Der Geist der Zukunft(AT) – Status 170818

ryek

Nebenrollen – wenn es sie denn tatsächlich gibt.

Heute gehe ich einen Schritt zurück, in den zweiten Teil meiner dystopischen Saga, „Spes Impavida“. Ich habe mir über die Zeit eine ziemliche Anzahl von Akteuren zugelegt. Jeden von ihnen brauche ich. Irgendwo. Irgendwie. Irgendwann. Natürlich gibt es die Handvoll Charaktere, die die Geschichte vorantreiben. Aber ohne die anderen sind sie nichts. Aus vielerlei Gründen.
Um das zu erklären, greife ich auf die SF-Fernsehserie „Babylon 5“ zurück. Wirklich intelligente SF. Eine Folge, die mich sehr beeindruckt hat, war die Folge „Little People“, zu deutsch „Kleine Leute“. Die ganze Folge kamen diejenigen vor, die man sonst nur kurz sieht, und die ganze Folge wurde aus Sicht genau dieser kleinen Leute erzählt. Wie sie ihrem Tagesgeschäft nachgehen. Um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und dafür zu sorgen, dass die Hauptakteure entweder gewinnen oder scheitern. Es war, meiner Erinnerung nach, immer nur ein Handgriff, eine Aktion, eine Kleinigkeit. Aber die hat die Geschichte gedreht und ihr eine neue Richtung gegeben. Ich liebe die Aussage dieser Folge, dass jeder, wirklich jeder, die Möglichkeit hat, die Welt zu ändern, auch wenn er nicht General oder Präsident ist. Einfach dadurch, dass er dort, wo er gerade steht, das Richtige tut. Oder das Falsche.
In der Geschichte lassen sich diese Personen zum Beispiel dafür verwenden, dem Leser zu zeigen, was kommt. Oder um einen Aspekt einer Hauptfigur herauszustellen:



Erst mit vier Jahren habe ich begriffen, dass Aisling und Robert nicht meine Eltern sind. Sondern die ernste, immer liebevolle Frau, die mich ab und zu besucht hat und die so tolle Geschichten zu erzählen hatte. Meine beiden ‚Leihgeschwister‘ haben mir immer das Gefühl gegeben, dass ich zur Familie dazugehörte. Nein, ich habe nie etwas vermisst.
Eines Nachts hat meine Mutter mich auf ein Schiff holen lassen und gesagt: „Schatz, wir gehen an einen anderen Ort.“ Wir fuhren über das Meer, einen Fluss hinauf, um schließlich in ein dunkles Loch in einem Berg hineinzufahren. Zuerst hat mich das traurig gemacht, aber im Berg gab es so viel zu sehen und zu lernen.
Dann habe ich verstanden, was Imara mit ‚einem anderen Ort‘ gemeint hat. Dass Krieg herrscht. Dass wir fliehen müssen. Um, vielleicht, eines Tages wiederzukommen. Ich vermisse Aisling und Robert.
Mein Name ist Elen. Elen Lee-Socotada.

 

Gibt es überhaupt noch »Literatur«?

Gibt es überhaupt noch »Literatur«?

Das musste mal gesagt werden. Schön, dass es jemand schön gesagt hat.

Senkland - SF, Fantasy und der ganze Rest

Ich wurde zu meiner Meinung zu »Wannabee«-Autoren gefragt, und die Antwort wurde immer länger, bis ich spontan beschlossen habe, daraus einen Blogartikel zu machen.
Begonnen hatte das ganze – wie auf Fb so oft – mit einem kurzen Austausch auf der Wall eines Freundes, in diesem Falle über Roger Willemsen (mein Favorit) und Peter Sloterdijk (der Favorit des »Kontrahenten«).
Es endete (bisher) mit einem Kommentar zu meinem auf Fb geposteten Artikel zur Charakterentwicklung und der Frage, ob nicht der »längere Text« auf dem absteigenden Ast sei, die Tätigkeit des »Lesens« nur noch ein Wort ohne Inhalt, sowie einem im Hintergrund angedeuteten Bedauern über den Verfall der »Kunst«, in diesem Falle also der Schriftstellerei.
Ob ich eine Meinung dazu hätte?
Habe ich.
Hier also die Antwort:
Ich bin umgeben von Bildungsarroganz aufgewachsen, man könnte es vielleicht auch die typisch deutsche Bewunderung für das »Genie« nennen. Schreiben und gelesen werden durfte nur

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Sketchnotes für Autoren

Sketchnotes für Autoren

Sehr interessante Idee für Plotten und Skizzieren.

