What the Burkha?

©Ryek Darkener 2016

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Ich möchte vorausschicken, dass der folgende Text eine Meinung darstellt, einen Standpunkt. Und das es nicht die Aufgabe dieses Beitrages ist, darüber zu diskutieren. Dennoch ist jeder eingeladen, seinen eigenen Standpunkt hier sachlich zu posten und ihn als solchen zu kennzeichnen. Aber nicht in der Art „du hast Unrecht“, sondern als „Meine Meinung zum Thema ist“. Ich möchte explizit keine Bezugnahme auf meinen Post oder die Kommentare anderer, da diese Art der Diskussion schon an genug anderen Stellen geführt wird. Beiträge, die genannte Anforderungen nach meiner Ansicht nicht erfüllen, landen im Papierkorb. Wer das als Zensur ansieht, liest einfach nicht weiter.

Tante Wiki sagt, dass die Burka und der Niqab hauptsächlich in Afghanistan, Pakistan oder den arabischen Ländern getragen wird. Und das die Gesichtsverschleierung dort nicht nur das Privileg der Frauen war und ist. Die Frauen, in diesen Kulturen zumeist als Eigentum der Männer betrachtet, sollen so den begehrlichen Blicken anderer Männer entzogen werden.

Es steht mir (und anderen) nicht zu, die Kultur anderer Länder als richtig oder falsch zu bewerten. Generell ist es jedoch so, dass von den meisten westlichen Kulturen das Besitzen von Menschen abgelehnt wird. Das wir gern davon profitieren, dass nicht-westliche Länder das anders sehen, ist eine andere Baustelle.

Ich mache mich jetzt einmal gedanklich, zusammen mit einer gutaussehenden jungen weiblichen Reisebegleiterin, auf den Weg nach Saudi Arabien. Meine Reisebegleiterin trägt das, was bei den aktuellen Temperaturen hier üblich ist: fast nichts. Und ich versuche in bester deutscher Manier, mich bei der Frauenwelt des besuchten Landes bemerkbar zu machen. Das Ganze tun wir außerhalb der Touristenzone.

Soweit mir bekannt, sind die Saudis da recht wenig tolerant. Aber ich bin ja deutscher Staatsbürger und kann mich damit herausreden, dass ich kein Bestandteil der arabischen Kultur bin. Ich bin ja nur zu Besuch. Und falls das nicht klappt, könnte ich auf einer Verurteilung nach deutschem Recht bestehen. Oder?

Wenn ich den Medien Glauben schenke, dann gibt es weit angenehmere Methoden, um Selbstmord zu begehen.

Zurück zur Verschleierung. Das Tragen jedweder Kleidung ist in Deutschland erlaubt, genauso wie das fast völlige Fehlen jedweder Kleidung. Ausnahme sind zum Beispiel WK-II Stahlhelme, Hakenkreuze oder die Reichskriegsflagge. Die traditionelle Bekleidung einer anderen Kultur in dieselbe Kategorie zu schieben, halte ich für weit übertrieben und Stammtischpolitik.

Allerdings: Wenn ich mit einem Menschen direkt spreche, insbesondere bei Schulen, Behörden, u.s.w., dann beanspruche ich für mich das kulturelle Recht, das Gesicht meines Gegenübers sehen zu dürfen. Weil das hier so üblich ist und es keinen vernünftigen Grund gibt, das zu ändern. Es ist in unserer Kultur eine Selbstverständlichkeit.

Aufgrund meines Halbwissens über fremde Kulturen läuft bei mir, wenn ich in der Öffentlichkeit eine voll verschleierte Frau sehe, das Folgende ab: Achtung! Ich bin Eigentum eines anderen und möchte in keiner Weise angesprochen oder belästigt werden!

Wie gesagt: mein Kopfkino, meine Meinung. Ich möchte nicht darüber belehrt werden, dass die andere Seite es anders sieht, weil meine Meinung auf der anderen Seite ja ebenfalls nicht zählt.

