Film-Kurzkritik: Valerian

„Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ ist ein Film von Luc Besson. Die meisten Kino- und Fernsehzuschauer dürften „Das fünfte Element“ gesehen haben, der für mich ein Highlight des Popcorn-ScienceFiction-Kinos ist.
Daher bin ich mit recht hohen Erwartungen ins Kino gegangen. Um es vorab zu sagen: Nicht alle sind erfüllt worden.

Der Film ist auf die beiden Protagonisten Valerian und Laureline zugeschnitten. Sie werden mit gewaltigem technischen Aufwand bestmöglich und sehr gelungen in Szene gesetzt. Der Nachteil dieses Schaulaufens ist allerdings, dass viele gute und interessante Randfiguren zu Wasserträgern der Stars degradiert werden. Schade, denn es gibt eine Menge versteckter Stars – und einen, der sich nicht versteckt und in seinem kurzen Auftritt die beiden Hauptdarsteller fast an die Wand spielt.
Die Kostümierung ist, wie bei Luc Besson Space Operas üblich, genial. Es finden sich auch eine Menge augenzwinkernd verfilmter Zitate aus anderen bekannten Filmen, was vollkommen in Ordnung geht.
Der Plot ist vorhersehbar, nach einer Viertelstunde weiß der Zuschauer, was er zu sehen bekommen wird. Trotzdem unterhält der Film über die ganze Länge. Ich finde die Anfangssequenz sehr gut gelungen, da diese mit wenig Aufwand eine wichtige Aussage auf unterhaltsame Art und Weise macht.
So weit, so gut. Die Klischees einer Space Opera mit fantasyhaften Elementen werden bedient, gut aufgelegte Schauspieler führen das Publikum durch eine bunte und skurrile Welt. Warum bin ich also nicht ganz zufrieden?
Weil, meiner Meinung nach, zu wenig Gehirnschmalz in das Drehbuch gesteckt wurde. Der Film hat jede Menge Logikfehler. Zum Beispiel verhalten sich die Akteure in einigen Situationen so, wie es das Klischee ist, was aber komplett im Widerspruch zu dem steht, wie sie bisher agiert haben. Der Plot enthält Löcher, in denen man ein ganzes Sonnensystem unterbringen könnte. Aus meiner Sicht als Schriftsteller ist da einiges handwerklich sehr schlecht gemacht worden. Ein Lektorat hätte aus einem an sich guten Plot einen deutlich besseren machen können. Was die Handlungsstränge und innere Logik angeht, kann der Film dem „fünften Element“ nicht das Wasser reichen. Was ich wirklich ärgerlich finde, denn die verwendeten Ideen hätten das hergegeben.

Fazit:

Valerian ist ein Film, den man sich als Genre-Fan auf jeden Fall ansehen sollte. Aber am Ende bleibt der Eindruck, dass ohne Not eine Menge Potential verschenkt wurde.

… noch ein kleiner Seitenhieb zum Schluss: Warum Valerian Major ist und Laureline nur Sergrant sieht auf den ersten Blick nach dem bekannten Real-Rollenklischee aus, dass die Männer die besseren Jobs haben und der Mann „oben“ zu sein hat. Das wird – meiner Meinung nach – im Film genüsslich demontiert. Warum, wäre ein Spoiler. 😉

 

©Ryek Darkener 2016

Wie immer, meine 5 Cent.

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Film-Kurzkritik: Pirates of the Caribbean: Salazars Rache

Das war es dann wohl mit den karibischen Piraten und ihren geisterhaften Verwicklungen. Die offenen Enden der vorhergehenden Teile werden verknüpft und am Schluss sind alle eine große glückliche Familie.
Ich hoffe meine Ironie ist erkennbar. „Salazars Rache“ leistet das, was vernünftigerweise zu erwarten war in einer Geschichte, der immer mehr die Luft ausgegangen ist. Ein, alles in allem, versöhnliches Ende mit der Storyline, die sich – genau wie schon in mindestens zwei Teilen davor – durch einen recht konfusen Plot schleppt, in dem, meiner Meinung nach, viel Potential, die Handlung und auch die Akteure betreffend, verschenkt wurde.
Johnny Depp dominiert den Film auf ganzer Länge. Eigentlich unnötig, den seine schauspielerischen Qualitäten sind unbestritten. So kommen leider viele interessante Nebenrollen zu kurz, blitzen ab und zu fast entschuldigend auf und geben dem Hauptprotagonisten das Stichwort. Gerade die Frauenrollen sind nur sehr marginal ausgebaut, da wäre weit mehr gegangen. Somit ist die Handlung insgesamt gefällig, aber weit entfernt von der kongenialen schauspielerischen Leistung der Akteure des ersten Teils.
Trotz allem nicht der schlechteste Teil der Serie. Der Film punktet mit einer sehr gut gemachten Effekte-Show, die einige Überraschungen bietet. Salazars Schiff zum Beispiel ist sehenswert und hat bestimmt ein paar Dollar mehr an Rechenzeit verlangt. Was die Handlung angeht, möchte ich, ohne zu spoilern, sagen, dass bestimmte Sequenzen jetzt wohl in Hollywood en vogue sind und deshalb in allen gerade gedrehten Filmen vorkommen müssen.

