Das Fließen der Sprache und der Müll der Wörter

Hier steht eigentlich alles, was man zum Thema Infodump wissen muss.

Werkstadt

Vielleicht erinnert sich noch jemand. Mit der Einführung von Kindle Unlimited und der Praxis, nur gelesene Seiten und nicht mehr den Text an sich zu honorieren, frohlockten die Autorinnen und Autoren dickleibiger Bände. Ab sofort verdienten sie mehr als jemand, der nur einen knappen Roman zustande gebracht hatte, ganz zu schweigen von dem spartanischen Lyriker mit seinen 44 Seiten. Es war doch auch nur gerecht, oder? Mehr Text gleich mehr Arbeit mehr Lesegenuss für die Käufer. Mit KU hielt also die Herrschaft der Quantität über die Qualität Einzug, sehr zu Ungunsten der Literatur, die sich einfach weigerte, Amazons Geschäftspraktiken zu akzeptieren. Denn natürlich bedeutet „mehr schreiben“ nicht automatisch „mehr arbeiten“. Und das liegt nicht allein an den unterschiedlichen Geschwindigkeiten und der Leichtigkeit – oder Nicht-Leichtigkeit –, mit der mir ein Text aus dem Kopf fließt. Ganz im Gegenteil. Das wirklich Schwierige an Literatur sind nicht die Wörter, ist nicht das…

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