Das Feuer Gabriels

Ryek myst
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

 

Derek verließ den Pod und kam zu seinen Passagieren in den Laderaum.

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„Die Tarnung ist aktiv, wir sind auf einem Safe Spot. Ihr habt hier einen ganz schönen Wirbel veranstaltet. Kommt alle mit. Schnell!“

Romar und Tedeya nahmen Yolane zwischen sich und folgten Derek zu den Passagierkabinen.

 

Derek hatte einen Raum vorbereitet. Neben dem Bett befanden sich ein mobiler medizinischer Scanner, Spritzbesteck und diverse Flaschen für Infusionen.

„Vitoc ist im momentan im ganzen Sektor nicht zu bekommen. Irgendwer hat einen immensen Betrag lockergemacht, um den ganzen Sektor leerzukaufen. Außerdem ist jeder Händler, der nicht dorthin verkauft hat, verraten worden. Da geht ein ganz großes Spiel ab.“

Er zeigte auf eine der Infusionsflaschen.

„Dafür bekommst du ein Haus. Oder einen Schuss in den Rücken. Verrückt.“ Er schüttelte den Kopf. „Ich habe Vorrat für eine Woche. Wenn sie aufwacht.“

Er desinfizierte Yolanes Arm und brachte dann die Infusionsnadel an. Tedeya öffnete das Ventil am Schlauch.

„Das war’s. Mehr können wir im Moment nicht für sie tun“, sagte Derek.

Es war ihm anzusehen, das er gern hiergeblieben und Yolanes Hand gehalten hätte. Er riss sich aus seiner Träumerei.

„Wir müssen weiter. Ich sehe zu, das wir in Bewegung bleiben. Aus dem System heraus kommen wir jetzt sowieso nicht. Die werden jedes Schiff an den Sprungtoren anhalten und durchsuchen. Ihr könnt euch über die Schiffskommunikation mit mir in Verbindung setzen.“

Er sah Tedeya scharf an.

„Komm nicht auf die Idee, dich hier irgendwo anzuschließen. Ich mag keine anderen Leute in meinem Kopf.“

Tedeya zuckte nickte. „Cybersex ist nicht meine Ausrichtung. Nicht mehr.“

Derek gab nicht nach. „Ich weiß, dass du weit mehr drauf hast als das. Es mag uns später helfen. Aber ich will ohne Not weder meine Gefühle noch meine Geheimnisse mit dir teilen. Ich denke, du verstehst das.“

Er grinste schief. „Es sei denn, du willst Yolane erklären, das ja eigentlich nichts zwischen uns passiert ist. Bei dem Gespräch möchte ich dabei sein.“

Tedeya lachte auf. „Ok. Du hast gewonnen. Für den Moment.“

„Aye.“

Derek verließ die Kabine.

 

Romar sah Tedeya fragend an.

„Würde es dir etwas ausmachen, mir zu erklären, worüber ihr gesprochen habt?“

Tedeya verschluckte sich fast.

„Eigentlich weißt du schon alles, Brüderchen. Was macht ein Kapselpilot? Na?“

Romar sah Tedeya irritiert an. Das war Grundschulwissen.

„Er verbindet sich auf neuraler Ebene mit den Schiffssystemen, um sie effizienter steuern zu können.“

Tedeya drehte Romar den Rücken zu. „Was ist das?“

„Ein Standardanschluss für neurale Verbindungen. Na und? Den haben viele.“

„Und was passiert, nur einmal angenommen, wenn ich mir jetzt ein Interfacekabel besorge und mich hier – „, sie zeigte auf den Anschluss in der Wand, „verbinde?“

„Dann kommst du für einige Jahre in eine geschlossene Einrichtung.“

„Ja, vielleicht. Aber was passiert davor?“

„Das ist verboten und sehr gefährlich.“

„Ach! Wirklich!“ Tedeya sah Romar an, als ob er aus einem anderen Universum stammen würde. „Lernt ihr in eurer Ausbildung eigentlich nichts über das reale Leben? Glaubst du im Ernst, dass alles schön und rein ist, nur weil du dann Teil einer eine Maschine geworden bist?“

Romar wurde rot. „Nein, aber –“

„Wenn etwas möglich ist, dann gibt es immer jemanden, der es auch macht. Und dafür bezahlt. Oder sich bezahlen lässt. Und andere, die ausprobieren, was darüber hinaus möglich ist. Es ist toll, es ist cool.“

Sie seufzte, sich erinnernd. „Es ist krank, ja. Wir sollten alle froh sein, dass es für so etwas noch keine funktionierenden Automaten gibt. Ewige Erfüllung aller Wünsche. Höhepunkte bis zum Tod. Keine Möglichkeit zu entkommen. Menschen halten so etwas von Glück nur eine begrenzte Zeit durch.“

„Ich wusste nicht –“

„Sei froh!“

Sie wandten sich Yolane zu und den medizinischen Geräten, die eine Stabilisierung ihres Zustandes anzeigten.

 (Fortsetzung folgt)

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