Inspektor Mops – Common Sense

©Ryek Darkener 2017

„Die sehen wie Kerne aus.“
„Ja. Genauer gesagt sind es Kürbiskerne. Die habe ich im Schädel des Opfers gefunden. Ich vermute, dass sie die Todesursache sind.“
Mops drehte sich zum Geist des Toten. „Kürbiskernvergiftung?“
Der Geist zeigte Mops den Vogel.

 

Ab Anfang Juni als E-Book erhältlich.

Kann auch bei Lovelybooks zusammen mit anderen gelesen werden. 😉

Inspektor Mops ist auf dem Weg

Sooooo.

Der Text ist fertig. Das Cover ebenfalls. Alles wird in den nächsten Tagen hochgeladen bei neobooks, von wo es auf die E-Book-Plattformen verteilt wird.

Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion, ob der Klappentext den Inhalt auch wiedergibt, denke ich auf der sicheren Seite zu sein:

Urban Fantasy. So gut wie keine Six- oder Eightpacks, die durch den Plot toben, um kreischende Damsels in Distress zu was auch immer. 😉
Sondern eine, meine ich jedenfalls, wirklich abgefahrene (Kriminal) Story mit gelegentlich leicht verpeilten Protagonisten.  Ziemlich weit weg vom Mainstream.

Status 170331

ryek

Der Geist der Zukunft(AT)
Der dritte Teil der  „Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg“ ist vom Rohtext her fertig und das erste Mal überarbeitet und korrekturgelesen. Das erste Drittel des Textes ist raus an meine Betaleser.

Wer wissen will, worum es geht, kann sich hier informieren:

Tabula Rasa

Spes Impavida

Wer dystopische Sagas mag, sollte langsam mit dem Lesen anfangen. 😉

Wer Fragen dazu hat, darf gerne fragen. Hier, auf Facebook oder auf Twitter.

 

Status 170224

ryekHallo!

Nachdem ich mich in letzter Zeit im Blog etwas rar gemacht habe und wahrscheinlich auch weiterhin werde (wegen Schreiben), ein paar Worte zum Status meiner Texte:

Inspektor Mops – Fallende Engel(AT)
Der Text ist so weit fertig, dass ich Exposees verschickt habe. Nun ruht er eine Weile und wartet auf das Feinschleifen.

Der Geist der Zukunft(AT)
Der dritte Teil der  „Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg“ ist ebenfalls auf einem guten Weg. Der Plot ist stabil, der größte Teil des Rohtextes geschrieben. Ein paar Szenen warten noch auf Schreibzeit und einige andere auf gute Einfälle. 😉 Auch dieser Teil wird zwischen 600 und 700 Normseiten dick werden. Ich empfehle möglichen Interessenten, sich zuvor die ersten beiden Teile zu Gemüte zu führen. Der dritte Teil wird nicht der Letzte sein. Ich hoffe, meinen zweijährigen Schreibzyklus halten zu können.

P.S.: Falls sich ein Blogger hierhin verirrt und sich und eine dystopische Saga antun will: Ich stelle gern Rezensionsexemplare meiner bisher geschriebenen Texte zur Verfügung (E-Book).

Der Geist der Zukunft (AT) – Textsplitter aus dem Manuskript

Der Kommandant nahm das Werkzeug entgegen und aktivierte es. Die haarfeine, eine Handspanne lange Energielanze war kaum zu erkennen im hellen Tageslicht. „Keine Angst, dass ich den Molekularschneider an dir ausprobiere?“
„Nein. Wem sollte das etwas bringen? Ich bin ein entbehrlicher Soldat, du ein Kommandant. Nach militärischer Rechnung wäre das ein gutes Geschäft für uns.“
Der Kommandant drehte sich nach links und sah den Röntgenlaser des Schiffes auf sich gerichtet. Er lächelte anerkennend. „Seid ihr alle so gut wie du?“
„Nein. Jedes Kind im Tunnel und in Neu Cannstatt ist besser.“

Ein kleines Vorweihnachtsgeschenk

ryekPassend zur Jahreszeit habe ich mir den ersten Text angesehen, den ich als E-Book veröffentlicht habe. Eine weihnachtliche Fantasy Geschichte. Ja, man merkt ihm an, dass eine Überarbeitung nicht verkehrt wäre. Aber bis Weihnachten 2017 ist ja noch ein wenig Zeit. 😉
Viel wichtiger ist mir, dass die zugrundeliegende Idee auch nach Jahren unverändert das ist, was ich schreiben wollte.

Daher, leicht aufpoliert, ein Stück aus dem Kurzroman „Pivot“. Viel Spaß beim Lesen. Und macht es besser, als Elida es macht.

Gegen neunzehn Uhr kam Elida bei Alwin und Vilja an.
Sie umarmte ihren Mann und die fünfjährige Tochter. „Ich hatte einen fürchterlichen Tag. Und ihr?“
„Uns ist es gut gegangen. Vilja hat mich in Mathe abgefragt, und zur Belohnung durfte ich sie mit Kuchen füttern.“
Vilja lächelte Elida an.
Elidas Tablet klingelte.
Vilja warf einen ausdruckslosen Blick darauf. Ein Zittern ging durch ihren Körper.
Alwin zog sie zu sich. „Keine Angst. Elida ist gleich für uns da, nicht wahr?“
Elida flog mit ihren Fingern über das Tablet, wie ein Schmetterling über eine besonders nahrhafte Blüte. Hin und her. Hin und her. Nach einer Weile beendete sie ihr Tun und schaute sich die Welt um sie herum an, als sei sie soeben aus dem Kokon geschlüpft. Sie lächelte, ahnungslos. „So, das war’s dann, hoffentlich. Wollen wir?“
„Gerne“, antwortete Alwin. Seine Augen flackerten kurz auf.

