Das böse K-Wort

Sehr schöner Beitrag zum Thema Klischees.

Elea Brandt

Klischees in der Literatur – akzeptieren, umgehen oder modifizieren?

„Wer Klischees bedient, hat die treuesten Stammgäste.“
– Karl-Heinz Karius

Mit dem Hashtag #buchbingo hat Buchnom auf Twitter vor wenigen Tagen einen regelrechten Sturm ausgelöst. Hunderte Literatur-Fans fassten darunter lästige Buchklischees zusammen, die sie nicht mehr lesen möchten. Häufig ging es dabei um altbackene Liebesgeschichten, abgedroschene Phrasen oder ausgelutschte Plot-Elemente.

Beispieltweets zu #buchbingo

Der überraschende Hype wurde zwiespältig aufgenommen. Sind Klischees wirklich so schlecht? Sollte man sie verdammen – oder ist eine Spur Klischee sogar wichtig? Und kann man Klischees denn überhaupt grundsätzlich vermeiden?

Starten wir mit der ganz basalen Frage: Was sind überhaupt Klischees?

Kognitive Abkürzungen

Klischees – auch Stereoytpe – sind im Grunde nichts anderes als kognitive Abkürzungen, so genannte „Heuristiken“. Gewisse Eigenschaften einer Person bzw. Personengruppe oder auch bestimmte Handlungsverläufe sind in unserem Gehirn nahe beieinander abgespeichert und werden deswegen bevorzugt gemeinsam abgerufen. Sie werden durch eigene Erfahrungen…

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9 Dinge, die du tun kannst, um Selfpublisher zu unterstützen

Eine sehr gute Zusammenfassung und Anleitung für das, was uns Indies in sozialen Netzen sichtbar macht. Danke!

MARCUS JOHANUS

9 Dinge, die du tun kannst, um Selfpublisher zu unterstützen

Häufiger werde ich gefragt, wie man mich denn darin unterstützen kann, meine Romane weiter zu verbreiten – worüber ich mich natürlich sehr freue. Über die Antworten sind die meisten dann überrascht, denn es ist viel einfacher, Selfpublisher zu unterstützen, als viele glauben. In der Regel dauert das nur Sekunden.

1. Like, was das Zeug hält

In Zeiten von Social Media, dem Internet und dem Smartphone, ist die Unterstützung häufig nur einen Klick entfernt. In der Regel sind Selfpublisher auf verschiedenen Plattformen unterwegs. Und natürlich verfolgst du sie ohnehin, oder?

Die Masse an Follower sind dabei stumme Teilhaber, was schade ist. Denn vom Folgen und Lesen alleine verbreiten sich Beiträge nicht in den sozialen Medien.

Ein Like wirkt wie lächerlich wenig und wird häufig übersehen und nicht ernstgenommen, ist jedoch am Ende die Währung, mit der man als Autor in den sozialen Medien unterwegs ist.

Likes in sozialen Medien sind wie…

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Wer interessiert sich für deine Meinung, du Wurm!

Wer interessiert sich für deine Meinung, du Wurm!

Senkland - SF, Fantasy und der ganze Rest

Neulich war es mal wieder so weit: Ein neues Mitglied schlägt in der Gruppe auf und macht sich unbeliebt. Im Fb-Profil ist alles verborgen, bis auf die unvermeidbar öffentlichen Posts, in diesem Falle ein Titelbild und sonst nichts. Das Profilbild hat eine auffallende Farbe, weshalb es im Dschungel der Kommentare unübersehbar ist. Und schon macht sich wieder mein persönlicher Fluch bemerkbar. Ich kann es nicht lassen, die Kommentare zu lesen, schaue mehrmals täglich rein um zu sehen, wer inzwischen alles beleidigt wurde, und wie die Reaktionen sind.
Irgendjemand gerät mit ihm in Streit und verkündet ärgerlich, dass er den Betreffenden jetzt blockieren wird. Je nun. Das schafft vielleicht Erleichterung, ist aber irgendwie sinnlos, da der Bösewicht es ja nicht mehr wird lesen können. Der Gruppenadministrator schaltet sich ein und mahnt einen freundlicheren Umgangston an. Die Kommentare werden etwas weniger ausfallend, sind aber weiterhin bösartig und – was mir noch viel…

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Gibt es überhaupt noch »Literatur«?

