Das Feuer Gabriels

Ryek myst
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

 

Yolane sackte zusammen.

„Das verstehe ich nicht! Die wollen mich doch loshaben, seit ich mit ihnen vor Gericht bin!“

„Eben. Was macht dich für die Amarr so plötzlich so wertvoll?“

Yolane überlegte.

„Wisst ihr was? Ich glaube nicht das es ‚die Amarr‘ sind. Es ist möglicherweise nur diese eine Person. Vielleicht ist sie auch bei den Puppenspielern, die mich, uns erpressen.“

„Klingt plausibel“, pflichtete Romar bei.

„Kinder, lasst mich zuerst bitte mit Derek sprechen!“

Tedeya sah sie besorgt an. „Schaffst du das heute noch?“

Yolane lächelte schwach. „Wenn du mich nicht weiter aufhältst, ja. Gib mir ein paar Stunden Ruhe, dann wird es gehen.“

„Wir sind ja schon weg.“

Sie drückte Yolane einen flüchtigen Kuss auf die Wange, nahm ihr Pad und verließ mit Romar die Kabine.

Auf dem Gang blieb Romar stehen.

„Was ist?“, fragte Tedeya.

„Das frage ich dich. Ich konnte keinen Ton sagen, als Mutter aufgewacht ist. Auch jetzt ist mir eher nach Weinen zumute. An dir scheint das alles ja ziemlich vorbei zu gehen.“

Tedeya zögerte einen Moment. „Meinst du? Nur weil ich nicht so emotional reagiert habe, wie du es erwartet hast?“

„Ja.“

Tedeya sah ihren Bruder kalt an. „Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, wir kämpfen hier gerade um unser Leben! Da gibt es Dinge, die dabei nur stören. Zum Beispiel Schmerzen, Mitleid. Gefühle, die dich vom Wesentlichen ablenken.“

„Und die kannst du einfach so ausschalten?“ Er schnippte mit den Fingern.

Tedeya schnippte ebenfalls. „Ich nicht. Aber eines meiner Implantate. Es blockiert die entsprechenden biologischen Funktionen. So gesehen bin ich jetzt im Zombie-Modus, fast wie ein Kapselpilot.“

Romar zuckte zurück.

„Es löscht aber nicht die Erinnerung. Frag mich also nicht, wie ich mich fühlen werde, wenn ich das Ding abschalte. Jetzt lass uns ein ruhiges Plätzchen suchen und den Mist weiter durchgehen, den ich im Med-Center mitgenommen habe. Vielleicht finden wir ja ein paar weitere interessante Namen und Orte.“

Romar nickte. „Ja. Entschuldige, das gefragt habe. Ich würde jetzt gern jemanden umbringen.“

Tedeya lächelte, als wenn sie im nächsten Moment zubeißen wollte.

„Mal sehen, was sich arrangieren lässt.“

 (Fortsetzung folgt)

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