Nina C. Hasse

Ich hatte vor ein paar Tagen ein Bild auf Twitter gepostet, auf dem ich mit Sketchnotes plotte. Auf den Beitrag folgten mehrere Reaktionen mit Nachfragen, wie sowas überhaupt geht, so dass ich versprochen habe, einen Artikel zu dem Thema zu schreiben. So, here we go:

Was sind eigentlich Sketchnotes?

Die Bezeichnung ›Sketchnotes‹ stammt von Mike Rohe und setzt sich aus den Wörtern Sketch (zu Deutsch: Skizze) und Note (Notiz) zusammen. Skizzierte bzw. visuelle Notizen also. (Mehr dazu in meiner Rezension zu Mike Rohdes ›Sketchnote Handbuch‹.) Diese können für jeden erdenklichen Zweck genutzt werden: Einkaufszettel, Vortragsnotizen, Brainstorming, Recherchezusammenfassung und eben auch fürs Plotten – ganz unabhängig davon, welche Plotmethode ihr nutzt. Ihr könnt die Drei-Akt-Struktur, das Sieben- oder Acht-Punkte-System oder auch die Heldenreise grafisch darstellen und habt den Vorteil, dass ihr euren Plot auf einen Blick einsehen könnt und euch nicht durch seitenlange Notizen wühlen müsst.

Von der Prämisse bis hin…

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Der Geist der Zukunft(AT) – Status 170813

ryek

Ich habe fertig. Nein, nicht ganz. Das Manuskript ist fertig, überarbeitet, und die erste Diskussion mit dem Papyrus Duden-Korrektor ist beendet. 😉
Fertig insoweit, dass ich eigentlich nur noch Überschriften ändern will. Oder das, was beim Überlesen noch ins Auge fällt. So der Plan.

Für die Umsetzung desselben suche ich eine Handvoll mutiger Leser (idealerweise Blogger) die sich nicht vor Indies und E-Books fürchten und Lust haben, bis Ende September einen Text von ca. 137.000 Worten (700 Normseiten) vorab zu lesen zu und zu rezensieren.

Wer Interesse hat, sollte sich die Leseproben zu „Tabula Rasa“ und „Spes Impavida“ ansehen. Wer Mainstream erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden.

Was den Leser im dritten Teil meiner dystopischen Saga erwartet:

Drei Erwachsenen und zehn Kindern/Jugendlichen ist die Flucht von der Erde geglückt. Nach fast zwei Jahren Odyssee durch das Sonnensystem haben sie den Tranportknoten passiert, befinden sich nun im Gebiet der Liga der Raumfahrenden Völker. Doch das Direktorat der Erde hat einen langen Arm: die Händler, die seit einem halben Jahrtausend von der Ausbeutung der Erde profitieren. Die Auseinandersetzung, vor der die Reisenden hofften, sich auf Zeit in Sicherheit zu bringen, folgt ihnen. Es stellt sich heraus, dass nicht nur die Händler in die schmutzigen Geschäfte mit der Erde verwickelt sind.

Auch für die auf der Erde zurückgelassenen Freunde wird es härter. Ein völlig unerwarteter Spieler tritt auf den Plan und fordert nicht weniger als alles.

Weitere Info auf Anfrage.