Klar soweit? Wir gehen uns also aus dem Weg, bestenfalls ignorieren wir uns freundlich. Zwei Welten, die aneinander vorbeigehen. Zurück bleibt bei mir das diffuse Gefühl einer Bedrohung. Ich würde nicht so weit gehen, um darüber besorgt zu sein. Bei mir lösen auch Gruppen von Männern mit Glatzen und Springerstiefeln das Gefühl von Bedrohung aus. Bei anderen vielleicht nicht.

Es bleibt festzuhalten, dass bestimmte Kleidung bestimmte Dinge assoziiert. Zum Beispiel Ausgrenzung. Im Dritten Reich mussten die Juden den Stern tragen. Das war gesetzlich angeordnet und hat bei den „richtigen Deutschen“ „Besorgnis“ ausgelöst. Das Gefühl einer Bedrohung. Damals war das so gewollt. Heute machen es manche aus eigenem Antrieb, die Wirkung ist natürlich die selbe: Ich. Gehöre. Nicht. Dazu.

Für mich stellt sich da nicht die Frage nach einer korrekten Kleiderordnung, sondern die Frage, warum konkret dieser Mensch nicht dazugehören will, und es darüber hinaus so offen zeigt. Was zwingt ihn oder sie, in einem Land zu leben, was er oder sie Scheiße findet? Die Frage geht auch an die mit deutschem Pass. Zur Abgrenzung gehören immer zwei.

Toleranz ist eine notwendige Sache und immer besser als unbegründete Ablehnung. Aber aus ihr allein erwächst weder Verständnis noch Anerkennung. Hier sind, meiner Meinung nach, mehr Information und Offenheit auf beiden Seiten gefragt, anstatt Befindlichkeiten zu bedienen.

 

©Ryek Darkener 2016

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Meine 5 Cent.

Marketing und Werbung: Tabula Rasa

Ryek_2016Da die Diskussion um „zielgerichtetes Marketing“ gerade durchs Dorf getrieben wird, möchte ich natürlich nicht hintenanstehen und meinen Senf ebenfalls dazugeben.

Zuerst einmal: Wenn niemand weiß, dass ich ein Buch geschrieben habe, dann kann es auch niemand kaufen, lesen, rezensieren (und im schlimmsten Fall umgehend entsorgen). Werbung ist notwendig.

Wie werbe ich? Als absoluter Laie auf diesem Gebiet lese ich mit Interesse die Tipps und Tricks von Leuten, die mehr davon verstehen als ich. Und komme zu dem Schluss, dass, wenn alle mit ihren Ansätzen recht hätten, es eigentlich nur Bestseller auf dem deutschen Buchmarkt geben dürfte. Da das aber gegen einige grundsätzliche Regeln (zum Beispiel die der Mathematik) verstößt, bleibt als ernüchterndes Fazit zuerst einmal übrig, dass die am erfolgreichsten sind, die am meisten Geld für Werbung ausgegeben haben.

Da wäre ich auch allein drauf gekommen.

Hilft mir das weiter? Durchaus. Ich schreibe, was ich selbst gerne lese. Und ich bin ziemlich avers gegen Werbung, die mit dem geilsten Wasauchimmer und dem billigsten Preis lockt. Intelligente Werbung muss man heutzutage mit der Lupe suchen. Ich finde es schade, dass ein Berufszweig mit durchaus auch künstlerischem Anspruch nahezu gleichgeschaltet ist, weil „der Kunde“ es angeblich so braucht. Was in meiner Wahrnehmung heißt das der Kunde gerne betrogen werden möchte.

Offensichtlich bin ich, sowohl schreibenderweise als auch meinungsmäßig, ein Nischenprodukt.😉

Damit ist klar, wer für mich zum jetzigen Zeitpunkt die Zielgruppe ist. Problem ist dabei, dass diese Zielgruppe keine aufdringliche Werbung mag, und sich üblicherweise auch nicht auf die Suche nach unaufdringlicher Werbung macht. Ein interessantes Dilemma.

