Das Feuer Gabriels

Ryek myst
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

(… dummerweise ist der Plan der Protagonisten nicht so gut wie gedacht …)

Am nächsten Morgen war Nama weg. Sie hatte, außer ihren persönlichen Unterlagen, nichts mitgenommen.

 

Die anderen trafen sich im Aufenthaltsraum der Curse.

„Ja“, gab Ryek zu. „Ich habe es gewusst. Ich hatte aber nicht erwartet, dass es so schnell passiert. Mr. Smith hat Nama in diesen Einsatz befohlen.“

„Wissen wir, wer sie abholt oder wo es hingeht?“, fragte Yolane.

„Nicht genau. Mr Smith sprach von einem Caldari Experten für Klontechnologie.“

„Klontechnologie?“ Tedeya sprang auf.

„Nein! Sag, dass das nicht wahr ist!“

Ryek sah Tedeya überrascht an.

„Warum? Nama soll die Puppenspieler infiltrieren und sich dort eine Vertrauensposition schaffen. Das ist das übliche schmutzige Spiel.“

„Mr Smith hat einen Fehler gemacht.“

„Wie das?“

„Der Experte ist kein Caldari, sondern Amarr!“

„Wie kannst du dir da sicher sein?“

„Die Daten aus dem Med Center in Pozirblant. Sebard Veen, derzeitiger Aufenthaltsort Azedi, Imperial Academy. Das ist derjenige, der Yolanes Abschaltung verhindert hat.“

„Na und? Amarr, Caldari, was auch immer.“

Tedeya schüttelte heftig den Kopf. „Nein! Es ist wichtig! Ich habe ein paar Nachforschungen angestellt. Sebard ist ein hoch angesehenes Mitglied der Akademie, aber seine Methoden sind sehr umstritten. Er hat diverse Experimente an Menschen durchgeführt. Ohne deren Zustimmung.“

„Das ist bei den Amarr nicht unüblich“, meinte Ryek, nun alarmiert.

„Er nannte seine letzte Reihe ‚Reduktion auf das Wesentliche‘. Es ging darum, wie viel von einem Menschen noch übrig sein muss, damit er die ihm zugedachte Funktion bewusst erfüllen kann. Selbst die Amarr fanden, dass er zu weit geht. Ich glaube nicht, dass Sebard weitere Mitarbeiter im klassischen Sinne sucht. Und ich glaube, dass auch CONCORD Sebard nicht finden wird, sobald er untergetaucht ist. Jedenfalls nicht, bevor es zu spät ist.“

„Wir müssen Nama aufhalten!“, rief Romar.

Ryek winkte ab. „Keine Chance. CONCORD und die Puppenspieler werden dafür sorgen, dass niemand an sie herankommt, bis sie Azedi erreicht hat.“

„Aber wir können sie doch nicht einfach aufgeben!“

Ryek änderte die Richtung seiner Überlegungen.

„Derek. Wie seid ihr mit den Puppenspielern verblieben?“

„Die letzte Anweisung war, nach Beke auszuweichen. Das du im Spiel bist, wissen die bisher nicht. Das wir angegriffen wurden, schon.“

„Wenn sie dich das nächste Mal kontaktieren, setz ihnen die Pistole auf die Brust. Keine Ausflüchte mehr. Sie sollen dir das Ziel nennen, an dem sie angeblich Yolane klonen können. Ich bin sicher, es ist Azedi. Pro forma kannst du dein Schiff hier richtig reparieren lassen. Kennt sich jemand in den Stationen im System aus?“

„Ja, ich. Nama und ich hatten gestern einen Abend freigenommen.“

„Ohne uns?“ Romar schaute beleidigt drein.

„Da habe ich wohl jemanden unterschätzt“, sagte Ryek mit einem Blick auf Tedeya.

Sie zuckte mit keiner Wimper. „Ja, hast du. Und wenn du es wissen willst: Es war ein richtig geiler Abend. Es waren eine Menge Kerle anwesend. Einige davon sind noch in der lokalen Med Station. Wir haben euch kaum vermisst.“

Romar schoss einen bösen Blick nach ihr.

„Oh? Eifersüchtig, Brüderchen?“

„Nein, ich …“

Er wurde rot im Gesicht.

„Ich weiß. Auch darum dürfen wir sie nicht aufgeben. Ryek?“

„Aye. Danke, Ted. Und …“ Er zögerte. „Ach, vergiss es!“

Sie sah ihn erstaunt an. „Alles in Ordnung?“

„Nein! Natürlich nicht! Ich rede mit Mr. Smith und werde ihn aus seinen Träumen wecken. Je nachdem, was aus diesen Gesprächen herauskommt, werden wir zwei Optionen haben.“

„Welche?“

„Die Folgenden. Erste Option: Wir holen Nama da heraus, und CONCORD unterstützt uns dabei.“

Alle nickten.

„Zweite Option: Wir sorgen dafür, dass alle Personen, die wissen können, wo der Kristall sein könnte, verschwinden. Endgültig.“

Yolane sah Ryek durchdringend an.

„Was meinst du damit?“

„Wir suchen uns eine schöne Sonne und ich fliege uns da hinein. Bei dem Material, was bisher eingesetzt wurde, um in den Besitz des Kristalls zu kommen, wird mir Angst und Bange. Hier werden Welten in Bewegung gesetzt. Es kann dazu kommen, dass deswegen Welten zerstört werden. Wollen wir das?“

 (Fortsetzung folgt)

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