 

Im Blog wird es bis zur Veröffentlichung einige Zitate und etwas „Drumherum“ geben. Je genauer Termine feststehen, desto genauer werde auch ich werden. 😉

Hier etwas vom Drumherum. Ein kleiner, aber wichtiger Teil des Textes beschäftigt sich, plotgedrungenermaßen, mit dem Umgang meiner Proagonisten mit Behörden und vice versa. Weil – und das kann man mögen oder auch nicht – Behörden diejenigen Institutionen sind, die die aktuelle Politik einer Gesellschaft abzubilden und durchzusetzen haben. Somit haben sie naturgemäß einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf von Geschichte und Geschichten.

Ausschnitt aus dem Gespräch des Beamten der Fremdweltlerbehörde des Planeten Harain mit Jan, einem meiner Protas:

„Was waren ihre letzten Tätigkeiten auf der … Erde?“
„Jäger in Diensten der Stadt Ulm. Das können Sie im weitesten Sinne als Sicherheitskraft auslegen. Steuermann eines hochseegängigen Frachtschiffes. Navigator eines Raumfahrzeuges.“
„Interessant. Was haben Sie als Sicherheitskraft denn so alles gemacht?“
„Durchsetzung der Regeln der Stifter, in der Stadt und in der Roten Zone. Teilnahme an Personalbeschaffungsmaßnahmen. Handel.“
„Das ist sehr allgemein. Haben Sie getötet?“
„Ja.“
„Wie oft?“
„Ich habe nicht gezählt.“
„Haben Sie andere Lebewesen gegen ihren Willen an andere Orte gebracht? Bedrängt? Gefoltert? Vergewaltigt?“
„Folter ist auf der Erde generell verboten.“
„Was ist mit Verschleppung und Vergewaltigung?“
„Im Rahmen der geltenden Regeln der Stifter: ja.“
„Haben oder hatten Sie Freude an diesen Tätigkeiten?“
„In welchem Kontext soll ich die Frage beantworten? Ich wurde nicht dazu gezwungen. Dennoch halte ich die Tötung eines intelligenten Lebewesens, in bestimmten Situationen, für einen möglichen letzten Ausweg. Wie gut sind Sie in der Lage, meine Antworten vor dem Hintergrund meiner Kultur zu bewerten?“
Der Beamte überlegte, bevor er fortfuhr. „Haben Sie vor, ihre Kultur auf unsere Welt zu importieren?“
„Ich kann und werde meine Wurzeln nicht verleugnen. Trotzdem wäre es sehr dumm von mir, wenn ich mich gesellschaftlich so verhalten würde, wie ich es in meiner Heimat gewohnt war. Ich habe nicht vor, mich zu verstellen, um einen falschen Eindruck zu erzeugen. Ich bin anpassungs- und lernfähig und stelle die Kultur des Ortes, an dem ich zu Gast bin, nicht in Frage. Ich kann mir als Einstieg eine Tätigkeit im lokalen Sicherheitsbereich vorstellen. Nach entsprechender Überprüfung natürlich.“
Der Beamte nickte. „Das ist ein sinnvoller Vorschlag. Trotzdem eine Frage: Ihre bisherigen Tätigkeiten sind sehr vielfältig und durchaus technisch anspruchsvoll gewesen. Warum wollen Sie sich bei uns erst einmal mit einer nach ihren eigenen Worten einfachen Tätigkeit zufriedengeben?“
Jan lächelte ironisch. „Weil jedem intelligenten Lebewesen zugetraut wird, dass es eine Waffe halten und bedienen kann.“

 

 

 

„Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg“ – Eine mögliche, alternative Realität?