Fazit:
Sei es drum. Der Film ist, alles in allem, unterhaltsam. Die Fans sollten ihn sich auf keinen Fall entgehen lassen. Nettes Popcorn-Kino und der würdige Abschluss der Serie (oder zumindest der Storyline 😉 ).

 

 

©Ryek Darkener 2016

Wie immer, meine 5 Cent.

Film-Kurzkritik: Guardians of the Galaxy Vol. 2

Ich bin nach langer Zeit einmal wieder ins Kino gegangen. Da mir schon der erste Teil der Guardians gut gefallen hat – abgesehen von einer handwerklichen Schwäche am Ende – war „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ durchaus ein Film, auf den ich gewartet habe.

Ich gehe nicht auf Details ein, jede Erwähnung wäre ein Spoiler. Der Film ist ein liebevoller Querschnitt durch alle Klischees des Space Opera Popcorn-Kinos, gewürzt mit Versatzstücken aus anderen erfolgreichen Produktionen. Auch einige fantasyhafte Elemente sind enthalten.
Die Handlung steht gewissermaßen schon in der Vorschau, daher verzichte ich hier darauf, sie nachzuerzählen. Was mich positiv überrascht hat: Es gibt tatsächlich einen Handlungsstrang sowie ein paar recht überraschende Wendungen und kurze Nebenhandlungen. Im Gegensatz zu manch anderer Produktion aus dem Hause Marvel, die ausschließlich auf Action setzt. Die Filmemacher haben tief in die Literaturkiste gegriffen, einige Kleinodien ausgegraben, von denen jüngere Kinogänger möglicherweise noch nie gelesen haben – meine Vermutung: „Pater der Sterne“ von Philip José Farmer – und wirklich sehr gut umgesetzt.
Der Film ist in voller Länge unterhaltsam. Was mir neben der perfekten Choreografie sehr gut gefallen hat, waren die pointierten Dialoge und ein für Hollywoodfilme dieser Art ungewöhnlich hoher Anteil an Subtext. Es gibt klare, kritische Hinweise zu sehr aktuellen Themen, und ein paar für meinen Geschmack sehr emotionale Szenen. Sowie einige Szenen, die ich als grenzwertig empfunden habe – hier wurde die Choreografie als unterschwelliger zynischer Kommentar benutzt, ohne zu belehren. Möglicherweise wird das nicht jeder Kinobesucher mitbekommen haben.
Der Film entwickelt zudem einige neue Protagonisten, so dass wir gespannt sein können, was die Guardians noch vor sich haben.

Fazit:
Der Film ist technisch perfekt gemacht, die Schauspieler, inklusive der Gaststars, hatten Freude am Plot, und der Film ist, meiner Meinung nach, bei Weitem nicht so oberflächlich wie man es vielleicht erwartet hätte. Mir hat er sehr gut gefallen, ich kann ihn weiterempfehlen und würde ihn mir auch ein zweites Mal ansehen.
Es wird schwer werden, das zu toppen.

Spoiler:

Seht euch den Film bis zum Schluss an. Wirklich. Bis zum Schluss. Es lohnt sich.

Einen Rant zu einem Nebenthema kann ich mir nicht verkneifen:
Nervige Werbung: Sie ist lang (30 Minuten), gleichgeschaltet – fast alle Werbeclips suggerieren „Happiness“ – und  komplett einfallslos. Entweder sind den Marketingfuzzies die guten Ideen ausgegangen, oder man hält in den Konzernzentralen den Rest der Welt mittlerweile (zu Recht oder zu Unrecht) für komplett verblödet. Ich finde das jedenfalls zum Kotzen, da gute Werbespots für mich mit zu einem guten Kinoerlebnis dazugehören. Der Kunde wird hier, meiner Meinung nach, nicht mehr als Mensch wahrgenommen, dem eine Dienstleistung gegen Bezahlung angeboten wird, sondern als Schaf, das es zu scheren gilt. Mehr noch: als immer fröhlich zu sein habender Bittsteller.

 

©Ryek Darkener 2016

Wie immer, meine 5 Cent.

