Status 170331

ryek

Der Geist der Zukunft(AT)
Der dritte Teil der  „Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg“ ist vom Rohtext her fertig und das erste Mal überarbeitet und korrekturgelesen. Das erste Drittel des Textes ist raus an meine Betaleser.

Wer wissen will, worum es geht, kann sich hier informieren:

Tabula Rasa

Spes Impavida

Wer dystopische Sagas mag, sollte langsam mit dem Lesen anfangen. 😉

Wer Fragen dazu hat, darf gerne fragen. Hier, auf Facebook oder auf Twitter.

 

Ein paar Gedanken zum Korrekturlesen

Korrekturlesen ist eine ziemlich zeitaufwändige Angelegenheit. Wer glaubt, dass es damit getan ist, seinen Text nur einmal durch ein gängiges Textprüfprogramm, wie zum Beispiel den „Duden-Korrektor“ zu schieben, der irrt.
Der Grund ist so trivial wie nervig. Es gibt kein Programm, was hundert Prozent der Fehler findet. Nicht einmal Schreibfehler. Da diese, trotz Rechtschreibung, sich durch den Kontext weiterhin einer vollautomatischen Beurteilung entziehen. Was gut ist, denn sonst wäre Deutsch nur noch eine andere Programmiersprache.
Für mich hat sich das folgende Verfahren bewährt:

  1. Den Text mehrmals Korrekturlesen (lassen).
  2. Den Text mit Unterstützung verschiedener Programme korrekturlesen.
  3. Wenn das passiert ist, auch anderen den Text zum Lesen geben (Betaleser, Lektoren, Korrektoren). Erst dann. 😉

Wenn man Korrekturlesen nicht hauptberuflich macht, dann sollte entsprechend großzügig Zeit dafür eingeplant werden. Weiterhin empfiehlt es sich, nach jeder abgeschlossenen Überarbeitung eine Korrekturlese-Runde einzubauen. Auch wegen des Erfolgserlebnisses, dass die Anzahl der Änderungen nach und nach abnimmt.
Falls der Text in ein professionelles Korrektorat geht, spart man damit dem Korrektor Zeit (und sich möglicherweise Geld).
Die für mich wichtigeren Gründe sind andere. Ich komme im Laufe des Textdurchgangs an verschiedene Punkte, wo ich mich entscheiden muss:

  • Alte oder Neue Rechtschreibung, oder irgendwas dazwischen? Am Ende gewinnt bei mir das, was sich nach meiner Meinung flüssig lesen lässt. (Wer ohne Schuld ist, mag hier einen Stein werfen. 😉 )
  • Ist es ein offensichtlicher Fehler, oder ist es Auslegungssache? Beeinflusst meine Auslegung möglicherweise den Sinn des Textes an dieser Stelle?
  • Gehen durch sklavische Anwendung von Regeln Sinn, Kontext oder Sprachmelodie verloren? Ich will damit auf keinen Fall sagen, dass Rechtschreibung und Grammatik Glückssache sind und/oder der haltlosen Interpretation des Autors unterliegen. Aber dass die Neue Deutsche Rechtschreibung mitunter das Sprachgefühl zerstört oder im schlimmsten Falle sogar sinnentstellend ist, ist mittlerweile keine neue Erfahrung.
  • Außerdem bleiben bei mehrmaliger Prüfung oft Satzteile und Phrasen im Gedächtnis, die ich mir dann beim der nächsten Überarbeitung noch einmal vornehmen kann. Das sind weniger Dinge wie Füllwörter und Konsorten, sondern kurze Satzkonstruktionen, die wahrscheinlich jeder irgendwie automatisch verwendet, wenn man im Text weiterkommen will und die eleganten Formulierungen noch fehlen.

Fazit: Korrekturlesen dient nicht nur zur Verbesserung der technischen Qualität des Textes, sondern auch der inhaltlichen. Einfach deshalb, weil man seinen eigenen Text dann durch eine andere Brille betrachtet, in der es nicht um Inhalt, sondern um Form geht. Damit mache ich einen Schritt heraus aus der Betriebsblindheit, die ich als Autor meinem Text gegenüber auf der emotionalen Ebene üblicherweise habe.

