Das Feuer Gabriels

Ryek myst
Die Biografie eines erfundenen Menschen. In einer andern Welt. In einer anderen Zeit.

 (… Es könnte so einfach sein, wenn es nicht so kompliziert wäre … )

Ryek küsste sie sanft auf die Stirn.

„Ted. Ich mag dich. Sehr sogar.“

„Aber?“

„Aber das kommt für mich überraschend. Ich muss erst über einiges nachdenken, sonst passieren vielleicht Dinge, die wir beide sehr bereuen werden. Gib mir bitte etwas Zeit.“

„Willst du damit sagen, dass du kein Mann für eine Nacht bist? Wäre das nicht mein Text?“ Trotzig.

Jetzt musste Ryek leise lachen.

„Ja, ist es. Ich will dir nicht von einer Seite wehtun, an die du nicht gedacht haben kannst. Wenn du es ernst meinst, dann musst du dich für heute damit zufriedengeben.“

„Du bist ein Feigling!“

„Und du bist gerade ungerecht. Überhaupt: Was läuft hier? Bericht, Kadett!“

Sie schniefte.

„Keine Ahnung, Sir. Wir scheinen auf dem Planeten angekommen zu sein, auf dem das Artefakt gefunden wurde.“

„Also nicht auf der Station wo ich die Klone hatte hin transportieren lassen.“

„Offensichtlich hatte Mr. Smith andere Pläne.“

„Ich bringe ihn um!“

„Da musst du dich anstellen.“

„Wie geht es Yolane?“

„Schwer zu sagen. Sie ist in einem Körper, den sie so nicht wollte. Wahrscheinlich liegt Derek gerade bei ihr und sie führen die gleiche sinnfreie Unterhaltung wie wir.“

„Ihre Vitoc Abhängigkeit?“

„Konnte weitgehend eliminiert werden. Sie hat Entzugserscheinungen, aber nichts lebensbedrohliches.“

Ryek atmete auf.

„Hey? Was soll das? Willst du meine Mutter Derek ausspannen?“

Jetzt zog die verärgerte Tedeya näher zu sich.

„Jetzt sei nicht gleich eifersüchtig. Ihr seht beide sehr gut aus, oder?“

Sie grummelte irgendetwas Unverständliches.

„Nein. Yolane ist Dereks Problem. Aua!“

Nach einer Weile hatte er es mit Mühe geschafft, Tedeya so festzuhalten, dass sie ihn nicht noch mehr beschädigen konnte.

„Wie hat das funktioniert mit dem Entzug?“

Tedeya hörte auf sich zu wehren. Ryek war froh darüber. Länger hätte er nicht durchgehalten.

„Durch DNA Vergleich mit mir. Mr. Smith hat einen Filter gebaut, als er Yolanes DNA Daten auslas, und Teile gelöscht. Eines der größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Empire, Bewusstseinsinhalte und DNA auf diese Weise zu ändern.“

„Ich weiß. Aber es hat funktioniert, oder?“

„Technisch hat es funktioniert. Nur ist Yolane alles andere als erfreut darüber. Sie hat selbst genug Wissen zu diesem Thema, um einschätzen zu können, was mit ihr passiert ist.“

„Die Entscheidung, ob man ein Mensch ist, ist immer eine Persönliche.“

„Hat Nama auch gesagt.“

„Sie hat recht. Wie kommt sie damit klar? Und Romar?“

„Für eine sehr reinrassige Amarr nimmt sie die Situation sehr gelassen hin. Ich glaube, sie ist froh, ihren alten, sündigen, Körper loszusein. Sie hat sich geschämt, Romar im alten Körper lieben zu müssen. Und Romar, naja, er ist begeistert. Besonders von Nama.“

Den Gedanken, wer das wohl nicht wäre, behielt Ryek klugerweise für sich.

„Tedeya?“

„Ja?“

„Sei jetzt ein braves Mädchen und dreh mir den Rücken zu. Und behalte deine Hände bei dir. Oder verlasse den Raum.“

„Bist du sicher?“

„Alles andere als das. Ich will es aber nicht darauf ankommen lassen, ok?“

„Na gut.“

So lagen sie Rücken an Rücken.

„Ryek?“

„Ja?“

„Du schuldest mir etwas. So leicht entkommst du mir nicht.“

„Können wir das Thema verschieben, bis wir wissen, ob und wie wir diesen Job überlebt haben?“

„Ich werde darüber nachdenken.“

„Danke.“

„Nicht dafür.“

 

 (Fortsetzung folgt)

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