Schreibwerkzeuge: Papyrus Autor

… and the winner is: Papyrus Autor.

– Made in Germany
– Designed from Writers for Writers

Uuups! Also noch mal:

– Hergestellt in Deutschland
– Entwickelt von Autoren für Autoren unter permanenter Beteiligung von Autoren.
– Mit aktueller deutscher Rechtschreibprüfung (Duden Korrektor), neue und alte Rechtschreibung.
– Mit Stilanalyse und Hinweisen, wie man es besser machen könnte – wohlgemerkt Hinweise. Immerhin entsprechen diese dem Verfahren, das Andreas Eschbach für die Überarbeitung seiner eigenen Texte verwendet. Dass beim Einschalten der Vollanalyse die meisten Worte markiert sind, damit musste ich allerdings erst einmal klarkommen. 🙂

Papyrus merkt man an, dass es aus dem Layoutbereich kommt. Es gibt eine riesige Menge an Möglichkeiten, seinen Text über das Inhaltliche hinaus zu gestalten. Wer dieses Programm vollumfänglich nutzen will, dem steht einiges an Einarbeitung ins Haus. Auf der anderen Seite gibt es eine sehr gut strukturierte Bedienungsanleitung, die fast keine Fragen offen lässt. Es ist der Komplexität des Programms geschuldet, das auch die Bedienungsanleitung stellenweise Kopfarbeit des Anwenders verlangt.
Die Basisfunktionen sind sehr leicht zu erlernen. Papyrus bietet mehr als eine Möglichkeit, seinen Text zu strukturieren. Hinzu kommt in der aktuellen Version eine Timeline-Funktionalität, mit der der Autor jede seiner Szenen mit einem Zeitstempel und der Dauer der Szene versehen kann. Das Ganze lässt sich dann in Diagrammform ansehen, und das Diagramm ist mit dem Text verlinkt. Papyrus besitzt eine eigene Datenbank, in der bereits Tabellen für zum Beispiel die Personen vorbereitet sind. Alles lässt sich den eigenen Ansprüchen nach erweitern oder umbauen, abgesehen vom Quelltext natürlich.

Ich habe mich zuerst schwer getan, das Programm käuflich zu erwerben, obwohl ich von der voll funktionsfähigen Testversion von Anfang an überzeugt war. Der Preis ist, auf den ersten Blick, recht hoch. Wenn man allerdings zur Kenntnis nimmt, dass hier ein kleines Team für eine sehr spezielle Klientel ein Programm zur Verfügung stellt und weiterentwickelt, dann relativiert sich das schnell. Microsoft Office müsste im direkten Vergleich der Nutzeranzahlen preislich wahrscheinlich im Centbereich liegen.
Man kann es auch so sehen: Wir Autoren leisten uns ein Programmierteam, das fast alle unsere Wünsche erfüllt. Und so wie alle Profis wollen auch die Papyrus-Macher von ihrer Arbeit leben können. Ich persönlich halte den Preis für angemessen. Wem er zu hoch ist, der möge bitte fair genug sein, Papyrus auch nicht zu nutzen. Nein, ich bekomme kein Geld dafür, dass ich hier werbe. Und aus meinen vorausgehenden Beiträgen ist ersichtlich, dass es Alternativen gibt, die, jede für sich, ihre Stärken und ihre Schwächen haben.

Apropos Fairness: Papyrus darf mit einer Lizenz auf mehreren Rechnern, auch wenn sie verschiedene Betriebssysteme haben, gleichzeitig installiert werden, solange nur eine Person gleichzeitig mit derselben Lizenz arbeitet. So ist es zum Beispiel möglich, seine Texte über Cloud-Anbieter zwischen stationären und mobilen Geräten zu synchronisieren.

Papyrus läuft unter WIN und Mac sowie Linux (derzeit allerdings nur zusammen mit WINE, was sich hoffentlich mit einer der nächsten Versionen ändern wird).

Dieser Text wurde mit Papyrus geschrieben und dem eingebauten Duden-Korrektor korrigiert (der sehr gut, aber nicht unfehlbar ist). Die Stilanalyse war ausgeschaltet. 😉

Hier ein Screenshot:

Papyrus Autor

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