Fiat L(in)ux! – die Dritte

©Permission to use and/or modify this image is granted provided you acknowledge me lewing@isc.tamu.edu and The GIMP if someone asks.

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Eine gute Möglichkeit, um zu testen, ob das, was man einsetzt, auch bequem genug zu handhaben ist, ist der Urlaub.

Zu diesem Zweck habe ich meine Ubuntu Installation auf einer externen SSD mitgenommen, sowie meinen Lenovo IdeaPad S205, der erstens nicht besonders gut für Ubuntu geeignet ist und zweitens eher zu den leistungsschwachen Systemen zählt. Die externe Platte hat den Vorteil, dass man sich nicht mit dem verstrubbelten BIOS herumschlagen muss, sondern dort nur beim Einschalten die Betriebssystempartition auswählen braucht.

Obwohl der Rechner nur mit einem USB2-Anschluss ausgestattet ist, ging das Starten des Betriebssystems (booten) schneller als WIN7 von der internen Platte. Das Passwort für die Verschlüsselung muss noch auf der internen Tastatur eingegeben werden, danach werden Funk Tastatur/Maus sofort erkannt. Nach dem Anmelden ist man auf dem Desktop, die Symbolleiste befindet sich standardmäßig am rechten Rand.

Die meiste Zeit, die ich im Urlaub am Rechner verbracht habe, ging für das Formatieren eines Textes für die Print-Veröffentlichung drauf. Ich kann an dieser Stelle nur bestätigen und wiederholen, was in jedem Blog zum Thema zu lesen ist:

 

Finger weg von jedweder Formatierung des Textes, es sei denn, dass dieser aus dem benutzten Programm heraus direkt in die Druckvorlage exportiert wird!

 

Wenn man sich überlegt, dass ein Text, bevor er zum Beispiel in ein druckfähiges PDF verwandelt wird, sowieso noch einmal komplett gelesen werden muss, um zum Beispiel die Silbentrennung zu prüfen sowie unschöne Seitenbilder (Stichwort Hurenkinder und Schusterjungen) weitgehend zu vermeiden, dann kann man auch gerade dann, wenn überhaupt notwendig, Formatierungen wie Kursiv oder Fett unterbringen. Oder sich überlegen, wie die Kapitelüberschriften gestaltet werden sollen.

Ich habe diese Arbeiten mit dem frei verfügbaren Programm Scribus gemacht. Damit ich in meinem Blog damit angeben kann. 😉 Abgesehen davon schluckt Scribus ziemlich jedes offene Daten- und Bildformat und ist einigermaßen leicht in den Grundfunktionen zu bedienen. Dazu kommt, dass bei der Ausgabe die Farbprofile von Druckereien mit berücksichtigt werden können – ob das auch in der Realität funktioniert, werde ich demnächst ausprobieren.

Wer mit diesen Arbeiten niemanden beauftragen will, der muss mehrere Arbeitstage einplanen, bis Text und Bild einigermaßen aussehen. Genau wie das Schreiben machen sich auch Satz und Layout nicht von selbst. Mir macht es Spaß, es ist eine weitere Qualitätskontrolle, und die Ergebnisse genügen meinen Ansprüchen:

©Ryek Darkener 2016

©Ryek Darkener 2016

Da ich keinen Verlag habe und plane, beim gedruckten Roman alles selbst zu machen bis hin zum Verkauf ohne ISBN und fremde Plattformen, bringt es nichts, darüber zu jammern. Um Yoda zu zitieren: Tu es, oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.

Zurück zum Thema. Mein Roman hat etwa 600 Taschenbuchseiten, und Scribus war unter WIN7-64bit nicht in der Lage, den Text einzulesen – STACK OVERFLOW. Unter Ubuntu hatte ich keine derartigen Probleme. Mag daran liegen, dass UNIX ein Betriebssystem ist. 😉

Alles in allem haben sowohl Scribus, als auch GIMP und Papyrus Autor (dafür muss WINE installiert sein) ohne Probleme und sehr performant funktioniert. Daher habe ich mich entschieden, den Weg in Richtung eines offenen Betriebssystems weiter zu gehen und die aktuelle Version auf meinem Rechner zu installieren. Darüber mehr im nächsten „Fiat L(in)ux!“ Beitrag.

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2 Kommentare zu “Fiat L(in)ux! – die Dritte

  1. Ich nehme an, dass die Frage sich auf Textformatierung bezieht. Die Antwort ist, dass jeder mit den Werkzeugen arbeitet, die er kennt und bedienen kann. Es gibt bestimmt mehr als eine Möglichkeit und ein Werkzeug, um das Ziel zu erreichen.

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