Das Feuer Gabriels

Ryek myst
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

 (… Ein weiterer, später wichtiger Aspekt, wird kurz sichtbar … )

„Es funktioniert! Es funktioniert!“

Die Erleichterung in Yolanes Stimme war unüberhörbar.

„Tedeya? Tedeya!“

„Sie ist komplett in ihre virtuelle Person eingetaucht.“

„In welche? Ach Scheiße, vergiss die Frage! Kannst du sie herausholen Nama?“

„Ja. Sie wir wohl Kopfschmerzen haben davon, aber unter uns, so berauscht wie sie jetzt ist, möchte ich auch einmal in meinem Leben sein.“

Yolane verkleinerte die Datenströme, bis nur noch Echos von Ryek und Tedeya vorhanden waren. Dann schaltete sie diesen Teil der Geräte ab.

„Das wäre das. Nama, du kannst deine Verbindungen jetzt herunterfahren. Den Rest macht die Klonapparatur, in der Ryek liegt.“

„Verdammt, was ist das für ein Schalter?“ Namas Stimme klang erschrocken.

„Welcher Schalter? Nama?“

Nama hielt sich die Hände an den Kopf.

„Ich sehe einen Schalter. Wie eine Wippe. Verdammt, ich kann mich nicht fest …“

Der Schocker setzte sie außer Gefecht. Mr. Smith riss Nama die Verbindungen vom Kopf, um einen Moment später die Energieverbindung zum Kristall zu beenden.

Nama stöhnte und blieb bewusstlos.

Yolane sah Mr. Smith entsetzt an.

„Schnell, den Scanner!“

Yolane reichte Mr. Smith den medizinischen Scanner. Nach einer Weile atmete er auf.

„Gut. Nichts, was nicht wieder repariert werden könnte.“

„Was ist passiert?“

Yolane sah Mr. Smith fragend an, dann Tedeya und Nama.

„Eine – Rückkopplung. Eine Funktionalität, die ich – befürchtet – hatte. Ein Notfallschalter.“

Seine Haltung straffte sich.

„Und eine Chance. Vielleicht. Wir werden sehen.“

„Sie sprechen komplett in Rätseln, Mr. Smith.“

„Ich muss darüber nachdenken, bevor ich etwas sage, was sie vielleicht lächerlich finden werden.“

„Ok. Für den Moment. Was ist mit Ryek?“

„Gute Frage.“

Mr. Smith kontaktierte die Kloneinrichtung und bekam Hypathia am anderen Ende der Leitung.

„Es sieht brauchbar aus. Schwerer Schock, aber er ist zurück in seinem Körper. Ob er jemals wieder in den Pod kann, wer weiß.“

„Aber er wird einsatzfähig sein?“

„Sie gehen wohl über Leichen, Mr. Smith!“

„Wenn es die Situation erfordert, ja. Ryek hat seinen Auftrag noch nicht erfüllt, genau sowenig wie Sie. Ziehen Sie es nicht in Erwägung, aussteigen zu wollen. Wir werden uns neu formieren und dann weitermachen. Ich hoffe, wir haben noch etwas Zeit, uns zu erholen. Es gibt noch so viel zu tun! Wann ist Ryek wieder ansprechbar?“

„In ein, zwei Tagen.“

„Gut. Bis dahin werde ich meine Pläne aktualisieren.“

Er beendete die Verbindung, ging zur Apparatur, die den Kristall aufbewahrte und nahm ihn hinaus. Yolane griff nach dem nächstbesten schweren Gegenstand in Reichweite.

„Keine Angst. Ich will damit nicht verschwinden. Ich werde ein paar Tests durchführen, mehr nicht. Danach weden Sie ihn jederzeit wiederbekommen. Um genau zu sein: Nama wird ihn bekommen. Sie wird ihn transportieren, bis das Missionsziel erreicht ist.“

„Warum Nama?“

„Weil sie wichtige Funktionen des Kristalls auch ohne technische Unterstützung bedienen kann.“

„Sah eben aber nicht danach aus.“

„Ich weiß. Ich werde ihr erklären können, wie sie es kontrolliert, nachdem ich den Kristall untersucht habe.“

„Sind Sie sicher?“

„Ja. Absolut. Der Kristall wurde von einer Rasse geschaffen, aus denen die Jove hervorgegangen sind. Aber im Verhältnis zu deren Möglichkeiten sind die Jove wie Kinder. Wir sollten alle hoffen, dass wir die Väter nie zu sehen bekommen werden.“

 (Fortsetzung folgt)

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