Es gibt aus meiner Sicht nur einen Weg, da herauszukommen: Weitersagen. Ich kenne einen, der einen kennt. Die angebliche Stärke der sozialen Medien.

Leicht gesagt, schwer getan. Sich anzugewöhnen, Dinge, die man selbst für interessant hält, weiterzuerzählen – neudeutsch zu teilen – ist zumindest dem Deutschen nicht in die Wiege gelegt. Mir jedenfalls nicht. Wer etwas teilt, teilt dem Rest der Welt schließlich mit, dass er den Beitrag oder das Produkt für erwähnenswert hält. Was, wenn ich mich geirrt haben sollte? Da erscheint man schnell in einem falschen Bild oder wird angreifbar, egal ob berechtigt oder nicht. Daher lieber nur mitlesen.

Bad News are Good News. Es ist so viel leichter, zu zeigen, wogegen man ist. Oder so zu tun, als ob man dafür sei, solange die Veranstaltung nicht vor der eigenen Haustüre stattfindet.

Sich, wie im Absatz darüber, nur zu beklagen, schlägt in dieselbe Kerbe und ist somit nicht hilfreich. Besser ist es, konkret zu sagen, für welchen positiven Aspekt des Lebens man eintritt, und warum. Auch das ist Werbung.

Warum sollte dann die Werbung für eine dystopische Saga etwas positives sein? Dystopien haben nicht den Ruf von positiver Belletristik.😉 Stimmt. Dystopien stellen, wie auch oft andere Science Fiction, die Extrapolation bereits vorhandener technischer und gesellschaftlicher Tatsachen dar. Es sind Modelle, wie sich eine reale Welt entwickeln kann (nicht zwangläufig wird), wenn diese Aspekte in dem Maße tragend sind wie gezeigt und erzählt. Oft reicht eine einfache Sprache, um Dinge, die gerne verdrängt werden, klar zu machen.

Ein gutes Beispiel ist, meiner Meinung nach „Der stählerne Traum“ von Norman Spinrad. Der Text der deutschen Übersetzung ist so einfach gehalten, dass ich in den meisten Schreibforen dafür wahrscheinlich heftige Kritik ernten würde. Doch gerade durch seine Einfachheit, einer Sprache auf Stammtischniveau, entlarvt er die Gedankenmodelle einer Politik, die für komplexe Probleme einfache Lösungen anbietet. Norman Spinrad hat das so gut gemacht, dass dieses Buch sogar schon wegen angeblicher Nazi-Verherrlichung auf dem Index stand.

Ich schätze Nischenliteratur, die zeigt, was in der 99 Cent Pizza tatsächlich drin ist.

 

Finale. Zurück zum Marketing.

Wer sind meine Leser? Alle zwischen 16 und 99+ mit aktivem Kopfkino, die gern Science Fiction oder Urban Fantasy lesen.

Marketing? Wegen überschaubarem Budget in den sozialen Netzen. Ohne Holzhammer. Niemand muss meine Geschichten gelesen haben. Ich freue mich über jeden, der es tut. Und ich freue mich über jeden, der weitererzählt, dass ich Bücher schreibe. Oder schlicht meinen Beitrag teilt, damit ihn auch andere lesen können.

So. Nach dem Text kommt nun, wie angedroht, der Werbeblock.

©Ryek Darkener 2016

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Am Ende werden alle Rechnungen bezahlt.

