Inspektor Mops – Common Sense

©Ryek Darkener 2017

„Die sehen wie Kerne aus.“
„Ja. Genauer gesagt sind es Kürbiskerne. Die habe ich im Schädel des Opfers gefunden. Ich vermute, dass sie die Todesursache sind.“
Mops drehte sich zum Geist des Toten. „Kürbiskernvergiftung?“
Der Geist zeigte Mops den Vogel.

 

Ab Anfang Juni als E-Book erhältlich.

Kann auch bei Lovelybooks zusammen mit anderen gelesen werden. 😉

Inspektor Mops ist auf dem Weg

Sooooo.

Der Text ist fertig. Das Cover ebenfalls. Alles wird in den nächsten Tagen hochgeladen bei neobooks, von wo es auf die E-Book-Plattformen verteilt wird.

Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion, ob der Klappentext den Inhalt auch wiedergibt, denke ich auf der sicheren Seite zu sein:

Urban Fantasy. So gut wie keine Six- oder Eightpacks, die durch den Plot toben, um kreischende Damsels in Distress zu was auch immer. 😉
Sondern eine, meine ich jedenfalls, wirklich abgefahrene (Kriminal) Story mit gelegentlich leicht verpeilten Protagonisten.  Ziemlich weit weg vom Mainstream.

Inspektor Mops – Fallende Engel(AT) – Demnächst in diesem Theater

Der Text befindet sich in der finalen Überarbeitung. Für Freunde von ungewöhnlichen und schrägen urban Fantasy Geschichten, die sich schon vorab informieren wollen, gibt es eine Leseprobe aus dem Manuskript bei neobooks.

Worum es geht:
Der nekromante Inspektor Mops hat nichts weiter als eine Pathologin und seine Sense, um den Fall „Rette die Welt vor Übernatürlichen“ zu lösen. Eine Heldenreise durch den ägyptischen Totenhimmel, Toontown und andere Randgebiete menschlicher Vorstellungskraft. Kann Spuren von Ironie und Antagonisten enthalten.

Der Text wird in nächster Zeit fertig und in etwa 250 Normseiten lang sein. Ich habe vor, eine Leserunde bei Lovelybooks dafür zu bewerben. Weitere Infos folgen.

Inspektor Mops – Süß oder Sauer

©Ryek Darkener 2016

©Ryek Darkener 2016

Passend zum Tag eine Szenenskizze aus dem Text, an dem ich gerade schreibe.

Viel Spaß beim Lesen!

31.10. 23:50
Die hagere Gestalt in der schwarzen Kutte bewegte sich mit schlafwandlerischer Sicherheit durch den dichten Nebel, der ab und zu von einer funzeligen Laterne erhellt wurde. Der Flüchtige stoppte an der Friedhofsmauer. Er warf sich herum, keuchend vor Anstrengung, das rote Haar klebte schweißnass am Kopf. Er ließ sein Messer aufschnappen. Der Verfolger hielt. Es klickte hart und metallisch, als die Klinge der Sense aus dem zwei Meter langen Stiel glitt und einrastete. Sie reflektierte das Laternenlicht wie weißes Feuer. Es beleuchtete ein Gesicht, das den zitternden Mann mit totenkopfgleichem Grinsen anstarrte. „Guten Abend. Schönen Samhain auch. Ich bin Mops. Inspektor Mops. Und du bist verhaftet.“

