Das Feuer Gabriels

Ryek myst
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

 (… ein wenig Politik gefällig? …)

Sie erreichten den Ausgang des Areals ohne weitere Zwischenfälle. Offensichtlich wussten nur wenige, was in Sebards Sektion vor sich ging. Die Menschen, auf die sie trafen, ergriffen die Flucht vor der bewaffneten Truppe. Am Ausgang wartete Mr. Smith und ein CONCORD Fahrzeug auf sie.

 

„Halt! Nicht schießen!“

„Warum sollten wir das nicht tun, Mr. Smith?“, fauchte Nama.

„Weil ihr ohne mich hier nicht herauskommt.“

„Was soll das? Sie arbeiten für CONCORD.“

„Stimmt. Darum müssen wir hier schnell weg, bevor die Verräter in CONCORD merken, dass ich eine abweichende Agenda habe. CONCORD wird jedes andere Schiff auf der Station lahmlegen.“

Er zögerte.

„Zumindest solange, bis die Amarr-Kriegsflotte dieses Sektors auftaucht. Wenn es euch beruhigt, lasst die Waffen auf mich gerichtet. Aber wir müssen jetzt los!“

Er sah das Team an.

„Wo ist Ryek?“

„Weg. Weit weg.“ Dereks Geduld näherte sich dem Ende. „Mr Smith! Wir haben nicht mehr die Kraft für Diskussionen! Sie haben dreißig Sekunden, bevor wir Sie hier tot zurücklassen!“

Mr. Smith nickte knapp.

„Ich brauche sie. Das ganze Team. Und das Artefakt. Wir müssen hier weg, bevor jemand aus Versehen einen Krieg Amarr – CONCORD auslöst. Wenn die Ursache weg ist, verzögert sich das für eine Weile. Hoffe ich. Nama und Yolane wissen was ich meine, nicht wahr?“

Sie nickten.

Nama sagte: „Er hat recht. Er kann es später erklären, wenn wir mehr Zeit haben.“

„Dann steigt ein. Bitte.“

„Ich fahre“, sagte Derek.

Sie bestiegen das Fahrzeug. Yolane und Nama nahmen die noch immer bewusstlose Tedeya in die Mitte, Derek und Mr Smith setzten sich auf den Fahrer- und Beifahrersitz. Die Waffen blieben auf Mr Smith gerichtet. Derek fuhr los.

„Wir müssen noch Romar abholen. Ich hoffe doch, dass dieses Fahrzeug Vorfahrt hat. Sie wollen bestimmt auch das Artefakt mitnehmen.“

Mr. Smith verlor einen Moment seine Ruhe. „Ihr habt es nicht bei euch?“

„Natürlich nicht. Dumme Frage. Da hätten sie auch allein drauf kommen können. Wir holen es jetzt.“

Derek beschleunigte den Schweber und nahm keine Rücksicht mehr auf den restlichen Verkehr, was Mr. Smith nicht weiter zu beunruhigen schien.

„Genau betrachtet ist das gut so. Die Amarr und CONCORD werden zuerst zur Med-Einrichtung gehen. Das verschafft uns etwas Zeit.“

Yolane kontaktierte Romar.

„Wie sieht es aus?“, war seine erste Frage.

„Schlecht. Und es wird noch schlechter. Wir kommen dich mit einem CONCORD Agenten abholen.“

„Sehr komisch.“

„Deshalb wartest du an der Personenschleuse. Nimm die Fernsteuerung und den Schmuck mit.“

„Worauf du dich verlassen kannst!“

„Welche Fernsteuerung?“

„Das müssen Sie nicht wissen, Mr. Smith“, sagte Yolane. „Sagen Sie uns lieber, wo wir danach hinmüssen.“

„Die Dockrampe meines Schiffes ist in der Nähe.“

Er gab ihnen die Koordinaten.

„Immerhin ein Lichtblick. Recht nahe bei uns, wohl kaum Zufall.“

„Natürlich nicht.“

„Wie viele Personen sind bei Ihnen an Bord? Womit wollen Sie uns hier raus schaffen?“

„Das ist relativ.“

„Relativ?“

„Wir schaffen es relativ leicht weg von der Station. Aber wir kommen nicht aus dem System heraus. Sebard Veen hat die lokalen Autoritäten angewiesen, das System zu blockieren“, erklärte Mr. Smith.

Derek traute seinen Ohen nicht. „Er hat der lokalen Regierung Anweisung erteilt?“

„Er ist der Puppenspieler“, bestätigte Nama.

„Nama: Was ist mit dem zweiten Kopf der Organisation, Jeo Chen?“

„Er war etwas zerstreut, als ich ihn das letzte Mal sah. Ich glaube, Sie können ihn von Ihrer Liste streichen.“

„Ah ja?“

„Ah ja.“

Mr. Smith sah Nama kurz an und ließ die Antwort gelten.

„Na gut. Nachdem Ryek es geschafft hat, das CONCORD hier überstürzt auftaucht, gibt es keine für mich nutzbaren alternativen Transportwege mehr.“

Derek hakte nach.

„Ich dachte bisher immer, das CONCORD über nahezu unbegrenzte Ressourcen verfügt.“

„Aber nicht gleichzeitig an allen Orten. In diesem System sind wir durch Fehlinformation und Verrat massiv geschwächt worden. Wir sind mehr oder weniger Gefangene des amarrischen Sektorkommandanten, der mit Sebard kooperiert.“

 

 (Fortsetzung folgt)

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