Die unsichtbare Stadt (AT) – work in progress

Der Schrei begleitete Kaija, während sie durch die Schwärze fiel. Er brauchte keinen Atem, und er hörte nicht auf. Er umkreiste sie, war einmal laut und ein anderes mal ein Flüstern in der Ferne. Sie wollte sich die Ohren zuhalten, doch ihre Hände waren schwer wie Blei. Nur der Schrei war da. Nach einer unendlichen Zeit begriff sie, dass sie, solange sie den Schrei hörte, lebte. Irgendwie. Irgendwo. Irgendwann. Der Schrei lachte, als er auf die archaische Erinnerung stieß.
‚Nicht in diesem Leben‘, dachte Kaija beiläufig. ‚Nicht in diesem Leben.‘
Der Schrei verklang, ein grelles Licht stach wie ein Messer in ihre Augen.
„Wir verlieren sie!“
„Verdammt, Kaija! Tu mir das nicht an!“

Ihr Bewusstsein kehrte zurück. Sie saß gefangen in ihrem Kopf, sah Schemen durch die weit aufgerissenen Augen Dinge tun, die sie nicht verstand. Dinge, die ihr Schmerzen zufügten.

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