Das Feuer Gabriels

Ryek myst
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

(… ab hier wird es ein wenig heftiger …)

Nama betrat mit Jeo den Raum. Sebard war anwesend.

EVE Online® and CCP® and all related logos and other elements are trademarks of CCP hf. ©CCP hf.

EVE Online® and CCP® and all related logos and other elements are trademarks of CCP hf.
©CCP hf.

 

Und Ryek, auf einem Operationstisch gefesselt.

„Hallo ihr zwei“, wurden sie von Sebard begrüßt. „Nachdem ihr euch vergnügt habt, wäre es an der Zeit, etwas zu arbeiten. Wir haben hier einen ungebetenen Gast. Ich wüsste gern, was er weiß. Vielleicht ist unsere neue Mitarbeiterin ja effektiver als die klassischen amarrischen Methoden.“

Nama sah sich zwischen den drei Männern um wie ein Tier, das in der Falle ist und einen Ausweg sucht. Dann tat sie etwas Unerwartetes. Sie rammte Jeo ihren Ellbogen in die Rippen. Nicht fest genug, um ihn umzuwerfen, aber genug um seine Aufmerksamkeit zu erregen und ihn ihren Unwillen spüren zu lassen.

Sebard sah Jeo überrascht an, dann Nama. Sie hatte noch immer nichts gesagt, sah Jeo aber anklagend an.

Sebard nickte.

„So wird sie uns kaum von Nutzen sein.“

Der Angesprochene nickte widerwillig. Er nahm einen Injektor aus seiner Hemdtasche und stieß ihn Nama in die Halsschlagader.

„Schade. Es war so schön, das du nie widersprochen hast.“

Nach einer Minute räusperte sich Nama.

„Du weißt gar nicht, was dir entgangen ist“, krächzte sie und sah Jeo vielversprechend an.

„Was glaubt ihr eigentlich, was ich bin? Eine Maschine, die man bei Bedarf an- und abstellen kann? Das ich nach so einer Behandlung sofort einsatzfähig bin?“

Sie räusperte sich erneut.

„Wer ist das da, und was wollt ihr von ihm wissen?“

„Wissen wir noch nicht genau,“ umging Sebard die Frage. „Zeig deinen Wert!“

Nama räusperte sich erneut.

„Dein Name!“

„Ryek Darkener,“ antwortete Ryek, völlig überrumpelt.

„Es funktioniert noch nicht so, wie es soll.“

Nama machte einen enttäuschten Eindruck. Im Gegensatz zu Jeo und Sebard.

Sebard griff nach dem Laserskalpell und deutete damit auf Ryek.

„Bist du sicher, Nama?“

„Wenn du hundert Prozent willst, frag mich in drei Tagen.“

„Wie viel Prozent jetzt? Ich sorge dafür, das Ryek das Delta zu Verfügung stellen wird.“

Nama schloss die Augen und blieb einige Sekunden in dieser Haltung. Dann öffnete sie sie wieder.

„Wer hat dich beauftragt?“

„CONCORD.“

Nama zuckte zusammen. Jeo und Sebard blieben ruhig.

„Die wissen nichts. Weiter,“ sagte Sebard.

„Aber …“

„Weiter!“

„Dein Auftrag!“

„Feststellen ob alle Ziele hier sind. Melden. Wenn möglich …,“ er zögerte, „töten.“

„Jetzt bin ich aber beunruhigt. Wirklich!“, höhnte Sebard.

„Die wissen nicht, mit wem sie es zu tun haben. Die wissen nichts!“

Er wandte sich direkt an Ryek.

„Nachdem du ausgefallen bist, was glaubst du, was passiert?“

„Wenn ich mich nach vierundzwanzig Stunden nicht melde, wird CONCORD eingreifen. Ihr seid fertig.“

Jeo wurde unruhig. „Wir müssen hier weg!“

„Nichts müssen wir. Wenn CONCORD zu diesem System unterwegs wäre, dann würde ich es sofort erfahren. Wir gehen vor wie geplant, bis wir alles zusammenhaben. Dann ziehen wir um. In einem halben Tag kommt das fehlende Teil. So nah vor dem Ziel lasse ich mich nicht mehr aufhalten.“

„Immerhin hat CONCORD erfahren, dass wir hier arbeiten.“

Sebard sah Jeo scharf an.

„Kann es sein, dass dir bei der Anwerbung von Nama irgendetwas entgangen ist?“

Jeo schüttelte heftig den Kopf.

„Glaube ich nicht. Sobald sie in Heorah angekommen war, wurde sie rund um die Uhr überwacht. Da gab es keine verdächtigen Kontakte.“

„Oder spielt Derek ein doppeltes Spiel?“

„Möglicherweise. Aber wieso kommt dieser Agent dann jetzt her, vor CONCORD?“

Sebard überlegte eine Weile.

„Die haben Angst!“

Jeo und Nama sahen ihn verständnislos an.

„Wer? Wovor?“, fragte Nama.

„CONCORD! Vor uns!“

Jeo verzog das Gesicht.

„Jetzt werden wir mal nicht größenwahnsinnig. Aus wirtschaftlichen Dingen hält sich CONCORD raus, und worum es wirklich geht wissen nur wir beide.“

Sebard winkte ab.

„Die Diskussion ist ziellos. Dieser Agent ist hier. Bleibt immer noch die Frage, wie CONCORD unseren Standort hat ausfindig machen können.“

Er wandte sich an Ryek.

