Das Feuer Gabriels

Ryek myst
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

(…  nun ein unerwartetes Hindernis …)

Er bat Nama herein.

„Darf ich meinen Passagier vorstellen. Nama …“

Romar war aufgesprungen und machte zwei schnelle Schritte. Sein Schlag traf Nama voll und warf sie um.

„Mörder! Sklavenhalter! Euer eigenes Imperium ist nicht mehr groß genug? Jetzt müsst ihr auch noch die versklaven, die euch nicht vor tausend Jahren zum Opfer gefallen sind!“

Seine Stimme überschlug sich. Er wollte sich erneut auf sie stürzen, um einen Moment später festzustellen das Ryek seinen Blaster ihn auf ihn gerichtet hatte. Romars Augen brannten. Fast hätte er Ryek angegriffen, trotz der offensichtlichen Unterlegenheit.

Nama stöhnte schmerzvoll und stand auf. Ihre linke Gesichtshälfte war feuerrot. Sie bedachte Ryek und seine Gefangenen mit dem Blick eines Basilisken.

„Jetzt reicht es!“, stellte sie mit leiser, scharfer Stimme fest. „Seht zu, wer euer Drecks-Universum rettet! Auf mich braucht ihr nicht mehr zu zählen!“ Sie warf den Kopf in den Nacken, drehte sich um und verließ den Raum.

Ryek löste sich aus der Lähmung und warf den Blaster an die gegenüberliegende Wand. Die Waffe zerfiel in ihre Einzelteile. Er senkte den Blick, zuckte mit den Schultern und schüttelte langsam den Kopf.

Romar blieb stehen, den Tod erwartend.

„Romar …“

„Nein.“

Ryek packte Romar bei den Schultern und sah ihn offen ihn an.

„Erkläre es Nama.“

„Was?“

„Was du getan hast. Und warum. Komm mir nicht mit dem Minmatar-Scheiß über die Versklavung!“

Romar knurrte unwillig, die anderen sahen Ryek verständnislos an. Er lies Romar los.

„Nama ist der Schlüssel. Sie ist allein. So verdammt allein wie du es dir gar nicht vorstellen kannst. Sie muss verstehen, warum du das eben getan hast, und sie muss es akzeptieren. Sonst ist die Mission gescheitert. Erkläre es ihr. Entschuldige dich.“

„Nein.“

„Wir werden alle sterben, wenn du es nicht tust.“

„Wirst du uns töten?“

„Nein. Die Leute, die mich beauftragt haben. Oder die Leute, die euch erpressen. Sei nicht so naiv!“, fuhr Ryek ihn an.

Romar sah zu den anderen.

Derek nickte.

„Wir reden gleich über die Details, Ryek. Ich glaube, dass wir uns einig werden. Romar.“

„Ja.“ Widerwillig.

„Bitte. Rede mit ihr. Wir haben Gegner, denen es furchtbar egal ist ob wir Caldari, Minmatar, Gallente oder Amarr sind. Wir sind nur Figuren auf deren Schachbrett. Das müssen wir ändern. Sehr schnell.“

Romar nickte, wenn auch nicht ganz überzeugt.

„Tu es für deine Mutter“, legte Derek nach.

Romar lachte. Yolane stimmte ein. Tedeya deutete ein Nicken an.

„Das ist ja wohl der älteste Spruch des Universums.“

Ryek grinste ihn breit an.

„Ja. Und er wirkt immer noch. Oder?“

Yolanes Mund formulierte ein unhörbares ‚Bitte‘.

„Ja, gut, ihr habt mich überzeugt, dass das eben falsch war“, gab Romar widerwillig nach.

Er wandte sich zum Ausgang.

„Wo finde ich sie?“

Ryek sagte es ihm und begleitete ihn auf den Gang.

 

„Romar. Sei offen zu ihr. Nett, wenn es denn sein muss. Und ein guter Tipp von einem, der sie schon ein wenig kennt: Belüge sie nicht. Poker nicht mit ihr. Sie durchschaut jeden Bluff.“

„Jeden?“

„Jeden. Das ist ihr Talent. Unter anderem. Nama ist unsere Karte, aus dieser Sache lebend herauszukommen, und eine sehr attraktive dazu.“

„Ist mir gar nicht aufgefallen.“

„Ich weiß, ihr Minmatar steht mehr auf die athletischen Frauen. Frauen wie Tedeya.“

Er wich dem Schlag aus und fasste Romars Hand.

„Romar. Es ist wichtig. Wir haben keine andere Chance.“

 (Fortsetzung folgt)

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