Gibt es überhaupt noch »Literatur«?

Das musste mal gesagt werden. Schön, dass es jemand schön gesagt hat.

Senkland - SF, Fantasy und der ganze Rest

Ich wurde zu meiner Meinung zu »Wannabee«-Autoren gefragt, und die Antwort wurde immer länger, bis ich spontan beschlossen habe, daraus einen Blogartikel zu machen.
Begonnen hatte das ganze – wie auf Fb so oft – mit einem kurzen Austausch auf der Wall eines Freundes, in diesem Falle über Roger Willemsen (mein Favorit) und Peter Sloterdijk (der Favorit des »Kontrahenten«).
Es endete (bisher) mit einem Kommentar zu meinem auf Fb geposteten Artikel zur Charakterentwicklung und der Frage, ob nicht der »längere Text« auf dem absteigenden Ast sei, die Tätigkeit des »Lesens« nur noch ein Wort ohne Inhalt, sowie einem im Hintergrund angedeuteten Bedauern über den Verfall der »Kunst«, in diesem Falle also der Schriftstellerei.
Ob ich eine Meinung dazu hätte?
Habe ich.
Hier also die Antwort:
Ich bin umgeben von Bildungsarroganz aufgewachsen, man könnte es vielleicht auch die typisch deutsche Bewunderung für das »Genie« nennen. Schreiben und gelesen werden durfte nur

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Sketchnotes für Autoren

Sketchnotes für Autoren

Sehr interessante Idee für Plotten und Skizzieren.

Nina C. Hasse

Ich hatte vor ein paar Tagen ein Bild auf Twitter gepostet, auf dem ich mit Sketchnotes plotte. Auf den Beitrag folgten mehrere Reaktionen mit Nachfragen, wie sowas überhaupt geht, so dass ich versprochen habe, einen Artikel zu dem Thema zu schreiben. So, here we go:

Was sind eigentlich Sketchnotes?

Die Bezeichnung ›Sketchnotes‹ stammt von Mike Rohe und setzt sich aus den Wörtern Sketch (zu Deutsch: Skizze) und Note (Notiz) zusammen. Skizzierte bzw. visuelle Notizen also. (Mehr dazu in meiner Rezension zu Mike Rohdes ›Sketchnote Handbuch‹.) Diese können für jeden erdenklichen Zweck genutzt werden: Einkaufszettel, Vortragsnotizen, Brainstorming, Recherchezusammenfassung und eben auch fürs Plotten – ganz unabhängig davon, welche Plotmethode ihr nutzt. Ihr könnt die Drei-Akt-Struktur, das Sieben- oder Acht-Punkte-System oder auch die Heldenreise grafisch darstellen und habt den Vorteil, dass ihr euren Plot auf einen Blick einsehen könnt und euch nicht durch seitenlange Notizen wühlen müsst.

Von der Prämisse bis hin…

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Seid Fair! Wir sind es wert!

Seid Fair! Wir sind es wert!

Sehr gut auf den Punkt gebracht.

chickinwhite

Es ist schon viel dazu gesagt worden, aber es beschäftigt mich immer noch:

In letzter Zeit ist wieder vermehrt über Piraterie auf dem E-Book Markt gesprochen worden. Es sind große Portale geschlossen worden, sogar Strafanzeige wurde erstattet; und ich möchte wetten, dass so mancher mit Abmahnungen rechnen muss, was – hoffentlich! – so richtig teuer wird.