©Ryek Darkener 2016

Ulm, im Jahre 500 nach dem Letzten Krieg. Zehntausend Menschen leben in der aufstrebenden Stadt, die baulich vom gebrochenen Münster dominiert wird, an dessen Spitze sich der Ewige Knoten befindet, das Symbol der neuen Verwaltungsreligion. Der Süd-Hafen sorgt für regen Warenaustausch mit den wenigen verbliebenen Städten an der Donau. Der Weg in den Norden ist mühsam und gefährlich, denn der schiffbare Albtunnel ist seit dem Letzten Krieg geschlossen.
Das soll nun anders werden. Kaija Neran, Tochter des verstorbenen Entdeckers des Schlüssels zum Tunnel, kehrt zurück und wird aufgefordert, ihr Erbe anzutreten. Sie wird zum Spielball in einer Auseinandersetzung, die die Welt verändern wird …

Wie kommt man nur auf so eine Idee, wird sich mancher Leser fragen. Google macht es möglich. Denn es war tatsächlich geplant, einen Kanal von der Donau zum Neckar zu bauen. Wonach ich damals gesucht habe, um diese Information angezeigt zu bekommen, kann ich nicht mehr genau sagen. Aber die Idee hat mich nicht mehr losgelassen. Für einen Science Fiction bot die tatsächliche Planung zu wenig „Science“, daher beginnt mein Kanal an einer anderen Stelle, und er führt in ganzer Länge unter der Schwäbischen Alb hindurch.
Der ursprüngliche Plot war die klassische Story. Mit einem männlichen Protagonisten, der auf der Wasserstraße zwischen Ulm und Köln verkehrt, zu dem sich irgendwann eine Frau gesellt. Sie kennen das. Möglicherweise ist die Frau zuerst verkleidet als Mann, man kommt sich näher, hat einige Probleme und am Ende sind alle eine glückliche Familie. Das wäre auch in einem postapokalyptischen Szenario möglich gewesen. Dann hat mir meine Protagonistin, Kaija Neran, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun sitze ich vor einer großen Storyline, zu der nach und nach immer mehr Aspekte hinzukommen.
Obwohl meine Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg klar dem Genre Science Fiction und Dystopie zuzuordnen sind, sind sie alles andere als technik-lastig. Das zentrale Thema sind die handelnden Personen. Ihr Mit- und ihr Gegeneinander. Nicht alle Protagonisten haben ihren Ursprung auf der Erde.
Als ich 2012 mit dem Schreiben des ersten Teils anfing, habe ich mir nicht vorstellen können, wie nahe manche Aspekte dieser komplett erfundenen Geschichte an Themen heranreichen, die heute aktuell in den Medien sind. Aber es ist nun einmal so, wie es ist. Wie ich aus anderen Artikeln weiß, wohl das Los von Autoren dystopischer Texte.
Ich habe vor einigen Jahren einen englischen Ausdruck gelesen, den man nicht ohne weiteres ins Deutsche übersetzen kann: „It’s always darkest before it gets pitch black“. Der beschreibt ziemlich treffend, was meine Leser im dritten Teil erwarten wird. Aber das ist, natürlich, nur die eine Seite der hochgeworfenen Münze.

Der Geist der Zukunft(AT) – Status 170804

ryek

Die Überarbeitung schreitet voran. Das Schleifpapier wird feiner. 😉
Erste Kontakte mit Cover-Designern sind geknüpft. Das Thema des Romans in Szene zu setzen scheint nicht ganz trivial zu sein. Ich lerne durch die gestellten Fragen, meinen Text besser durch die Augen anderer Personen zu sehen – hier darf ich ihn ausnahmsweise einmal erklären.

Eine der wichtigsten Protagonistinnen in diesem Roman wird Rabea sein, die schon in „Spes Impavida“ auf dem Weg ins Rampenlicht war:

