Schreiben: Aufpolieren

Ryek mystSo! Es ist geschafft. Der erste Teil meiner dystopischen Saga ‚aus der Welt nach dem Letzten Krieg‘ ist fertig aufpoliert. Am Text habe ich nicht mehr viel geändert. O.k., es finden sich immer wieder ein paar Dinge, die man hätte besser machen können. Aber wenn man sich zu sehr darauf einlässt, dann schreibt man seinen Roman irgendwann komplett neu. Der Stand, den der Text jetzt hat, ist der bestmögliche, den ich ohne professionelles Lektorat erreichen kann. Da er meinen bisherigen Lesern gefallen hat, darf ich wohl auch selbst damit zufrieden sein.
Hauptaugenmerk waren dieses mal eine gefälligere optische Gestaltung von Text und Cover. Dabei habe ich gewissermaßen im Selbstversuch das herausgefunden, was allgemein bekannt ist: Der Text, aus dem ein E-Book wird, ist anders formatiert als der Text, aus dem ein Buch gedruckt wird. Insbesondere Überschriften und Seitenumbrüche sind, zumindest für den unbedarften Anwender, wie ich einer bin, nicht einfach dahin zu bekommen, wo man sie haben will. Seitenumbruch macht beim E-Book nicht so viel Sinn, aber eine Überschrift sollte nicht direkt an den Text geklebt sein. Leider ist die automatische Formatierung der SP-Plattformen wohl überwiegend anderer Meinung. Da hilft nur ausprobieren beim hochzuladenden Dokument. Oder ein gutes Buch von den Leuten lesen, die sich damit wirklich auskennen. Für meinen Zweck hat ausprobieren ausgereicht. Ich habe gefunden, was ich gesucht habe. Das Ergebnis mag zwar nicht perfekt sein, aber es ist brauchbarer als die Vorversion – schließlich bin ich Schriftsteller und nicht Setzer. 🙂
Das Cover hat ebenfalls eine Aktualisierung bekommen. Hier war die Motivation, dass ich das Cover für den bald erscheinenden zweiten Teil (Arbeitstitel: Die unsichtbare Stadt) ziemlich anders gestaltet habe. Im Laufe von zwei Jahren lernt man dazu, aber dennoch sehe ich mir immer intensiver die Produkte von denen an, die das mit der Covergestaltung drauf haben. Ein gutes Cover verkauft ein Buch besser als ein weniger gutes. Dazu ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Als ich das letzte mal in einer Buchhandlung war, habe ich die Auslagen nach folgenden Dingen durchforstet: Name des Autors und Titel des Buches – dachte ich. Das Buch, was ich am längsten in der Hand hatte, war das mit dem für mich interessantesten Cover. Selbst bei den Verlagsbüchern findet sich kaum eines, was, meiner bescheidenen Meinung nach, sowohl originell ist als auch zum Thema des Buches passt. Da werden wahrscheinlich auch Kosten gespart, was eigentlich nur bei Indies akzeptabel ist. Wie auch immer, der zweite Blick galt dem Titel und der dritte dem Autor. Danach habe ich mir den Klappentext angesehen. Das Buch ist nun auf meiner Wunschliste.

Wer den Herstellungsprozess eines Buches auch aus Interesse selbst in die Hand nimmt, gewinnt ein gutes Verständnis dafür, wie viel Expertise aus verschiedensten Bereichen notwendig ist, bevor ein Buch, sei es E oder Papier, wirklich rund ist. Der wichtigste Teil ist und bleibt, bisher, der Göttin sei Dank, derjenige, welcher für das Kopfkino zuständig ist. Der Text. Aber in einer Welt, die immer multimedialer wird, die Aufmerksamkeitsspannen immer kürzer und die Schnitte immer schneller werden, ist die Verpackung etwas, was der Kunde als wesentlichen Teil des Produktes wahrnimmt. Hand aufs Herz: Wir haben alle schon einmal etwas Unbekanntes gekauft, was eine super Verpackung hatte, und uns nachher über den Inhalt schwarz geärgert. Wie oft haben wir, im Verhältnis, etwas gekauft, was weniger gut verpackt, aber inhaltlich überzeugend war?

Nähere Infos kommen rechtzeitig hier auf dieser Seite. Die Posts sind, wie üblich, auch über meine Facebook-Seite erreichbar. Ich freue mich über Anfragen von Bloggern, die mit E-Books und Indies keine Berührungsängste haben.
(… und ich würde mich sehr darüber freuen, wenn jemand das alles weitererzählt …)

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