Business as usual

Ryek mystBusiness as usual (BAU) – the normal execution of standard functional operations within an organization.
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

 

In der reservierten Suite angekommen kontaktierte er den HCS4A Agenten über sein Pad.

„Ja?“

„Ryek hier. Ich reise ab.“

„Wieso? Ist etwas nicht in Ordnung mit dem Zimmer?“

„Es ist zu klein für mich und die ganzen Geräte, die hier installiert sind. Ich bin allergisch gegen Elektrosmog.“

Der Agent zeigte keine Schuldgefühle, gestand Ryek aber diesen Sieg zu.

„Ok. Ich kümmere mich. Gib mir 5 Minuten.“

Ryek beendete die Verbindung und behielt sein Pad im Auge.

Aus dem Bad kam ein leises, helles Lachen. Die Tür öffnete sich langsam.

Ryek hatte Mühe, seine Überraschung zu verbergen. Die Frau aus dem Café. Im Dienste von HCS4A?

Die Kleidung war jetzt nicht mehr Business, sondern eher etwas für den späteren Abend.

„Elektrosmog! Ich fasse es nicht!“ Sie musste an sich halten, um nicht erneut zu lachen. „Ich könnte meinen Kommunikator mit den Streufeldern deiner Aufrüstung aufladen.“

Ryek lächelte. „Aha. Ich nehme an, dass du den nicht-elektronischen Teil der Überwachung übernehmen sollst?“

„So ist es. Etwas dagegen?“ Sie kam zielstrebig auf ihn zu und umarmte ihn.

Ryek erwiderte die Umarmung. „Wir werden sehen.“

Das Pad summte leise, und die Frau verlor das Bewusstsein. Ryek legte Sie vorsichtig auf dem Bett ab und deckte sie zu.

„Was hab ich nur das die Frauen mir dauernd zu Füßen liegen.“

Er durchsuchte ihre Handtasche, die sich neben dem Bett befand, ohne besonderes Ergebnis. Es gab die Dinge, die man in Handtaschen findet, aber keine weiteren verwertbaren Informationen, ihr Pad war verschlüsselt. Genau genommen sah der Inhalt sehr unpersönlich aus. Viele exklusive Dinge, Kosmetika, Schmuck, aber nichts was zu teuer war oder hätte wertvoll sein können. Diese Frau war ein Profi wie er, aber für wen arbeitete sie? Er aktivierte erneut sein Pad und verschickte einige verschlüsselte Nachrichten an seine Corp. Nachdem er sich zum Schlafen fertiggemacht hatte, legte er sich, in die andere Decke gehüllt, neben die Frau. Mit erheblichem Bedauern über eine verpasste Gelegenheit, wie er sich selbst gegenüber zugab.

 

Um 03:10 summte Ryeks Pad. Er stellte den Alarm ab, stand auf, ging zur Tür und öffnete sie. Draußen standen zwei Frauen und ein Mann in Hotelkleidung. Eine der Frauen machte eine knappe Geste, und Ryek trat zu Seite. Das Team sammelte den „Exotic Dancer“ samt Zubehör ein und packte alles in einen Wäschewagen. Ryek und das Team mussten grinsen, trotz der Lebensgefahr in der sie alle sich befanden. Die Situation war einfach klassisch!

Er schloss die Tür wieder und legte sich schlafen.

 

Am Morgen, nach Frühstück und Sichten des Angebotes, traf sich Ryek mit dem Agenten.

„Und? War alles zu deiner Zufriedenheit?“, fragte der Agent mit dem vergeblichen Versuch, unbeteiligt auszusehen.

Ryek lächelte schief. „Ich bin ein lausiger Liebhaber. Sie ist eingeschlafen, bevor wir weit gekommen sind. Als ich heute Morgen aufwachte, war sie weg. Zumindest hat sie nichts       mitgehen lassen. Sie war nett. Kannst du noch ein Treffen arrangieren, wenn der Auftrag abgeschlossen ist, als Bonus gewissermaßen?“

Der Agent zögerte. „Ich werde sehen, was ich für dich tun kann. Soll das heißen, du nimmst den Auftrag an?“

„Ja. Diese Prämie kann ich nicht ignorieren. Ich bin dabei.“

„Eine gute Entscheidung. Und eine profitable.“ Barad entspannte sich etwas. „Würdest du mir bitte den Frachtraum deines Schiffes freigeben, damit ich mich um die Beladung kümmern kann?“

„Kein Problem.“

Ryek rief auf seinem Pad die Daten ab und markierte einen Bereich. Er schob Barad das Pad hin, und Barad drückte seinen Daumen auf das dargestellte Sensorfeld. Ryek nickte beifällig, als er die öffentlich zugänglichen Qualifizierungen Barads las. Sie waren mehr als ausreichend für diese Tätigkeit: Ausgewiesener Experte für Handel und Transport, er hätte das Schiff auch alleine fliegen können. Ryek hatte das sichere Gefühl, das er nicht alle Zertifikate angezeigt bekam. Die dargestellten militärischen Zertifikate endeten alle dort, wo es interessant wurde. Barad nahm das Interesse mit einem kleinen Lächeln zur Kenntnis. „Man tut, was man kann. Oder muss.“

 

(Fortsetzung folgt)

 

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