Jan

„Marek meinte, das Schiff hätte so lange unberührt im Technikhangar gestanden, weil es keine wirtschaftliche Verwendung dafür gegeben hat“, sagte Jan.
„Ich hätte es beim Bau des Koblenzer Walles und des Eifeltores eingesetzt“, gab Imara zurück.
Jelena zuckte mit den Schultern und gab keine Antwort.
„Jedenfalls war es da, als es wirklich gebraucht wurde“, stellte Jan fest.
„Genau“, bestätigte Imara. „Da die Göttin keinen Zufall kennt, muss es einen Grund dafür geben.“
„Sind tausendfünfhundert gerettete Menschen nicht Grund genug?“, fragte Jan.
„Im Verhältnis wozu?“, war Imaras Gegenfrage.
„Entschuldige. Ich vergaß, wer dein Gehalt bezahlt.“
„Willst du mich herausfordern?“
Jan schüttelte den Kopf. „Wer? Ich? Ich bin hier nur auf Bewährung, dank deiner Großzügigkeit. Und dienstverpflichtet. Dem habe ich zugestimmt. Erwartest du, dass ich das Denken einstelle, Inquisitorin?“
„Ich erwarte, dass du damit anfängst.“
Jan zog sich die Winterjacke, die er gerade ablegen wollte, wieder an. „Ich habe da ein seltsames Knarren am Bug gehört. Entschuldigt mich.“ Er stapfte hinaus und ließ die Tür offen.
„Jan!“, rief Jelena ihm hinterher. Vergeblich. Sie schloss die Tür und kam zurück zur Steuerkonsole.
„Ist er immer so?“, wollte Imara wissen.
Jelena unterdrückte ein Grinsen. „Nur, wenn er sich nicht ernstgenommen fühlt.“
„Aha.“

(Die unsichtbare Stadt (AT))

… work in progress …

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s