Was mir dabei so ungeheuer aufstößt ist die schlichte Tatsache, dass auf allen Kanälen Kommentare von Nutzern dieser Portale auftauchen, die alle dieselbe Botschaft haben:

„Ihr unterhaltet uns! Aber das ist uns nichts wert!“

(Nicht mal soviel wie der schnelle Kaffee für 3,50 € im billigen Pappbecher, den wir morgens mit auf die Hand nehmen.)

Sind wir Autoren nichts wert? Nichts? Aber auch gar nichts?

Ich frage mich: Warum ist das so?

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Film-Kurzkritik: Valerian

„Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ ist ein Film von Luc Besson. Die meisten Kino- und Fernsehzuschauer dürften „Das fünfte Element“ gesehen haben, der für mich ein Highlight des Popcorn-ScienceFiction-Kinos ist.
Daher bin ich mit recht hohen Erwartungen ins Kino gegangen. Um es vorab zu sagen: Nicht alle sind erfüllt worden.

Der Film ist auf die beiden Protagonisten Valerian und Laureline zugeschnitten. Sie werden mit gewaltigem technischen Aufwand bestmöglich und sehr gelungen in Szene gesetzt. Der Nachteil dieses Schaulaufens ist allerdings, dass viele gute und interessante Randfiguren zu Wasserträgern der Stars degradiert werden. Schade, denn es gibt eine Menge versteckter Stars – und einen, der sich nicht versteckt und in seinem kurzen Auftritt die beiden Hauptdarsteller fast an die Wand spielt.
Die Kostümierung ist, wie bei Luc Besson Space Operas üblich, genial. Es finden sich auch eine Menge augenzwinkernd verfilmter Zitate aus anderen bekannten Filmen, was vollkommen in Ordnung geht.
Der Plot ist vorhersehbar, nach einer Viertelstunde weiß der Zuschauer, was er zu sehen bekommen wird. Trotzdem unterhält der Film über die ganze Länge. Ich finde die Anfangssequenz sehr gut gelungen, da diese mit wenig Aufwand eine wichtige Aussage auf unterhaltsame Art und Weise macht.
So weit, so gut. Die Klischees einer Space Opera mit fantasyhaften Elementen werden bedient, gut aufgelegte Schauspieler führen das Publikum durch eine bunte und skurrile Welt. Warum bin ich also nicht ganz zufrieden?
Weil, meiner Meinung nach, zu wenig Gehirnschmalz in das Drehbuch gesteckt wurde. Der Film hat jede Menge Logikfehler. Zum Beispiel verhalten sich die Akteure in einigen Situationen so, wie es das Klischee ist, was aber komplett im Widerspruch zu dem steht, wie sie bisher agiert haben. Der Plot enthält Löcher, in denen man ein ganzes Sonnensystem unterbringen könnte. Aus meiner Sicht als Schriftsteller ist da einiges handwerklich sehr schlecht gemacht worden. Ein Lektorat hätte aus einem an sich guten Plot einen deutlich besseren machen können. Was die Handlungsstränge und innere Logik angeht, kann der Film dem „fünften Element“ nicht das Wasser reichen. Was ich wirklich ärgerlich finde, denn die verwendeten Ideen hätten das hergegeben.

Fazit:

Valerian ist ein Film, den man sich als Genre-Fan auf jeden Fall ansehen sollte. Aber am Ende bleibt der Eindruck, dass ohne Not eine Menge Potential verschenkt wurde.

… noch ein kleiner Seitenhieb zum Schluss: Warum Valerian Major ist und Laureline nur Sergrant sieht auf den ersten Blick nach dem bekannten Real-Rollenklischee aus, dass die Männer die besseren Jobs haben und der Mann „oben“ zu sein hat. Das wird – meiner Meinung nach – im Film genüsslich demontiert. Warum, wäre ein Spoiler. 😉

 

©Ryek Darkener 2016

Wie immer, meine 5 Cent.