sind?“
„Es ist davon auszugehen, dass die Gegenseite nicht nur zusehen wird. Wenn jemand der Geflohenen die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit stattfindenden Angriffe überleben sollte, wird es Entscheidungsprozesse beschleunigen. Trotzdem kann es mindestens zwei, höchstens fünf Jahre dauern, bis die Liga sich um die Erde kümmern wird. Maschinell geschätzt unter Extrapolation unzureichenden Datenmaterials.“
„Das habe ich befürchtet. Aber das kann ich nicht beeinflussen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Liga sich kümmert: Was kann ich, können wir, dafür tun, um einen positiven Eindruck unserer Seite zu erzeugen?“
„Interlingua lernen.“
„Ich habe in der Schule gelernt, dass das vor dem Letzten Krieg die Sprache der Liga war.“
„So ist es. Es gibt keinen Grund, warum sich das geändert haben sollte. Die Sprache existiert in der Liga seit über fünftausend Erdjahren als allgemeines Verständigungsmedium. Frederics Berichte weisen darauf hin, dass sich Ronald sehr gut in dieser Sprache mit den Yu-xarren verständigt hat.“
„Hm. Ich glaube nicht, dass das Direktorat uns beim Erlernen von Interlingua unterstützen wird. Sei es in Wort oder in Schrift.“
„Das ist nicht notwendig. Der Tunnel hat alles relevante Material verfügbar. Es sollte kein Problem darstellen, die Sprache zu vermitteln. Ich schlage vor, das System zu verwenden, welches in der Schule eingesetzt wird. Und die Anzahl der Teilnehmer auf die zu begrenzen, die tatsächlich mit der Liga Kontakt haben werden.“
„Warum?“
„Weil Ronald möglicherweise Anstrengungen unternehmen wird, alle zu töten, die auf diese Weise einen seiner Vorteile zunichtemachen könnten. Es ist immer besser, ein Gespräch ohne Übersetzer und authentisch zu führen. Wenn ich mir eine Bemerkung erlauben darf: Der Tunnel hält es für unwahrscheinlich, dass es zielführend ist, die Hilfe des Direktorates in Anspruch nehmen zu wollen.“

 

Übersicht der Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg:

Tabula Rasa

Zwei erbarmungslose Gegner im Kampf um die Macht. Und eine Frau, der die Hoffnung auf eine bessere Welt aufgeladen wird.

E-Book, 650 Normseiten, ISBN: 978-3-8476-7720-8

Spes Impavida

Der Kampf um die Zukunft der Erde geht weiter, und er erfordert neue Allianzen.

E-Book, 740 Normseiten, ISBN: 978-3-7380-5059-2

Monstra Coelorum

Sie sind aus dem Sonnensystem geflohen. Doch der Feind ist ihnen gefolgt. In ein Universum voll mit unbezahlten alten Schulden.

 

Monstra Coelorum – Teamwork

Hallo!

Heute starte ich mit einem kleinen Ausschnitt aus „Tabula Rasa“.

„Hallo Kaija, das wurde aber auch Zeit!“
Kaija drehte sich erschrocken um. Vor ihr stand ein Engel, schulterlanges rotes Haar, so groß wie sie, mit einer Attraktivität, die ihr die Knie weich werden ließ.
„Jelena?“, frage sie überrascht. „Was machst du denn hier? Du bist doch schon –“
Der Engel nickte. „Hab dich lange nicht mehr gesehen.“
„Ja. Schulabschluss vier-dreiundneunzig, richtig?“
Sie umarmten sich. Der Begrüßungskuss Jelenas war deutlich länger als er hätte sein müssen.
Nachdem Kaija wieder zu Atem gekommen war, richtete sich ihre Neugier auf Jelena. „Was treibt dich denn hierher? Du bist doch schon direkt nach dem Abschluss der Schule in die Mutterschaft verschwunden.“
Jelena lächelte fröhlich. „Ja, stimmt. Rabea geht seit diesem Jahr in München zur Schule. Weißt du was? Ich tue es immer wieder, solange die Göttin es zulässt.“ Sie hob drei Finger in die Höhe. Und lachte, als sie Kaijas neidischen Blick sah.
„Und dein Partner? Nutzt du da nicht seine Toleranz über Gebühr aus?“
Jelena lachte erneut. „Nein. Auf keinen Fall.“
Kaija sah Jelena verständnislos an.
„Du weißt es wirklich nicht?“
„Nein. Jetzt sag schon!“
„Ich habe Gleichgesinnte gefunden.“
Jelena zeigte unauffällig auf drei der anderen Frauen. Sie waren Kaija unbekannt, aber unverkennbar auf der Jagd.
„In München, in Wien und in der Roten Zone.“
„In der Roten Zone?“
„Eine lange Geschichte, ich erzähle sie dir ein anderes Mal. Wir besitzen gemeinsam ein Schiff und kommen viel herum zwischen Ulm und dem Schwarzen Meer. Weil wir uns regelmäßig freiwillig melden, haben wir mit den Städten ein Geschäft machen können. Diejenigen, die uns gewinnen, müssen uns mindestens für die vorgeschriebenen Monate begleiten und an Bord mitarbeiten.“
Kaija grinste. „Hört sich fair an. Für euch.“ Sie zwinkerte Jelena zu.
Jelena stieß Kaija sanft an. „Ich hoffe, dass du an mich denkst, wenn es Lizenzen für den Nordkanal zu vergeben gibt. Wir dürfen dem Vogler-Gesindel doch nicht die ganze Welt überlassen.“
„Ich werde darüber nachdenken“, flüsterte Kaija zurück. Dann, lauter „Und das funktioniert?“
„Sehr gut sogar. Wahre Liebe gibt es sowieso nur unter Frauen, oder?“
„Ich weiß nicht.“
„Der Vorteil an der Sache ist, dass wir auf diese Art und Weise vor den meisten unangenehmen Zeitgenossen geschützt sind. Niemand, der uns sagt, was wir zu tun und zu lassen haben.“
Sie umarmte Kaija und sprach leise weiter. „Wir drücken dir die Daumen, Schätzchen. Und hoffen, dass dir das Monster erspart bleibt oder es bei dir nicht lange macht.“
Kaija versteifte sich. „So etwas Ähnliches habe ich heute schon einmal gehört“, flüsterte sie zurück.
„Dann weißt du ja, was du zu tun hast. Mach’s gut. Und schnell. Wenn du es überstehst, reden wir nächstes Frühjahr übers Geschäft.“
Bevor Kaija etwas erwidern konnte, war Jelena in der Menge untergetaucht.

