Der Geist der Zukunft(AT) – Status 170813

ryek

Ich habe fertig. Nein, nicht ganz. Das Manuskript ist fertig, überarbeitet, und die erste Diskussion mit dem Papyrus Duden-Korrektor ist beendet. 😉
Fertig insoweit, dass ich eigentlich nur noch Überschriften ändern will. Oder das, was beim Überlesen noch ins Auge fällt. So der Plan.

Für die Umsetzung desselben suche ich eine Handvoll mutiger Leser (idealerweise Blogger) die sich nicht vor Indies und E-Books fürchten und Lust haben, bis Ende September einen Text von ca. 137.000 Worten (700 Normseiten) vorab zu lesen zu und zu rezensieren.

Wer Interesse hat, sollte sich die Leseproben zu „Tabula Rasa“ und „Spes Impavida“ ansehen. Wer Mainstream erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden.

Was den Leser im dritten Teil meiner dystopischen Saga erwartet:

Drei Erwachsenen und zehn Kindern/Jugendlichen ist die Flucht von der Erde geglückt. Nach fast zwei Jahren Odyssee durch das Sonnensystem haben sie den Tranportknoten passiert, befinden sich nun im Gebiet der Liga der Raumfahrenden Völker. Doch das Direktorat der Erde hat einen langen Arm: die Händler, die seit einem halben Jahrtausend von der Ausbeutung der Erde profitieren. Die Auseinandersetzung, vor der die Reisenden hofften, sich auf Zeit in Sicherheit zu bringen, folgt ihnen. Es stellt sich heraus, dass nicht nur die Händler in die schmutzigen Geschäfte mit der Erde verwickelt sind.

Auch für die auf der Erde zurückgelassenen Freunde wird es härter. Ein völlig unerwarteter Spieler tritt auf den Plan und fordert nicht weniger als alles.

Weitere Info auf Anfrage.

 

Im Blog wird es bis zur Veröffentlichung einige Zitate und etwas „Drumherum“ geben. Je genauer Termine feststehen, desto genauer werde auch ich werden. 😉

Hier etwas vom Drumherum. Ein kleiner, aber wichtiger Teil des Textes beschäftigt sich, plotgedrungenermaßen, mit dem Umgang meiner Proagonisten mit Behörden und vice versa. Weil – und das kann man mögen oder auch nicht – Behörden diejenigen Institutionen sind, die die aktuelle Politik einer Gesellschaft abzubilden und durchzusetzen haben. Somit haben sie naturgemäß einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf von Geschichte und Geschichten.

Ausschnitt aus dem Gespräch des Beamten der Fremdweltlerbehörde des Planeten Harain mit Jan, einem meiner Protas:

„Was waren ihre letzten Tätigkeiten auf der … Erde?“
„Jäger in Diensten der Stadt Ulm. Das können Sie im weitesten Sinne als Sicherheitskraft auslegen. Steuermann eines hochseegängigen Frachtschiffes. Navigator eines Raumfahrzeuges.“
„Interessant. Was haben Sie als Sicherheitskraft denn so alles gemacht?“
„Durchsetzung der Regeln der Stifter, in der Stadt und in der Roten Zone. Teilnahme an Personalbeschaffungsmaßnahmen. Handel.“
„Das ist sehr allgemein. Haben Sie getötet?“
„Ja.“
„Wie oft?“
„Ich habe nicht gezählt.“
„Haben Sie andere Lebewesen gegen ihren Willen an andere Orte gebracht? Bedrängt? Gefoltert? Vergewaltigt?“
„Folter ist auf der Erde generell verboten.“
„Was ist mit Verschleppung und Vergewaltigung?“
„Im Rahmen der geltenden Regeln der Stifter: ja.“
„Haben oder hatten Sie Freude an diesen Tätigkeiten?“
„In welchem Kontext soll ich die Frage beantworten? Ich wurde nicht dazu gezwungen. Dennoch halte ich die Tötung eines intelligenten Lebewesens, in bestimmten Situationen, für einen möglichen letzten Ausweg. Wie gut sind Sie in der Lage, meine Antworten vor dem Hintergrund meiner Kultur zu bewerten?“
Der Beamte überlegte, bevor er fortfuhr. „Haben Sie vor, ihre Kultur auf unsere Welt zu importieren?“
„Ich kann und werde meine Wurzeln nicht verleugnen. Trotzdem wäre es sehr dumm von mir, wenn ich mich gesellschaftlich so verhalten würde, wie ich es in meiner Heimat gewohnt war. Ich habe nicht vor, mich zu verstellen, um einen falschen Eindruck zu erzeugen. Ich bin anpassungs- und lernfähig und stelle die Kultur des Ortes, an dem ich zu Gast bin, nicht in Frage. Ich kann mir als Einstieg eine Tätigkeit im lokalen Sicherheitsbereich vorstellen. Nach entsprechender Überprüfung natürlich.“
Der Beamte nickte. „Das ist ein sinnvoller Vorschlag. Trotzdem eine Frage: Ihre bisherigen Tätigkeiten sind sehr vielfältig und durchaus technisch anspruchsvoll gewesen. Warum wollen Sie sich bei uns erst einmal mit einer nach ihren eigenen Worten einfachen Tätigkeit zufriedengeben?“
Jan lächelte ironisch. „Weil jedem intelligenten Lebewesen zugetraut wird, dass es eine Waffe halten und bedienen kann.“

 

 

 

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