Nach dem Abendessen besserte sich die Stimmung. Elida ließ sich von Vilja erzählen, was sie die Woche über gemacht hatte, und erzählte ihr ein wenig über ihre Arbeit am physikalischen Institut. Roland ließ sie komplett aus. Sie sammelte Viljas Wunschzettel ein, der in perfekter Schönschreibschrift verfasst war und steckte ihn ein, ohne ihn wirklich zu lesen. Die Dinge würden schon bezahlbar sein. Alvin hatte die Liste nicht gelesen. Vilja hatte darauf bestanden, sonst würden ihre Wünsche ja nicht in Erfüllung gehen. Alwin kramte ein Brettspiel aus der Sammlung. Sie bauten Straßen und Burgen, vertrieben Räuber oder handelten. Alwin war ein guter Verlierer, denn gegen diese zwei Frauen hatte er keine bessere Alternative. Man konnte zusehen, wie Vilja langsam auftaute und mehr und mehr zum Kind wurde.

Elidas Tablet klingelte. Sie wollte danach greifen, aber Vilja war schneller. Elida und Alwin nahmen die Bewegung wie in Zeitlupe wahr. Vilja stand auf, schnappte das Gerät, drehte sich wie eine Ballerina. Mit der tödlichen Perfektion eines Ninjas warf sie das Tablet an die Wand, wo es wie ein Meteor in das gerahmte Foto der Drei einschlug. Es hinterließ einen kleinen Krater dort, wo Elida auf dem Bild zu sehen gewesen war. Dann fiel es zu Boden. Auf dem Bildschirm waren Risse zu sehen, wie von Spinnweben.

„NEIN!“ Elida schoss sie aus dem Stuhl und stürzte zur Unglücksstelle. Sie hob das Tab auf und tippte wild darauf herum. „Au, verdammt!“
Vilja sah Elida mit leerem Blick an.
Der Bildschirm blieb dunkel. Elidas Zeigefinger fing an zu bluten.
Alwin hob Vilja hoch und drückte das schweigende Kind an sich. Er sah Elida an, mit Augen wie Laserpointer. Der Moment ging vorbei. Elida wartete erstarrt auf den tödlichen Schuss. Alwin drehte sich um, hielt Vilja weiter mit einem Arm an sich gedrückt, zog mit der Rechten ein Blatt Küchenkrepp aus dem Spender und reichte es Elida.
„Du gehst jetzt“, stellte er fest.
„Aber …“
„Ich melde mich bei dir. Vielleicht. Vielleicht auch nicht mehr. Nie mehr. Machs gut, und danke für den Fisch.“
Er ließ sie stehen und ging mit Vilja nach oben.

Elida warf sich ihren Mantel über und verließ fluchtartig das Haus. Erst auf halbem Weg nach Frankfurt kam sie zu sich, und konnte sich nicht erklären, wie sie bis hierhin gekommen war.
Als sie ihre Wohnung betrat, war es, wie aus einem bösen Traum zu erwachen und in den nächsten hinein zu fallen. Ihr rechter Zeigefinger blutete immer noch ein wenig, tat höllisch weh und verschmierte das beschädigte Display. Etwas knisterte in ihrer linken Hosentasche. Sie zog einen Zettel heraus, der ihr bekannt vorkam, irgendwie, aus einem anderen Universum. Sie schaffte es, ihn mit der Linken zu öffnen. Ganz oben stand:

* Eine Sanduhr, gefüllt mit Mamas Zeit

Der Rest verschwamm vor Elidas Augen. Sie brauchte eine Weile, bevor sie begriff, dass es ihre eigenen Tränen waren. Eine kosmische Gewalt ergriff sie, und mit einem Schrei der Verzweiflung schleuderte sie das Pad gegen die Wand. Diesmal zerbrach es.

 

Der Geist der Zukunft (AT) – Aufräumarbeiten nach NaNoWriMo 2016

ryek

Im NaNoWriMo habe ich für diesen Roman etwa 30 Szenen geschrieben. Nach jeweiliger Tageslaune und deshalb unsortiert. Ein guter Startpunkt, durch alle bisher geschriebenen Szenen zu gehen und sie gegen den Plot zu halten.
Das hat ein paar Tage gedauert. Denn es ist nicht damit getan, die Szenen einfach in die richtige logische Reihenfolge zu bringen. Sie sollten im weiteren Schreibprozess, zumindest größenordnungsmäßig, an der richtigen Stelle im Zeitablauf der Geschichte sein. Es handelt sich hierbei tatsächlich zwei unterschiedliche Dinge. Der logische Ablauf beschreibt, wie etwas passiert. Üblicherweise Ursache und Wirkung. Der zeitliche Ablauf hingegen, wann etwas passiert. Natürlich muss beides am Ende zusammenpassen. Das „Einsortieren“ schärft den Blick auf den Plot und liefert Informationen, wo es noch zu schreibende Szenen gibt.
Es gibt interessanterweise durchaus Parallelen zu Techniken der Malerei. Zuerst kommt eine Skizze, dann werden die wichtigen Linien durchgezogen und Konturen gebildet. Zuletzt kommt die Farbe. Der fertige, detaillierte Plot ist dann das Bild. Wenn man so will, der statische Teil der Geschichte. Das, was sich beim Schreiben nicht mehr viel ändert.
Es ist nicht das Ziel der Veranstaltung, eine Handlung durch Text aufzublasen, sondern die erzählte Geschichte für den Leser greifbarer zu machen. Sonst brauchte es nur das Inhaltsverzeichnis. 😉
Ich weiß heute schon, dass ich Zeit einplanen muss, um das zu wiederholen, wenn ich das erste Mal der Meinung bin, das Buch sei in der Rohfassung fertig.