„Wo willst du hin?“ Siri sah ihre große Schwester fragend an.
Rabea blinzelte in die Taschenlampe und seufzte. „Wo will ich schon hin? Hast du Angst, dass ich weglaufe? Hier?“ Sie lachte traurig und deutete auf die Kabinenwand. Ein paar Millimeter Metall, die die Reisenden von der Kälte des Weltraumes trennten. Sie verbarg die rechte Hand auf den Rücken.
„Ich habe das Messer gesehen. Was hast du vor?“ Siris Stimme war verängstigt, ihre Augen füllten sich mit Tränen.
Rabea kam zu Siri ans Bett, setzte sich auf die Bettkante. Sie legte das Messer auf die Bettdecke. Ein Jagdmesser, mit einer rasiermesserscharfen Klinge. Ein Erbstück. Ihr Erbstück. Siri legte beide Hände darauf.
„Keine Angst, Kleines“, versuchte Rabea sie zu beruhigen.
„Ich bin nicht mehr klein!“, flüsterte Siri empört.
Rabea nickte. „Du hast recht. Wir sind alle große Mädchen und große Jungs, nicht wahr?“
„Was willst du mit dem Messer?“
Rabea legte ihre rechte Hand auf Siris. „Glaubst du, ich hätte es dich anfassen lassen, wenn ich etwas Böses vorhätte?“
Siri schüttelte den Kopf. „Nein.“
„Gut. Dann mach jetzt keinen Lärm und lass mich tun, was ich tun muss. Gib mir die Taschenlampe und schlaf.“
Siri umarmte Rabea. „Versprich mir, dass du dir nichts antust.“
Rabea beugte sich über Siri und küsste sie auf die Stirn. „So leicht werdet ihr mich nicht los. Verlass dich drauf!“
Siri nickte stumm. Rabea nahm das Messer und die Taschenlampe. Sie schaltete die Taschenlampe aus und öffnete leise die Tür. Sie sah sich um, glitt auf den Gang hinaus und schloss die Tür. Dann schlich sie zum Sanitärbereich. Dort angekommen verschloss sie die Tür von innen.

„Das hat aber lange gedauert.“
Rabea atmete erschreckt ein, das Geräusch vermischte sich mit dem Zischen der schließenden Kabinentür. Sie ließ die Taschenlampe aus. „Wieso schläfst du noch nicht?“, flüsterte sie. „Ich habe dir doch versprochen, dass ich mir nichts antue.“ Sie verstaute im Dunkeln das Messer in ihrem Rucksack.
„Ich habe Angst. Ich kann nicht schlafen.“
„Ich dachte, du bist eine Große?“
„Ich habe gelogen.“ Siri lachte, erleichtert. „Kommst du zu mir?“
„Na gut.“ Rabea schlüpfte zu ihr unter die Decke. „Besser so?“
„Ja. Viel besser.“ Sie kuschelten sich aneinander.
Siri fuhr mit ihrer Hand durch Rabeas Gesicht, um sie zu streicheln. Die Hand bewegte sich nach oben. Verhielt. Zuckte zurück.
„Rabea!“ Bestürzung erstickte Siris Stimme.
Rabea legte ihr Gesicht an das der kleinen Schwester.
Siri spürte Rabeas Tränen auf ihrer Wange. „Deine schönen langen Haare! Du wirst aussehen wie Imara“, klagte sie.
„Ich weiß.“
„Warum?“
„Weil ich es Mutter schuldig bin. Ich will und werde es nie vergessen. Niemals! Niemals.“

 

Seid Fair! Wir sind es wert!

Seid Fair! Wir sind es wert!

Sehr gut auf den Punkt gebracht.

chickinwhite

Es ist schon viel dazu gesagt worden, aber es beschäftigt mich immer noch:

In letzter Zeit ist wieder vermehrt über Piraterie auf dem E-Book Markt gesprochen worden. Es sind große Portale geschlossen worden, sogar Strafanzeige wurde erstattet; und ich möchte wetten, dass so mancher mit Abmahnungen rechnen muss, was – hoffentlich! – so richtig teuer wird.

Was mir dabei so ungeheuer aufstößt ist die schlichte Tatsache, dass auf allen Kanälen Kommentare von Nutzern dieser Portale auftauchen, die alle dieselbe Botschaft haben:

„Ihr unterhaltet uns! Aber das ist uns nichts wert!“

(Nicht mal soviel wie der schnelle Kaffee für 3,50 € im billigen Pappbecher, den wir morgens mit auf die Hand nehmen.)

Sind wir Autoren nichts wert? Nichts? Aber auch gar nichts?

Ich frage mich: Warum ist das so?

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