Social Networking für Unbedarfte – Update

Jetzt bin ich den zweiten Monat bei Twitter.
Ich habe es heute geschafft, den 200sten zu finden, dem ich erst einmal folge. Was nicht einfach war, da ich mir immer auch (auf den Blogseiten) ansehe, ob das Thema mich zumindest einigermaßen interessiert oder zu mir passt. Das ich bestimmten Leuten nicht auf Twitter folge liegt nicht unbedingt daran, dass ich mich nicht für sie interessiere. Sondern daran, dass sie in meinen Augen keinerlei Aufmerksamkeit in den sozialen Medien verdienen. Guess who. 😉
Eigene Follower: etwa 40. Danke, aber da geht hoffentlich noch was. 😉

Ein paar Eindrücke, die ich bisher gewonnen habe:

  • Männer scheinen auf Twitter so gut wie keine Relevanz zu haben, zumindest was Schreiben und Bloggen angeht. Wieso fordert hier eigentlich niemand eine Männerquote? Ich fühle mich vollkommen diskriminiert. 😉
  • WordPress scheint als Blog-Plattform deutlich beliebter zu sein als Blogspot. Bei mir liegt das definitiv daran, dass Google+ mit den „das könnte dich auch interessieren“-Angeboten voll daneben liegt. Davon abgesehen muss ich mir auch ein wenig Zeit zum Schreiben überbehalten, trotz Twitter, Facebook, WordPress, LovelyBooks.
  • Wer wenig, aber Relevantes, twittert, wird kaum retweetet. Zumindest solange er/sie nicht deutlich mehr Follower hat als er/sie selber folgt. Da ist es dann genau umgekehrt. Wer viel, aber zumeist Uninteressantes, twittert, wird irgendwann ignoriert. Fazit: Es gilt durchaus „Publish or Perish“, aber nicht „Twitter every Fart and get Retweetet“. Zumindest nicht in der Literaturszene.

©Ryek Darkener 2016

 

 

 

 

Meine 5 Cent.

 

 

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Der dritte Teil meiner dystopischen Saga aus der Welt nach dem Letzten Krieg hat den Arbeitstitel „Der Geist der Zukunft“.  Dazu gibt es auch eine Projektseite.

Heute schon gespendet?

ryekKomische Frage, zumal um Weihnachten herum, nicht wahr? Und wofür?

Ich rede nicht von Organisationen, die dafür sorgen, dass Menschen geholfen wird, die Bildung und ärztliche Versorgung an die entlegensten Punkte der Welt bringen oder anderweitig dafür arbeiten, die Welt zu einem schöneren Ort zu machen oder als lebenswerten Ort zu erhalten. Dafür zu spenden ist selbstverständlich, falls man sich dort nicht selbst aktiv beteiligt. In  einer zivilisierten und humanistisch orientierten Gesellschaft ist das keinen Blogpost wert.

Ich meine Dinge, die mein eigenes Leben als Schriftsteller erleichtern, aber nicht zwingend kostenpflichtig sind.

Es ist nicht mein Anliegen, an dieser Stelle Werbung für etwas zu machen. Wahrscheinlich hat jeder seine eigenen Lieblinge. Die von einer Vielzahl von Menschen umsonst oder überwiegend ehrenamtlich zur Verfügung gestellt werden: Computerbetriebssysteme, nützliche Programme, Wissensaufbereitung, Musik, und, und, und. Ich möchte lediglich, dass der Leser dieses Textes ein paar seiner wertvollen Gedanken daran verschwendet, was wäre, wenn diese Dinge, die er möglicherweise täglich wie selbstverständlich nutzt, morgen nicht mehr da wären. Was er, ganz persönlich, heute dafür tun kann, damit es sie auch morgen noch gibt.

©Ryek Darkener 2016

©Ryek Darkener 2016

Wie immer, nur meine 5 Cent.

Manöverkritik NaNoWriMo 2016

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Wir schreiben den ersten Dezember des Jahres zwanzigsechzehn. Nach einem dreißigtägigen Ritt auf dem Rücken des Pegasos – aufgrund der Geschwindigkeit hat es nicht für Gedichte, sondern nur für Fließtext gereicht – bin ich nach einem Monat sanft gelandet.

 

54.000 Wörter! Ich bin überrascht. 2013 waren es knapp über 50.000, 2014 Fehlversuch, 2015 gar nicht angetreten.

 

Erste Erkenntnis: Die Zeit zum Schreiben musst du dir nehmen. Klar. Heißt: sich am 31. Oktober ehrlich zu überlegen, ob du die Zeit hast. Oder vielleicht hat. Sonst artet das in Frust aus, entweder eigenen oder den der Umgebung.

