Das Feuer Gabriels

Ryek myst
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

 

Die Helios kam am oberen Ende der Imperial Academy Station heraus, zwei Kilometer entfernt von der Andockrampe des Universitätsbereiches und fünfzig vom allgemeinen Flugbetrieb. Die Stations-Automatik griff nach dem Schiff, ein Traktorstrahl zog es in die Station hinein. Der Dockbereich glänzte in sanftem Gold.

„Ich frage mich, wie viel davon echt ist“, sagte Romar halblaut. „Es müsste rot sein vom Blut der Sklaven.“

Die Automatik setzte das Schiff sanft im Inneren der Box ab, auf Trägern, die dem Schiffstyp entsprechend aus dem Boden auftauchten. Ein Luxus gegenüber den üblichen Haltefeldern. Die Schleuse am unteren Ende des Schiffes öffnete sich, und eine Rampe fuhr aus. Noch bevor sie den Boden berührte, liefen drei Personen herunter und zur Zutrittsschleuse.

Dereks Kommunikator aktivierte.

„Hier Nama. Hinter der Schleuse findet ihr ein Rettungsfahrzeug. Ich habe es euch freigeschaltet. Zuerst holt ihr mich ab. Macht schnell!“

„Roger.“

„Wieso seid ihr nur zu dritt?“

„Romar bleibt an Bord. Er hat eine Sonderaufgabe.“

„Aye.“

„Ihr kommt durch das Nebenportal für Notfälle. Von dort aus zehn Stockwerke nach oben.“

„Wir haben deine Position auf dem Pad.“

 

Der Türmechanismus piepte. Nama fuhr gedankenschnell herum und richtete den Blaster auf die Tür. Ihr Schuss zerstörte die Schlosssteuerung. Von draußen kam ein wütender Aufschrei. Sebard!

„Wie lange glaubst du, dich hier halten zu können?“, fragte er.

„Wie lange glaubst du, hier überleben zu können?“, fragte Nama zurück. „CONCORD ist unterwegs. Sie werden bestimmt einige Fragen an dich haben.“

„Vergiss CONCORD! Dieses System gehört mir! Genau wie der ganze Sektor! Die Amarr werden CONCORD hinauswerfen, sobald sie der Wahrheit zu nahe kommen! Ergib dich, solange noch Zeit ist, und erspare dir einen unangenehmen Tod!“

„Tod? Du lügst! Ohne mich läuft das Ganze doch überhaupt nicht! Jeo war entbehrlich, ich bin es nicht!“

Die Stimme auf der anderen Seite der Tür wurde sachlich.

„Nama, du überschätzt deine Position. Was ich benötige, setzt nicht voraus, dass du in einem Stück vorhanden bist.“

Die Schritte entfernten sich von der Tür. Eine Minute später war ein Zischen zu hören, welches in ein Rauschen überging. Die Tür vibrierte. In der Kommandozentrale stieg die Temperatur deutlich an. Das stumpfgraue Schiffsmetall der Tür färbte sich rot, hellrot und dann weiß.

„Vergiss es, Sebard“, flüsterte Nama. Sie stellte den Blaster auf breite Streuung und setzte ihn an ihren Kopf.

 (Fortsetzung folgt)

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