30.10. 23:55
Mops saß in der Küche und beschäftigte sich mit einem späten Abendessen. Kürbissuppe. Er liebte die Kürbissuppenzeit. Kürbissuppe passte zu allem. Zum Monat. Zum Wetter. Zur Laune. Die Suppe war heiß wie Lava. Mops genoss das Gefühl, wenn sie die Speiseröhre hinunter kroch, eine warme Spur hinter sich herziehend. Bald kam die fünfte Jahreszeit, und damit Auftritte als Gevatter Tod. Hager, ganz in Schwarz. Stilecht mit Sense. Er hatte das Gerät vor Jahren in einem Trödelladen erstanden. Der Besitzer schien erleichtert gewesen zu sein, dass dieses Ding aus der Auslage verschwand. Mops hatte die Sense mit viel Liebe aufpoliert. Ein ungewöhnliches Werkzeug. Der Stiel aus Eichenholz, hart wie Eisen. Und die Klinge! Als er das erste Mal mit dem mitgelieferten Schleifstein darübergefahren war, war der Rost wie Staub abgeglitten. Mops schliff die Klinge regelmäßig, mehr aus Gewohnheit als aus Notwendigkeit. Die Gleichförmigkeit der Tätigkeit erlaubte es ihm, Gedanken zu sammeln, Spuren zu verknüpfen und zu Schlussfolgerungen zu kommen. Warum er immer häufiger zu Kindergeburtstagen als zu karnevalistischen Veranstaltungen eingeladen wurde, darüber dachte er lieber nicht nach. Schöne neue Welt. Generation Grusel!

Die Turmuhr wies mit klarem Läuten darauf hin, dass ein neuer Tag angefangen hatte.
„Hört, ihr Leut, und lasst euch sagen:
Unsere Glock hat zwölf geschlagen!
Zwölf, das ist das Ziel der Zeit!
Mensch bedenk die Ewigkeit!“, summte Mops vor sich hin.

Ein zartes Räuspern kam von der anderen Seite des Tisches. Mops sah von der Suppe auf. Ihm gegenüber saß ein Mann, den er noch nicht kannte. In Mops’ Kopf formte sich ein Bild: Der Mann lag in einem Steinbruch, ein Einschussloch im Kopf und den Himmel verwirrt und tot anstarrend.
Das Einschussloch war immer noch da, doch der Blick, der ihn ansah, war alles andere als verwirrt.
„Inspektor Mops?“
Mops seufzte. „Wen hast du erwartet? Den Weihnachtsmann? Ende Oktober?“
„Ehrlich gesagt habe ich gedacht, dass der Engel mir einen Bären aufbinden wollte.“
Mops runzelte die Stirn. „Wieso? Menschen, die Geister sehen, sind häufiger, als man glaubt.“
Der Geist lächelte knapp. „Das ist ein weit verbreiteter Irrtum bei den Lebenden. Du bist  tatsächlich ein echter Kommissar?“
„Inspektor.“
„Von mir aus. Muss wohl reichen.“
„Ihr kommt zu mir, wenn ein Mord begangen wurde, den ich bearbeiten werde. Macht euch über mich lustig. Niemand fragt, ob ich das lustig finde.“
„So ist es.“
„Ihr sagt mir nie, wer’s war.“
„Stimmt.“
„Aber ich habe immer gewonnen!“
„Bisher …“
Mops unterbrach ihn. „Es war der Gärtner. Richtig?“
„Der Gärtner? Wieso der Gärtner, nein, es war …“ Der Geist schloss seinen Mund und warf ihm einen strafenden Blick zu. „Das ist unfair!“
Mops grinste. „Das Leben ist nun mal nicht fair. Oder findest du das Loch in deinem Kopf o.k.?“
„Natürlich nicht!“
„Dann ist das ja geklärt. Kann ich sonst noch etwas für dich tun?“
Der Tote schüttelte den Kopf. „Für mich wahrscheinlich nicht mehr. Aber vielleicht für andere.“
„Wie meinst du das? Du bist ein Standard-Mord. Typ 4 nach meiner Kategorisierung. Jemand hat dich in den Steinbruch gefahren, oder du jemanden, nehme ich an. Dann seid ihr ausgestiegen, habt ein nettes Gespräch geführt, und der Andere hat aus einem Grund, den ich noch nicht kenne, eine Waffe gezogen und dir die Grenzen des Lebens aufgezeigt. Bumm und weg.“
Der Geist schüttelte den Kopf. „Ich habe dich für intelligenter gehalten.“
„Das tun viele.“
„Wir sehen uns in der Autopsie.“
„Ich lasse mir doch nicht …“
Der Stuhl am anderen Ende des Tisches war leer.