Reflexionen über das Dichten

Manchmal geht es mit mir durch, und ich versuche mich an Reimen. Oder heißt es am Reimen? Egal. Schon einmal irgendwo anders gepostet, gefällt mir aber immer noch.

*Räusper*

Der Dichter schreibet eine Zeile
dies tut er nicht aus Langeweile
denn just am vorherigen Tag
aufgab vom Fenster ein Beschlag
was dazu führt, und das ist schlecht:
Im Zimmer zieht es nun wie Hecht!
So greift der Literat zur Feder
um Hilf zu holen, denn ein jeder
hat seine Stärken und auch Schwächen
da wir gerade davon sprechen
ist hier, obwohl’s gleich klingen mag
andere Kompetenz gefragt
„Herr Schmied“, schreibt er, „es wär gelegen
wenn sie zu mir sich herbewegen
um das defekt Scharnier zu richten
sonst kann im Zimmer ich nicht dichten!
Ich wäre Ihnen sehr verbunden
wenn Zustimmung sie mir bekunden
und möglichst bald bei mir erscheinen
getrennte Teile zu vereinen.“
Der Schmied kommt schnell und gut er’s richtet
dass dieses Fenster wieder dichtet
Der Dichter lobet seinen Fleiß
zahlt gern den angemess’nen Preis
Und reimt, erlöst von seiner Qual
Dafür sogar eine Moral:

Nicht immer dichtet, was sich reimt
Auch wenn es erst einmal so scheint