Inspektor Mops: Halloween-Special

©Ryek Darkener 2017

Hallo zusammen!

Passend zu Halloween gibt es von mir den Anfang von „Inspektor Mops – Common Sense“ zu lesen. Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Werbegeschenk, welches nicht zum Kauf verpflichtet. 😉 Viel Spaß!

 

Süß oder Sauer

30.10. 23:55

Mops saß in der Küche und beschäftigte sich mit einem späten einsamen Abendessen. Kürbissuppe. Er liebte die Kürbissuppenzeit. Kürbissuppe passte zu allem. Zum Monat. Zum Wetter. Zur Laune. Die Suppe war heiß wie Lava. Mops genoss das Gefühl, wenn sie die Speiseröhre hinunter kroch, eine warme Spur hinter sich herziehend. Er summte zufrieden vor sich hin.

Die Turmuhr wies mit klarem Läuten darauf hin, dass der alte Tag seinen Abschied nahm, um Platz für einen neuen zu machen:

„Hört, ihr Leut, und lasst euch sagen:
Unsere Glock hat zwölf geschlagen!
Zwölf, das ist das Ziel der Zeit!
Mensch bedenk die Ewigkeit!“, summte Mops vor sich hin.

Ein sachtes Räuspern kam von der anderen Seite des Tisches. Mops sah von der Suppe auf. Ihm gegenüber saß ein Mann, den er noch nicht kannte. In Mops‘ Kopf formte sich ein Bild: Der Mann lag in einem Steinbruch, ein Einschussloch zwischen den Augen und den Himmel verwirrt und tot anstarrend.
Das Einschussloch war immer noch da. Doch der Blick, der ihn ansah, war alles andere als verwirrt.
„Inspektor Mops?“
Mops seufzte. „Wen hast du erwartet? Den Weihnachtsmann? Ende Oktober?“
„Ehrlich gesagt habe ich gedacht, dass der Engel mir einen Bären aufbinden wollte.“
Mops runzelte die Stirn. „Wieso? Menschen, die Geister sehen, sind häufiger, als man glaubt.“
Der Geist lächelte knapp. „Das ist ein weit verbreiteter Irrtum bei den Lebenden. Du bist tatsächlich ein echter Kommissar?“
„Inspektor.“
„Von mir aus. Muss dann wohl reichen.“
„Ihr kommt zu mir, wenn ein Mord an euch begangen wurde, den ich bearbeiten werde. Macht euch über mich lustig. Niemand fragt mich, ob ich das lustig finde.“
„So ist es.“
„Ihr sagt mir nie, wer’s war.“
„Stimmt.“
„Ich habe immer gewonnen!“
„Bisher …“
„Es war der Gärtner. Richtig?“
„Der Gärtner? Wieso der Gärtner, nein, es war …“
Der Geist schloss seinen Mund und warf Mops einen strafenden Blick zu, bevor er weitersprach. „Das ist unfair!“
Mops grinste. „Das Leben ist nun mal nicht fair. Oder findest du das Loch in deinem Kopf o.k.?“
„Natürlich nicht!“
„Dann ist das ja geklärt. Kann ich sonst noch etwas für dich tun?“
Der Tote schüttelte den Kopf. „Für mich wahrscheinlich nicht mehr. Aber vielleicht für andere.“
„Wie meinst du das? Du bist ein Standard-Mord. Typ 4 nach meiner Kategorisierung. Jemand hat dich in den Steinbruch gefahren. Oder du jemanden, nehme ich an. Dann seid ihr ausgestiegen, habt ein nettes Gespräch geführt, und der andere hat aus einem Grund, den ich noch nicht kenne, eine Waffe gezogen und dir die Grenzen des Lebens aufgezeigt. Bumm und weg.“
Der Geist schüttelte den Kopf. „Ich habe dich für intelligenter gehalten.“
„Das tun viele.“
„Wir sehen uns in der Autopsie.“
„Ich lasse mir doch nicht …“
Der Stuhl am anderen Ende des Tisches war leer.
„Blödmann!“ Mops widmete sich wieder der Suppe.
Nach der Mahlzeit und dem Abwasch holte er seine Sense aus dem Besenschrank, setzte sich an den Tisch und fing an, sie zu schleifen.

