Business as usual

Ryek mystBusiness as usual (BAU) – the normal execution of standard functional operations within an organization.
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

Als Ryek den Sicherheitsbereich verließ, sprach sein Kommunikator an.

„Barad hier. Ich versuche jetzt schon seit einer halben Stunde, dich zu erreichen. Wie –“

Ryek schnitt ihm das Wort ab. „Wie steht es um die Ladung?“

„Ich arbeite dran, aber mit dem Werkzeug hier und den Schäden am Schiff wird das noch dauern. Kannst du mich unterstützen?“

„Nein. Wir bekommen bald Besuch und Feuerwerk.“

„Dann sollten wir die gastliche Stätte vielleicht schnell verlassen? Hier gibt es eine Menge anderer Hangars.“

„Mag sein. Sie sind leer.“

Barad fluchte. Ryek unterbrach ihn erneut.

„Kümmere dich weiter um die Ladung. Ich versuche, den Rest zusammen mit der Stationskommandantin zu regeln.“

„Und wie?“

„Lass dich überraschen“, schnappte Ryek.

An der Schleuse angekommen, bestieg er eine Transportplattform und flog zum hinteren Ladebereich des Frachters.

„Hey, willst du mich jetzt im Stich lassen oder was?“

„Vertrag ist Vertrag. Da zählt nicht, was ich will. Deshalb siehst du jetzt zu, dass die Ladung in die Station kommt!“

Barad gab auf. „Na gut! Aber nachher haben wir einiges zu besprechen.“

„Das sehe ich auch so.“

Ryek schaltete die Kom ab und ließ sich von einer Transportplattform zum Frachter-Hangar bringen. Die Orca war an dieser Stelle noch unversehrt genug, dass er zu Fuß zum Kreuzer gehen konnte, der hier verankert war. Ein Technikmonster, mit überschweren Laserkanonen, einigen Drohnen sowie Tarnvorrichtung und einer Panzerung, die auch einem Schlachtschiff lange genug standhalten konnten, um es zu besiegen. Alles daran war ausschließlich darauf ausgerichtet, auf der anderen Seite maximalen Schaden zu verursachen. Er hoffte, dass die Stationsgeschütze lange genug durchhalten würden, um ihn zu decken.

 

Er stieg in die Steuerkapsel und dockte den Kreuzer vom Frachter ab. Ryek ließ das Schiff ohne Energie treiben, um die Signatur klein zu halten, bis er weit genug von der Station weg war, um die Tarnung zu aktivieren. Jetzt hieß es Warten.

Der Empfänger des Schiffes aktivierte.

„Hier ist die Feuerleitzentrale. Schickes Schiffchen. Wen hast du dafür alles umbringen müssen?“

Ryek produzierte ein elektronisches Lachen. „Das willst du nicht wirklich wissen, oder?“

„Nein, will ich nicht. Pass auf. Ich übermittle dir jetzt die Codes. Und ich schalte dir den Funkverkehr mit der Flotte zum Mithören.“

„Danke.“

„Barad versorgt seine Container. Ich behalte ihn im Auge. Wenn er versucht, den Frachtbereich zu verlassen, ist er tot.“

„Ihr müsst euch wirklich innig lieben.“

„Ja, das tun wir. Und das Beste daran: Er weiß es nicht.“

Ryek vermerkte, dass sein Körper erschauerte.

„Sie kommen. 4 Schlachtschiffe, 4 Jäger, 6 Kreuzer. Die Sklavenjäger haben es uns etwas einfacher gemacht. Gute Jagd.“

 

Ryek nahm Kurs, um in einer weiten Schleife hinter die Jäger zu kommen, welche in Formation hinter dem Konvoi flogen. Seine Sensoren zeigten, dass die Stations-ECM die Zielerfassung der Schiffe störte. Gut. Sie waren also abgelenkt.

Der Flottenkommandant beschwerte sich bei der Station über den feindlichen Empfang. Die Stationskommandantin wies auf Probleme mit dem System hin und das die Automatik der Meinung war, das Feinde anflögen. Der Kommandant solle gefälligst die Schilde deaktivieren, damit sie den Fehler beheben könne.

 

Die Kreuzer wurden von den Stationsgeschützen getroffen, was deren Schilden einen beträchtlichen Schaden zufügte. Eine weitere Salve würden diese nicht überstehen. Ryek hatte seine Position hinter den Jägern erreicht und richtete seine Geschütze ohne Automatik auf das erste Ziel aus. Bei gleichem Flugvektor kann man nicht danebenschießen.

Die zweite Salve der Station durchschlug die Schilde und einen Teil der Schiffspanzerungen der Kreuzer. Ryek deaktivierte die Tarnung, und das konzentrierte Laserfeuer verwandelte den ersten Jäger in Sekunden zu glühendem Schrott. Bevor sich die Piraten von ihrem Schreck erholt hatten, war das zweite Schiff zerstört. Die beiden anderen Jäger drehten auf ihn zu, aber es war zu spät für sie. Nach einer Minute waren auch sie nicht mehr vorhanden.

In der Zwischenzeit hatten sich die Stationsgeschütze auf die Schlachtschiffe eingeschossen. Und Ryek hatte zuerst genug damit zu tun, sich von der Flotte abzusetzen und die Drohnen zu zerstören, die ihn umkreisten. Eigene gegen fremde Drohnen, ECM, Webben, Scramblen, das ganze Programm. Ein zäher Kampf, der das Schiff aufs äußerste beanspruchte. Die Schlachtschiffe eröffneten mittlerweile mit großen Projektilwaffen und Torpedos das Feuer auf die Stationsgeschütze.

Nach und nach vielen die Stationsgeschütze aus. Das erste Schlachtschiff zerbarst in einer gewaltigen Explosion. Ryek attackierte die Kreuzer, die nicht mehr viel Widerstand leisteten. Die Schlachtschiffe verlagerten den Angriff auf die Stationsschilde. Sie würden schneller durchkommen, als die verbliebenen Geschütze sie aufhalten könnten. Die Stationsgeschütze feuerten jetzt nur noch auf das Führungsschiff.

Dann eben so. Vielleicht ergeben sich ja die anderen, wenn sie keine Führung mehr haben. Ryek nahm Kurs auf das Führungsschiff und schoss mit allem, was die Waffen hergaben, Treffer und Überlastungswarnungen ignorierend.

Die Schiffstorpedos durchschlugen die Schilde und rissen riesige Löcher in die Stationspanzerung.

 

Dann ging es sehr schnell:

Aus dem Warp tauchte eine Polizeiflotte auf, die sofort auf die verbliebenen Schlachtschiffe feuerte.

Das Führungsschiff brach auseinander und verging in einer sonnenhellen Explosion, deren Wucht Ryeks Kreuzer außer Gefecht setzte.

Aus der Explosionswolke lösten sich zwei Punkte, die auf den verwundeten Feuerleitbereich der Station zurasten …

(Fortsetzung folgt)

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s