„Hast du da eine Idee?“

„Du kennst meinen Auftrag. Was glaubst du, wie viel ich darüber hinaus gesagt bekomme, was ich verraten könnte?“

„Gutes Argument.“ Sebard und stieß Ryek das Skalpell in den Arm. Ryek schrie auf. Nama wandte sich ab und keuchte ensetzt.

Sebard sprach weiter, als ob nichts geschehen wäre.

„Unsere Gäste kommen in zwölf bis achtzehn Stunden, je nachdem wie viele Umwege sie machen müssen.“

„Gäste?“, fragte Nama interessiert.

„Ja.“

Sebard grinste falsch.

„Eine Gallente / Minmatar Familie, die unserer Dienste bedarf. Und eine Bezahlung mitbringen wird, die uns ans Ziel bringen wird.“

Nama sah Sebard skeptisch an.

„Ich weiß nicht, wovon du redest. Wie soll ich so mit euch zusammenarbeiten?“

Sebard überlegte eine Weile und antwortete dann.

„Unsere Besucher werden ein Artefakt mitbringen oder es holen. Einen Kristall. Eine Maschine. Mit dieser Maschine können Daten für den Klontransfer schneller und präziser übertragen werden. Insbesondere auch emotionale Aspekte.“

Nama zeigte sich interessiert. „Wie das?“

„Keine Ahnung. Ich weiß nur das es geht. Und das man diesen Prozess nicht ausschließlich maschinell steuern kann.“

Er sah Nama an.

„Da kommst du ins Spiel.“

„Soll ich dem Kristall gut zureden oder was?“

„Etwas in der Art. Was genau es ist, werden wir, mit deiner Hilfe, schnell herausfinden. Wenn meine Analysen stimmen, ist es vergleichbar mit einem elektronischen Bauteil. Ein kleiner Strom steuert einen großen Strom.“

„Ähm. Ist das gefährlich?“

„Du wirst es herausfinden, Nama.“

Nama atmete tief ein.

„Hab ich mir schon gedacht.“

Sie sah Sebard direkt an.

„Was ist mein Gewinn an der Sache?“

„Wie wäre es damit, die nächste Imperatorin Amarrs zu sein?“

Nama starrte Sebard an, als ob dieser übergeschnappt wäre.

„Ich glaube, dir ist mein aktueller Platz in der Erbfolge bekannt“, höhnte sie.

Sebard hob beide Arme.

„Ihr Ungläubigen! Die Mächte des Himmels haben uns ein Werkzeug gegeben, mit dem wir beliebige Mengen ISK machen können! Verbesserung der Klonsprünge für die Kapselpiloten. Klone für alle, ganz ohne Risiko. Unsterblichkeit für alle, die die Mittel dazu haben und das wollen! Auch für uns! In hundert Jahren gehört die Galaxis uns, weil wir sie gekauft haben!“

Er fasste sich wieder.

„Denkt groß! Sehr groß! Wir werden das Ding erforschen. Wir werden es irgendwann selbst herstellen können. Und dann wird es ohne direkten menschlichen Eingriff funktionieren.“

„Ein großer Plan. Wahrhaftig“, sagte Nama.

„Und alternativlos. Für uns drei. Oder hast du Bedenken?“, fragte Sebard mit gefährlichem Unterton.

„Natürlich nicht. Sonst wäre ich wohl kaum hier. Ich freue mich schon darauf, es denen heimzuzahlen, die mich hierher gebracht haben!“

„Sehr gut. Das ist die richtige Einstellung!“

Sebard nickte zufrieden.

 

Dann wandte er sich wieder Ryek zu.

„Ich habe da noch ein paar Fragen hinsichtlich Überlebensfähigkeit ungebetener Gäste zu klären.“

Ryek zuckte resigniert mit den Schultern.

„Bedienen dich. Ich habe heute nichts anderes vor.“

„Das ist nicht notwendig“, versuchte Nama, Sebard umzustimmen. „Wir haben alle Informationen, die wir benötigen.“

Sebard sah Nama irritiert und verärgert an.

„Heißt das, dass du mit meinem Vorgehen nicht einverstanden bist?“

Nama zögerte kurz.

„Nein, bin ich nicht. Weil es meine Leistungsfähigkeit einschränkt. Wie du weißt, beruhen meine Fähigkeiten auf emotionaler Stabilität. Alles was diese stört, macht mich nutzlos für euch.“

Der Amarr nickte, gab aber nicht nach.

„Es ist nicht deine Rolle, mir Anweisungen zu erteilen.“

Nama senkte ihre Stimme und neigte den Kopf.

„Aye. Ich entschuldige mich für die Überschreitung meiner Kompetenzen.“

Sie drehte sich um und verließ den Raum.

 

„Sie hat ihren eigenen Kopf“, stellte Jeo fest.

„Ja. Und sie hat nicht die Härte, die für diese Arbeit notwendig ist. Sie wird ein gutes Werkzeug sein, sobald sie vollständig einsetzbar ist. Also keine Experimente mit Drogen mehr.“

Jeo nickte knapp. „Was nun?“

„Kümmere dich darum, dass alles vorbereitet ist, wenn unsere Gäste morgen kommen. Wir brauchen sie lebend. Falls ich noch Fragen habe.“

 (Fortsetzung folgt)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s