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Ryek_2016

Ryek Darkener ist seit geraumer Zeit in virtuellen Welten unterwegs.
Das Schreiben begann er 2007 mit Fan-Fiction Kurzgeschichten, die sich auf ein Online-Spiel beziehen. Die selbstentwickelten Protagonisten erzählen im Stil einer erfundenen Autobiografie aus der geliehenen Welt.
Im Laufe der Zeit kamen eigene Themen dazu. Ryek schreibt Science Fiction, Fantasy, Mystery. Sein großes Projekt ist eine mehrteilige dystopische Erzählung „aus der Welt nach dem Letzten Krieg“, von der bisher zwei Teile erschienen sind.

„Und womit verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt?“
Der Mann schaut die Fragende an. Eine Frau um dreißig, schlank, elegant, Businessdress, europäisch-asiatisch. Er lächelt. Bisher hatte sich das Gespräch um allgemeine Dinge gedreht, wie das Wetter und die Weltpolitik. Irgendwie muss man den Flug Paris – Rio ja herumkriegen, warum nicht mit Small Talk?
„Was glauben Sie?“
Sie taxiert ihn: Er ist mittelgroß, Europäer/Amerikaner(?), kräftig, nicht athletisch. Trägt den Nadelstreifenanzug wie eine zweite Haut. Dunkler Teint, sonnengebräunt, auf eine schwer zu beschreibende Weise ungewöhnlich, ganz sicher nicht Sonnenstudio-Bräune. Hängt an seinem Laptop und hat ständig etwas zu tippen. Sieht aus wie 50, aber ist er das wirklich?
„Geschäftsmann, im Finanzbereich vielleicht? Die Welt in EXCEL? Oder Profikiller?“
Sie zuckt zurück, als seine Augen blitzen.
„Sorry, sollte ein Scherz sein. War wohl daneben.“
Er atmet tief ein und aus. „Ich bin angestellter Frachterpilot. Charon Klasse. Das sagt Ihnen nicht viel, nehme ich an.“
Ihr Gesichtsausdruck verrät ihm, dass er recht hat.
„Ich lebe ein ganz schön weites Stück weg von hier. Hm, vielleicht auch nicht, vielleicht auch nur im übertragenen Sinne. Also: Charon Frachter sind, naja, große Schiffe für enorme Mengen an Material. Wie Containerfrachter, nur deutlich größer.“
„Aha.“ Jetzt ist sie sicher, dass er sie veralbern will.
„Da wo ich lebe, haben die Softwarehersteller ein neues Spiel herausgebracht. Nennt sich ‚Real Life‘. Ein echter Renner. Das Spiel transportiert dich in eine andere Welt und Zeit. Wenn man es lange genug spielt, dann glaubt man, wirklich da zu sein. So wie ich jetzt glaube mit Ihnen zu reden und in einem Flugzeug zu sitzen. Ich könnte nicht unterscheiden, ob es Sie real irgendwo gibt oder nicht gibt. Wie wollten Sie mir auch beweisen, dass sie tatsächlich existieren?“
„Ich denke, also bin ich.“ Sie ist ein wenig eingeschnappt.
„Leider nein. Ich denke, dass Sie da sind, also sind Sie. Wo ist da der Unterschied. Für mich?“
„Das ist mir zu philosophisch. Davon bekomme ich Kopfschmerzen. Ich nehme jetzt einfach einmal an, dass es so ist, wie Sie sagen. Und Sie sich zwischen drin verhaspeln.“ Sie lächelt herausfordernd.
Er erwidert das Lächeln. „O.k. Wie ich schon sagte, ich bin Frachterpilot. Unter anderem. Ich fliege eigentlich fast alle …“
„Fliegen? Frachter??“
„Natürlich. Diese zwei Kilometer langen Metallkoffer mit einem Standard- und einem Warpantrieb.“
Sie lacht. „Ha! Jetzt weiß ich, dass Sie mich hochnehmen. Es gibt keinen Überlichtantrieb. Zumindest behaupten das die Physiker.“
„Stimmt. Hier. Aber Sie haben vergessen: Ich komme nicht von hier. Ich bin auch gar nicht hier. Nicht wirklich. Ich sitze in der Steuerkapsel eines Frachters, neuronal verbunden mit dem Schiff. Und ich langweile mich, weil das meiste automatisch abgeht, daher spiele ich ‚Real Life‘.“
„Mist. Ich dachte, ich hätte Sie.“
„So einfach mache ich es Ihnen nicht. Wir müssen schließlich beide die Dauer des Fluges bis zur Landung überbrücken.“
„Fahren Sie fort.“
„Einverstanden. Da wir Zeit genug haben, erzähle ich Ihnen jetzt meine Geschichte von Anfang an …“

Ungefähr so habe ich meinen ersten Roman angefangen, den ich veröffentlicht habe. Fan Fiction. Aus der geliehenen Welt eines Computerspieles, das so hart sein kann wie das wirkliche Leben. Mit der Ausnahme, dass man dort nach seinem, zumeist unnatürlichen, Tod wiedergeboren werden kann. Das Spiel hat mich fasziniert, so dass ich mir die Frage stellte: Wenn diese Welt real wäre, was hätte jemand, der dort lebt, anderen zu berichten?

Das ist einige Jahre her. Was soll ich sagen? Es hat so viel Spaß gemacht, sich diese Geschichten auszudenken, dass ich mich für das Handwerk des Schreibens zu interessieren begann. Ich bin dabei geblieben.

Schreiben ist Arbeit! Für mich jedenfalls.

Was ich schreibe? Science-Fiction, (urban) Fantasy, Mystery.

Wie ich schreibe? Ziemlich dialoglastig. Ich lasse meine Protagonisten gern verbal agieren. Ich schreibe nicht allzu detailverliebt, insbesondere was die detaillierte Beschreibung von Dingen angeht, die Menschen einander antun können. Mag sein, dass das heutzutage ‚in‘ ist. Bei mir nicht. Weil ich Kopfkino mag – die Kraft, sich selbst etwas vorstellen zu können, ohne es fertig angerichtet serviert zu bekommen.

Ein Wort zu den sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+, und wie die alle heißen. Ich habe die entsprechenden „Teilen zu anderen Plattformen“ Buttons hier erst einmal bewusst deaktiviert. Da diese Bequemlichkeit anscheinend damit erkauft wird, dass auch ohne explizite Zustimmung des Anwenders Daten übertragen werden. [Meinung]Die Politik vertagt das Problem immer noch und wälzt Schuld auf den Blogger ab, anstatt entsprechend ihrem Wahlauftrag zum Wohle des Bürgers tätig zu werden und für klare, zeitgemäße Regelungen und einfache Handhabung zu sorgen.[/Meinung] Trotzdem würde ich mich darüber freuen, wenn du, bei Gefallen, dein Umfeld auf meinen Blog oder meine Facebook-Autorenseite aufmerksam machst. Es gibt ja noch Cut&Paste.

Zu meinen Texten geht es da lang.

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