 

©Ryek Darkener 2016

Meine 5 Cent.

Status 170224

ryekHallo!

Nachdem ich mich in letzter Zeit im Blog etwas rar gemacht habe und wahrscheinlich auch weiterhin werde (wegen Schreiben), ein paar Worte zum Status meiner Texte:

Inspektor Mops – Fallende Engel(AT)
Der Text ist so weit fertig, dass ich Exposees verschickt habe. Nun ruht er eine Weile und wartet auf das Feinschleifen.

Der Geist der Zukunft(AT)
Der dritte Teil der  „Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg“ ist ebenfalls auf einem guten Weg. Der Plot ist stabil, der größte Teil des Rohtextes geschrieben. Ein paar Szenen warten noch auf Schreibzeit und einige andere auf gute Einfälle. 😉 Auch dieser Teil wird zwischen 600 und 700 Normseiten dick werden. Ich empfehle möglichen Interessenten, sich zuvor die ersten beiden Teile zu Gemüte zu führen. Der dritte Teil wird nicht der Letzte sein. Ich hoffe, meinen zweijährigen Schreibzyklus halten zu können.

P.S.: Falls sich ein Blogger hierhin verirrt und sich und eine dystopische Saga antun will: Ich stelle gern Rezensionsexemplare meiner bisher geschriebenen Texte zur Verfügung (E-Book).

Bücher als Waffen

Durchaus nachdenkenswert.

Werkstadt

Ja, ich weiß, das ist eine steile These. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass der gegenwärtige Zustand vieler Gesellschaften direkt mit der Art und Weise zusammenhängt, wie und was an Büchern gelesen wird, wenn überhaupt noch gelesen wird. Diese in sich erstarrten Weltbilder, die alles, was nicht in sie hineinpasst, als »Fake!« denunzieren, die Vorliebe für schlichte Wahrheiten und starke Führungspersönlichkeiten findet sich wieder in den Vorlieben der Leser für möglichst »positive, sympathische« Protagonisten, eindimensionale Handlungen, per Küchenpsychologie begreifbare Motive, saubere Auflösungen (Mörder gefasst, Liebespaar kriegt sich) und möglichst leicht verständliche Moral.

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Social Networking für Unbedarfte

ryekIch habe mich, nach langem Zögern, dazu entschlossen, einen Twitteraccount anzulegen. Weniger, weil ich im Moment einen großen Vorteil für mich darin sehe, sondern eher, um ein paar Sachen auszuprobieren, über die ich bisher nur gelesen habe.

Motiviert haben mich die Ausführungen eines Kollegen in meinem Brotjob. Das Ganze wurde auf einige wenige Fragen zurückgeführt, wovon die für mich wichtigste ist:

Wofür stehe ich?

In stehe als Autor und Schriftsteller für die Texte, die ich schreibe. Ich bin Lieferant von interessanter, intelligenter und unterhaltsamer Literatur, aus der sich der Leser sein Kopfkino zusammenstellt. Und, wenn er es will, gern über manche Aspekte weiter nachdenken kann. Ich stehe dafür, dass alternative Fakten und alternative Realitäten nur in der Belletristik und im wissenschaftlichen Diskurs etwas zu suchen haben.

Allein die Beantwortung dieser Frage ist ein Mehrwert. Da sie das bei uns allen vorhandene Bauchgefühl, aus dem heraus wir schreiben, für einen Leser oder Kontakt in sozialen Netzwerken anfassbar macht.

Nachdem das nun geklärt ist, informiert man sich im Netz, was denn bei einem Twitter-Account so alles zu beachten ist.
Nächster Schritt: Anlegen des Accounts. Positiv aufgefallen ist mir, dass Twitter den Account, wahrscheinlich aufgrund eines Handlingfehlers auf meiner Seite, sofort gesperrt und nach einer Telefonnummer zur Verifizierung gefragt hat. Machen wir uns nichts vor: Jedes smarte Phone telefoniert nach Hause. Da Ryek Darkener eine eigene Telefonnummer hat, war das dann nicht das größte Problem. Außerdem will ich als Schriftsteller ja nicht unbekannt bleiben. 😉

So weit, so gut. Jetzt bin ich drin.