 

Zweite Erkenntnis: Habe zumindest eine Idee, was du schreiben willst. Ich hatte zwei, und an denen habe ich auch gearbeitet. Das Schöne am Nano ist, dass du nicht bierernst den einen Roman schreiben musst. Das tun die Puristen. Es ist erlaubt, mehr als einen Text zu bearbeiten, da gibt es sogar ein Badge dafür: Nano Rebel. Wie beim Schreiben selbst darfst du Regeln brechen, wenn du sie kennst. Meine Ziele waren, zwei Texte ein Stück vorwärtszubringen, einen davon nach Möglichkeit abzuschließen. Das erste Ziel habe ich erreicht.

 

Dritte Erkenntnis: Du schaffst mehr, als du glaubst, wenn du einen Plan hast. Ich verwendete einen Plot mit Szenen in einer Mindmap. Davon habe ich mir immer die herausgesucht, auf die ich Lust hatte. Aus vielen Szenen haben sich weitere ergeben, sowie eine Detaillierung der erzählten Geschichte.

 

Vierte Erkenntnis: 50.000 Worte sind gar nicht so viel. Was das Schreiben angeht, mache ich gern ein wenig Statistik:

  • Insgesamt habe ich 60 Stunden geschrieben, 54.000 Worte. Das sind 900 pro Stunde. Nicht schlecht. Es sind deutlich mehr, als ich üblicherweise ohne Nano in einer Stunde schaffe. Dazu später.
  • Meine tägliche Schreibleistung schwankte zwischen 50 und 4000 Worten pro Tag. Du darfst also auch einmal keine Lust haben.

 

Fünfte Erkenntnis: Wenn du sich darauf eingelassen hast, regelmäßig zu schreiben, dann kommen gute Ideen häufiger, als beim Warten auf den Musenkuss. Schreiben ist Arbeit, und zu einem erheblichen Teil ist diese Arbeit Routine. Nämlich die Routine, den Text aus seinem Kopf auf das Papier oder die Festplatte zu bekommen. Was hindert, sind zum einen die persönliche Tagesform, Ablenkungen und der innere Lektor. Die Tagesform ist von vielen Faktoren abhängig, die du nicht beeinflussen kannst. Ablenken solltest du dich – interessanterweise – lassen, in Grenzen. Das ist besser als sich zu zwingen zu schreiben. Hat bei mir gut geklappt, wenn auch manchmal mit schlechtem Gewissen. Gegen den inneren Lektor hilft oft, ihn fünf bis zehn Minuten an einem am vorigen Tag geschriebenen Text arbeiten zu lassen. Dann ist er zufrieden und gibt den Rest der Schreibzeit meist Ruhe.

 

Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Erreichten. Mich hat der Monat meinen Protagonisten näher gebracht. Ich gönne mir jetzt eine kleine Pause und schreibe andere Sachen. Zum Beispiel diesen Blog-Beitrag. Das habe ich mir verdient. 😉

 

©Ryek Darkener 2016

©Ryek Darkener 2016

Meine 5 Cent.

Skyfall (US version)

Ryek_2016This is the end.

The end of an era.

 

It makes no sense to complain about reality.

You have to face it. Or perish.

 

USA has renounced its leading role for the Western World. The party is over. USA returns to itself, „Heim ins Reich“. Back to the roots. Whoever is to become President or could have been President.

The Great White Father in Washington will no longer handle the affairs of ROW. This convenience period has ended. Whenever it will happen again, it will happen for a hefty price. Fair enough.

America has decided in free, secret, democratic ballot. What to be will be seen when the gun smoke of the election war has dispersed. Hopefully not the first radical religious fundamentalist Caliphate of the Western World in Modern Times.

The majority of the American men want to have a leading person who „Makes America Great Again“. Like in the fifties. Whatever this means and however it shall happen in a globalized world.

And the women? Nearly half of them, thereof a significant part of young women, obviously seem to have no problem with their submissive role in the American Society. What really surprised me. However, it explains the success of some kind of literature made in America. The (wet) feminine American Dream seems to be the acceptance of sexism in public and active submission. Now it becomes reality. Why the mothers and grandmothers of these women took to the street for equal rights and the right to vote is off my mind. The role of a speaking piece of furniture could have been acquired without male resistance.

*Irony*

There might come some minor amendments in wording which have to be paid attention, if you are a soon-to-be successful writer:

Mr. (Mister) will become Mr. (Master)

Mrs. (Mistress) will become Smrs. (Submisstress)

Ms. will become Gal

Example: „Mr. and Mrs. Smith“ will become „Master and Submistress Smith“ (pay attention to the „s“es)

*Irony*

 

It makes no sense to complain about reality.

You have to face it. Now.

 

©Ryek Darkener 2016

©Ryek Darkener 2016

My five Cent.

Ryek Darkener, German Writer