Ulm, im Jahre 500 nach dem Letzten Krieg. Zehntausend Menschen leben in der aufstrebenden Stadt, die baulich vom gebrochenen Münster dominiert wird, an dessen Spitze sich der Ewige Knoten befindet, dem Symbol der neuen Verwaltungsreligion. Der Süd-Hafen sorgt für regen Warenaustausch mit den wenigen verbliebenen Städten an der Donau. Der Weg in den Norden ist mühsam und gefährlich, denn der schiffbare Albtunnel ist seit dem Letzten Krieg geschlossen.
Das soll nun anders werden. Kaija Neran, Tochter des verstorbenen Entdeckers des Schlüssels zum Tunnel, kehrt zurück und wird aufgefordert, ihr Erbe anzutreten. Sowie ihre Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber einzulösen. Kaija ist der Spielball in einer Auseinandersetzung, die die Welt verändern wird.
E-Book ISBN: 978-3-8476-7720-8
Erhältlich zum Beispiel bei Amazon oder Weltbild. Das gedruckte Buch gibt es, solange der Vorrat reicht, nur hier.

Fiat L(in)ux! – die Fünfte

©Permission to use and/or modify this image is granted provided you acknowledge me lewing@isc.tamu.edu and The GIMP if someone asks.

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Hallo!

Ich dachte mir, ich poste einmal ein Beweisfoto, dass ich tatsächlich mit Ubuntu arbeite. Ich predige nicht nur Champagner. Nein, ich trinke ihn auch.😉 Auf dem Bild ist mein Schreib-Arbeitsplatz zu sehen. Gemütlichkeit ist nicht das Thema. Ich habe festgestellt, dass, je mehr interessante Sachen sich in Reichweite befinden, desto größer die Gefahr der Ablenkung ist.

©Ryek Darkener 2016

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Die Icons sind selbsterklärend, man gewöhnt sich schnell daran, dass die Leiste links ist:

  • Scrivener
  • Installierte Programme
  • Thunderbird
  • Dateiverwaltung
  • KeePassX
  • Firefox
  • Systemupdate
  • Chromium Browser
  • Calibre
  • Freeplane
  • Firewall
  • Stellarium
  • 3 Dateisysteme (davon 1 USB)
  • Papierkorb

Papyrus Autor ist im Vordergrund, mit diversen geöffneten Dateien, was ganz problemlos mit WINE läuft – ich hoffe auf eine native Version. Und dass die Entwickler von Scrivener den UNIX-Zweig ebenfalls pflegen.

Wie man an Tastatur, Mauspad und Maus unschwer erkennen kann, habe ich auch andere als Schreibprogramme installiert.😉

Autorenporträt: Sabine Joey Schäfers

Ihr Lieben! Nachdem wir letzte Woche eine überwältigende Diskussion darüber hatten, was wir Autoren für Buchblogger tun können, um mit unseren alternativen Perlen der Nischenliteratur auch gefunden zu werden, und so viele Buchblogger uns mit ihren Ideen so hilfreich zur Seite standen, ist es jetzt so weit. Ich habe die… Weiter? Yäp!

über Autorenporträt Sookie Hell: Grips-Lit – ein Genre kommt zur Welt — Beziehungsstatus-Romane

Inspektor Mops – Dialogfragment

Ryek_2016

Ein Dialogfragment aus dem Text, an dem ich gerade arbeite. Wer sucht, der findet mehr in der Historie des Blogs.😉

„Sind wir jetzt tot?“, fragte Leonie.
Mops brach in Lachen aus und stützte sich auf die Sense.
„Was ist daran so komisch?“, fauchte Leonie.
Mops grinste breit. „Den Tag muss ich mir im Kalender anstreichen. Ich hätte nie erwartet, dass du so eine Frage im Ernst stellst, nachdem der Kerl uns offensichtlich abserviert hat.“
„Offensichtlich? Du meinst wohl eher scheinbar.“
„Anscheinend ist unsere Geschichte noch nicht zu Ende.“
Leonie trat Mops gegen das Schienbein.
„Aua!“
„Sind sie fertig mit dem Liebesspiel?“, fragte der Schreiber.
Leonie gluckste. „Entschuldigung. Ich bin zum ersten Mal tot. Soweit ich mich erinnern kann.“