Frage: Wer ist der Protagonist? Ok, wer den Roman gelesen hat, wird die Antwort kennen. 😉 Das ist aber nur die halbe Wahrheit.
Ich habe mir Jelena Weiser herausgesucht. Sie ist eine selbstbewusste, lebensfrohe Frau, die in die Regeln der Gesellschaft nach ihren Vorstellungen auslegt. Was ihr und ihrem Umfeld nicht nur Freunde beschert. Wie würde in den meisten heutigen Kulturen eine Gruppe Frauen angesehen, die zusammen einen Familienverband organisieren, bei dem die männlichen Partner oft nur Gäste auf Zeit sind? Die die Steuerung ihrer Familie und das Wohlergehen ihrer Nachkommen im Blick haben, ohne sich davon vereinnahmen zu lassen? Die darüber hinaus wirtschaftlich erfolgreich sind?
Jelena ist nur ein Beispiel dafür, dass eine Heldenfigur allein nichts ist ohne den Tross, der den Helden unterstützt. Und dieser Tross besteht nicht nur aus Kanonenfutter. Ich gehe noch einen Schritt weiter: Der Held ist derjenige, der die gerade stattfindende Handlung vorantreibt. Was bei mir ganz konkret heißt, dass Teile meiner Geschichte eher einem Staffellauf als einer Heldenreise ähneln.
Bei ist mir das Team der Protagonist. Und wie bei einem Staffellauf wechseln sich die Personen mit dem Tragen des Stabes ab. Jelena hat den Stab bekommen. Sie wird ihn ab und zu für eine Weile tragen.

 

„Monstra Coelorum“ ist ab Oktober als E-Book erhältlich.

 

Übersicht der Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg:

Tabula Rasa

Zwei erbarmungslose Gegner im Kampf um die Macht. Und eine Frau, der die Hoffnung auf eine bessere Welt aufgeladen wird.

E-Book, 650 Normseiten, ISBN: 978-3-8476-7720-8

Spes Impavida

Der Kampf um die Zukunft der Erde geht weiter, und er erfordert neue Allianzen.

E-Book, 740 Normseiten, ISBN: 978-3-7380-5059-2

Monstra Coelorum

Sie sind aus dem Sonnensystem geflohen. Doch der Feind ist ihnen gefolgt. In ein Universum voll mit unbezahlten alten Schulden.

 

Wer interessiert sich für deine Meinung, du Wurm!

Wer interessiert sich für deine Meinung, du Wurm!

Senkland - SF, Fantasy und der ganze Rest

Neulich war es mal wieder so weit: Ein neues Mitglied schlägt in der Gruppe auf und macht sich unbeliebt. Im Fb-Profil ist alles verborgen, bis auf die unvermeidbar öffentlichen Posts, in diesem Falle ein Titelbild und sonst nichts. Das Profilbild hat eine auffallende Farbe, weshalb es im Dschungel der Kommentare unübersehbar ist. Und schon macht sich wieder mein persönlicher Fluch bemerkbar. Ich kann es nicht lassen, die Kommentare zu lesen, schaue mehrmals täglich rein um zu sehen, wer inzwischen alles beleidigt wurde, und wie die Reaktionen sind.
Irgendjemand gerät mit ihm in Streit und verkündet ärgerlich, dass er den Betreffenden jetzt blockieren wird. Je nun. Das schafft vielleicht Erleichterung, ist aber irgendwie sinnlos, da der Bösewicht es ja nicht mehr wird lesen können. Der Gruppenadministrator schaltet sich ein und mahnt einen freundlicheren Umgangston an. Die Kommentare werden etwas weniger ausfallend, sind aber weiterhin bösartig und – was mir noch viel…

Ursprünglichen Post anzeigen 390 weitere Wörter