Business as usual

Ryek mystBusiness as usual (BAU) – the normal execution of standard functional operations within an organization.
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

 

„Der gemütliche Teil wäre damit wohl vorbei“, meldete Ryek sich mit der Computerstimme bei Barad.

„Sieht so aus.“

„Du hättest ja auch eine Pilotin engagieren können.“

„Ha. Ha.“

„Die Rettungskapsel befindet sich hinter der roten Tür. Bitte verlasse die Brücke nicht ohne Freigabe, du weist ja, Unfallgefahr und so.“

Barad bestätigte. „Ich werde meine Fracht und das Universum im Auge behalten.“

Die Sensoren über die Ryek / das Schiff verfügten, zeigten Barad und seine biologischen Daten. Für jemanden, der sich in Lebensgefahr befand, war er einfach zu ruhig. Aber Gedanken lesen konnte kein bisher bekanntes Gerät. Ryek machte sich eine Notiz. Der Vorteil vom Steuerkapseln ist es, das die Gefühle im Körper zurückbleiben.

Am Sprungtor angekommen erbat Ryek die Freigabe und das Schiff tauchte einen unmessbaren Moment später im Zielsystem auf. Der nächste Teil des Fluges war Routine. Warp to Zero Distance zum Sprungtor. Sprung. Warp to Zero. Und so weiter.

Ryek sah sich unterwegs die Messdaten der Container an. Standardatmosphäre, Standarddruck und Temperatur bei den meisten. Bei einigen schienen die Sensoren ausgefallen zu sein, außerdem verbrauchten sie mehr Energie als die anderen. Das war nicht ungewöhnlich, es wurden wie überall Kosten optimiert, auch bei der Wartung. Und im Laderaum der Frachter nahm man üblicherweise aus Bequemlichkeit die Atmosphäre der Station mit. Ryek aktivierte einige Statistikfunktionen. Vielleicht ergaben die Trends ja mehr Informationen. Einen versiegelten Container einfach zu öffnen hätte einen Vertragsbruch dargestellt.

Er nahm wieder Kontakt mit Barad auf.

„Wir verlassen bald die sicheren Systeme. Wie geht es weiter?“

„Was meinst du damit?“

„Wir sind in einem sicheren System beinahe abgeschossen worden. Mein Vorrat an Überraschungen für Piraten und meine Ressourcen sind nicht unbegrenzt. Irgendjemand hat eine Menge Geld lockergemacht, um diese Reise zu vereiteln. Ich glaube nicht, dass der schon am Start aufgegeben hat. Was ist also der Plan? Ich bin schließlich nur der Fracht-Jockey.“

Barad kam zu einer Entscheidung. „Ich werde keine eigenen oder fremden Leute mit dazunehmen. Die Gefahr verraten zu werden ist zu groß. Ich werde deine Möglichkeiten nutzen. Wir analysieren unseren Kurs von Sprung zu Sprung. Bewegungen im nächsten System, Informationen über kriegerische Handlungen und so weiter. Wenn es gut aussieht, fliegen wir weiter. Dort wo wir hinwollen, haben die Piraten das Sagen. Mit Ausnahme der von denen zerstörten Schiffe ist es meist ruhig. Wie gesagt, ich habe da eine Vereinbarung getroffen.“

Ryek bewertete Barads Vorschlag und vermerkte das elektronische Äquivalent zu einem Nicken.

„Ist ja auch deine Beerdigung.“

Sie flogen weiter.

 

***

 

Irgendetwas zerrte im Hintergrund an seinen Gedanken. Wieso dachte er jetzt an die Agentin, die er ‚verschickt‘ hatte? Er schüttelte virtuell den Kopf. Heute schon verfolgt worden? Ryek war sich nicht sicher.

„Da wir gerade unter uns sind und du mir wohl kaum unterstellen wirst, dass ich in dein Geschäft einsteige: Was ist eigentlich der Trick, mit dem HCS4A die Kredits macht? HR Management ist doch eine Amarr Domäne.“

Barad presste die Lippen zusammen. Dann antwortete er, sichtlich unwillig.

„Ich will versuchen es mit einfachen Worten zu umschreiben. Das von uns erforschte Universum ist, bezogen auf die Anzahl der hier lebenden Menschen, leer. Das gilt auch für das Empire. Allerdings haben Menschen häufig die Eigenschaft, sich dorthin zu begeben, wo schon zu viele sind. Hier beginnt das Problem, das gleichzeitig ein anderes schafft: An anderer Stelle fehlen diese Menschen. Da es die Regierungen und auch die Corps nicht schaffen, das auszugleichen, gibt es immer Bedarf an den Dienstleistungen, die wir anbieten. Wir gehen einfach ein wenig aggressiver vor, im Rahmen dessen, was die lokalen Behörden uns erlauben. Wir verstärken die Bereitschaft der Überflüssigen, dorthin zu gehen, wo sie benötigt werden. Wir sorgen dafür, dass es einen Abnehmer gibt. Genau genommen kanalisieren wir die Bequemlichkeit.“

„Sei mir nicht böse, aber so ähnlich habe ich auch schon die Amarr argumentieren gehört.“

Barad lachte auf. „Im weitesten Sinne sind die auch unsere größten Konkurrenten. Was mir als Minmatar sehr entgegenkommt. Du würdest dich wundern wie nahe …“

Zwei Jäger kamen aus dem Feld des Sprungtores und rasten auf die Orca zu.

„Jetzt beginnt der interessante Teil der Reise!“

(Fortsetzung folgt)

 

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