 

 

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„Inspektor Mops – Common Sense“ bei Lovelybooks

©Ryek Darkener 2017

Den meisten Autoren dürfte LovelyBooks ein bekannter Begriff sein. Auf dieser Plattform rezensieren Leser die Bücher, die sie gelesen haben, und bewerben sich um Bücher, die von Autoren oder Verlagen zur Rezension zur Verfügung gestellt werden. Gegenüber teilweise immer noch vorhandener Meinung muss der Autor nicht zwingend bei einem Verlag veröffentlichen, um hier als Autor geführt zu werden. Allerdings ist die Sichtbarkeit von Indie-Büchern deutlich geringer als die von Verlagsprodukten.
Für mich als jemanden, der kein Monster-Werbebudget hat, ist es dennoch eine gute Möglichkeit, an Rezensionen zu kommen. Abgesehen davon ergeben sich oft interessante Dialoge, da die Leserundenteilnehmer die Möglichkeit nutzen, mehr über den Autor, seine Bücher und Hintergründe der Geschichte zu erfahren.
Mit „Inspektor Mops – Common Sense“ habe ich meine dritte Leserunde bei LovelyBooks veranstaltet. Trotz der Vielfalt der angebotenen Titel haben sich sechs Interessenten gefunden (Interessent ist bei mir genderneutral gemeint, bezogen auf Lesen müsste es eigentlich Femininum sein 😉 ).
Gegenüber der Leserunde, die ich vor etwa zwei Jahren veranstaltet habe, war mein Eindruck, dass die Kommunikation zwischen Leser und Autor nachgelassen hat. Es gibt immer weniger Leser, die sich die Zeit nehmen, mehr als die Rezension zu schreiben, was ich persönlich schade finde. Gefühlt scheint es daran zu liegen, dass die Zeit, die Leser mit einem bestimmten Buch verbringen, abnimmt. Entweder weil im Tageschäft einfach wenig Zeit übrigbleibt (Beruf, Familie), oder weil möglichst viele Bücher gelesen werden wollen. Das bemerke ich auch häufig auf den sogenannten sozialen Medien – der Trend geht zur Vereinzelung oder zur Mitgliedschaft in Kuschelgruppen.

Wie auch immer: Ich hatte einen sehr anregenden Dialog mit einer Leserin, sowie drei sehr positive Rezensionen, die entweder bei LovelyBooks und/oder auf den Buchverkaufsplattformen nachzulesen sind. Dafür an dieser Stelle meinen herzlichen Dank!

Für mich war die Leserunde auf jeden Fall eine positive Erfahrung. Daher habe ich vor, den dritten Teil meiner Dystopie „aus der Welt nach dem Letzten Krieg“ ebenfalls bei LovelyBooks lesen zu lassen.

 

Inspektor Mops – Common Sense

©Ryek Darkener 2017

„Die sehen wie Kerne aus.“
„Ja. Genauer gesagt sind es Kürbiskerne. Die habe ich im Schädel des Opfers gefunden. Ich vermute, dass sie die Todesursache sind.“
Mops drehte sich zum Geist des Toten. „Kürbiskernvergiftung?“
Der Geist zeigte Mops den Vogel.

 

Ab Anfang Juni als E-Book erhältlich.

Kann auch bei Lovelybooks zusammen mit anderen gelesen werden. 😉

Inspektor Mops ist auf dem Weg

Sooooo.

Der Text ist fertig. Das Cover ebenfalls. Alles wird in den nächsten Tagen hochgeladen bei neobooks, von wo es auf die E-Book-Plattformen verteilt wird.

Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion, ob der Klappentext den Inhalt auch wiedergibt, denke ich auf der sicheren Seite zu sein:

Urban Fantasy. So gut wie keine Six- oder Eightpacks, die durch den Plot toben, um kreischende Damsels in Distress zu was auch immer. 😉
Sondern eine, meine ich jedenfalls, wirklich abgefahrene (Kriminal) Story mit gelegentlich leicht verpeilten Protagonisten.  Ziemlich weit weg vom Mainstream.

Inspektor Mops – Fallende Engel(AT) – Demnächst in diesem Theater

Der Text befindet sich in der finalen Überarbeitung. Für Freunde von ungewöhnlichen und schrägen urban Fantasy Geschichten, die sich schon vorab informieren wollen, gibt es eine Leseprobe aus dem Manuskript bei neobooks.

Worum es geht:
Der nekromante Inspektor Mops hat nichts weiter als eine Pathologin und seine Sense, um den Fall „Rette die Welt vor Übernatürlichen“ zu lösen. Eine Heldenreise durch den ägyptischen Totenhimmel, Toontown und andere Randgebiete menschlicher Vorstellungskraft. Kann Spuren von Ironie und Antagonisten enthalten.

Der Text wird in nächster Zeit fertig und in etwa 250 Normseiten lang sein. Ich habe vor, eine Leserunde bei Lovelybooks dafür zu bewerben. Weitere Infos folgen.