Schreibwerkzeuge: Scrivener

Jetzt kommen wir zu den Programmen, die ich aktuell verwende. Habe ich schon erwähnt, dass ich ein Tool-Junkie bin? Ich probiere gern Neues aus, und ich verwende oft die Funktionalitäten aus verschiedenen Programmen im Sinne eines Workflow.
Das Programm, was bei meinen Schreib-Aktivitäten am zweithäufigsten zum Einsatz kommt, heißt Scrivener. Scrivener ist ein Werkzeugkasten für Autoren, szenenbasiert, mit jeder Menge Möglichkeiten. Bisher bin ich da kaum über das Anfänger-Level hinausgekommen. Da es mehr als genug gute Artikel zu Scrivener gibt, hier in Stichworten, was mir gefällt:

– Die einfache und übersichtliche Kapitel- und Szenenstrukturierung (haben auch andere Programme)
– Die leichte Bedienung für die Anlage von Notizen, Meta-Daten, Auswahl von Szenen für eine Ausgabe in verschiedenen Formaten
– Die Snapshot-Funktion (sichert den aktuellen Stand)

Und dann gibt es noch eine Funktion, die mir besonders gefällt: Die Möglichkeit, Recherchedaten zu sammeln und sie innerhalb des Programms selbst angezeigt zu bekommen. Webseiten können direkt in PDF konvertiert und zu den Recherchedokumenten hinzugefügt werden. Es ist wahrscheinlich Geschmacksache, aber einen Webbrowser in einem Schreibprogramm würde ich für technischen Overkill halten, und auch da wäre mir daran gelegen, die Webseiten selbst zu speichern und nicht nur die Verweise darauf oder einen Text.

Die Oberfläche ist sehr aufgeräumt, was auf den ersten Blick über die tatsächliche Leistungsfähigkeit hinwegtäuscht. Scrivener ist ein professionelles Schreibprogramm.
Es gibt ein sehr gutes integriertes Handbuch (in Englisch), welches man unbedingt durcharbeiten sollte.

Für den Weg vom Plot zu den Szenen und ersten Textentwürfen meines zweiten Teils meines Dystopieprojektes habe ich viel mit Scrivener gearbeitet. Womit ich mich schwer getan habe, war das Einfügen von Texten, bei denen die Formatierung nicht ganz gepasst hat. Scrivener ist zwar in der Lage, fast alles zu schlucken, es dann aber wieder in eine gescheite Form zu bringen erfordert eine tiefere Beschäftigung mit Programm-Funktionalitäten, für die ich mir nicht die Zeit genommen habe.

Fazit: Für mich ideal zum Drauflosschreiben mit Struktur und Recherche. Der Einstieg ist einfach, vieles selbsterklärend, aber für die Nutzung der vollen Funktionalität muss man sich Zeit nehmen.

Scrivener lässt sich zum Testen kostenlos herunterladen und ist preislich sehr attraktiv für ein Programm mit diesem Funktionsumfang. Es gibt eine WIN- und eine Mac-Version. Sowie eine Testversion für Linux, von der ich hoffe, dass sie weiter gepflegt wird.

Hier noch ein Screenshot:

 

Scrivener

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3 Kommentare zu “Schreibwerkzeuge: Scrivener

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