Film-Kurzkritik: Deadpool

Ryek myst

Ich fange mit einem Spoiler an: Was ist die Botschaft des Films?

 

Wenn du Auto fährst, lass deine Griffel vom Smartphone!

 

Nun in medias res.

Der Film in total flach. Flacher geht es kaum. Trotzdem habe ich ihn mit großem Vergnügen gesehen.

Wegen der Action-Szenen? Nein. Die waren so perfekt, wie man es von einer Marvel Comicverfilmung erwarten kann.

Wegen dem Plot? Nein. Weil in diesem ziemlich alles falsch gemacht wurde, was man falsch machen kann: Prolog, Rückblenden ohne Ende, stur lineare Story, u.s.w.

Warum dann? Kurz gesagt, wegen des Protagonisten, der sich über den ganzen Film hinweg darüber beschwert, in was für einem Superhelden-Schrottplot er den Superhelden spielen muss. 😉

 

Für diejenigen, die selbst schreiben, ist der Film eine kleine Offenbarung. Er funktioniert auf der Unterhaltungsebene prima, weil der offensichtlich schwache Plot dadurch getoppt wird, dass er ständig kommentiert, wenn nicht sogar lektoriert wird. Vom Protagonisten! Das ist schon eine coole Idee.

Das Menschenschlachten ist Marvel-spezifisch comichaft, mit viel rot und rüden Witzen zum Thema. Entweder mag man das, oder man mag es nicht. Es ist technisch gut gemacht, aber nichts, was nicht schon woanders auch gezeigt wurde. Was der Protagonist in seinem inneren Dialog permanent kritisiert. Mehr als einmal fragt er sich (und das Publikum): Was tue ich hier eigentlich? Die Frage wird bis zum Schluss nicht beantwortet. Gut so!

Manche Kritiken beschreiben den Protagonisten als ironisch bis zynisch und mit einem Hang dazu, andere verletzen zu wollen – womit nicht die Kampfhandlungen gemeint sind. Aber das allein würde – jedenfalls für mich – nicht den Reiz ausmachen. Der Film strotzt vor kommentierten Querschlägern aus anderen Superhelden-Filmen. Bis hin zum Bewegungsablauf in Super-Super-Zeitlupe, wobei sich die Kommentare des Protas oft in Richtung „das Publikum will es so, darum mache ich das jetzt“ bewegen. Das ist fast schon ein Münchhausen-Effekt.

Ich weiß nicht, ob das die Absicht der Filmemacher war. Filme aus Hollywood sind für mich wegen ihrer Beliebigkeit mittlerweile eher ein Grund, nicht ins Kino zu gehen. Doch die zumindest gefühlte Metaebene der Selbsterkenntnis, was da produziert wurde, ist erfrischend und unterhaltsam.

Kein Film, den man sich mehr als einmal ansehen muss. Aber ein Film, den man verpasst hat, wenn man ihn sich nicht angesehen hat. Auch wenn man kein Marvel-Fan ist.

 

Ein gutes Beispiel dafür, dass man alle Regeln brechen darf. Wie Deadpool. Vorausgesetzt, man kennt sie und man kann es.

 

©Ryek Darkener 2016

©Ryek Darkener 2016

Wie immer, nur meine 5 Cent.

Der Geist der Zukunft (AT) – Textsplitter aus dem Manuskript

Der Kommandant nahm das Werkzeug entgegen und aktivierte es. Die haarfeine, eine Handspanne lange Energielanze war kaum zu erkennen im hellen Tageslicht. „Keine Angst, dass ich den Molekularschneider an dir ausprobiere?“
„Nein. Wem sollte das etwas bringen? Ich bin ein entbehrlicher Soldat, du ein Kommandant. Nach militärischer Rechnung wäre das ein gutes Geschäft für uns.“
Der Kommandant drehte sich nach links und sah den Röntgenlaser des Schiffes auf sich gerichtet. Er lächelte anerkennend. „Seid ihr alle so gut wie du?“
„Nein. Jedes Kind im Tunnel und in Neu Cannstatt ist besser.“