On my way

Hallo!

Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Irgendwas ist dran an der Behauptung, dass sie umso schneller vergeht, je älter man wird. Abgesehen von unvergesslichen Momenten scheint es einen Effekt zu geben, der dem aus Einsteins Relativitätstheorie entspricht. Wenn man sich die Lebenszeit als Beschleunigung vorstellt, dann kommt man mit jeder Sekunde näher an die Grenze, die sich nicht materiell überschreiten lässt. Am Ende befindet man sich in (nicht nur relativer) Ruhe, während sich die Welt mit unendlicher Geschwindigkeit weiterbewegt.
Zum Glück scheint bei mir gerade die Sonne, es ist ein schöner Tag, wenn auch eisig kalt, so dass ich diese Gedanken äußern kann, ohne in Depression zu verfallen. Das Leben ist nun einmal so, wie es ist. Oder, um mich selbst aus dem, was ich gerade schreibe, zu zitieren:

Es gibt nur die Mathematik. Alles andere ist das, was wir daraus machen.

Apropos Schreiben. Bei mir lief zwei Wochen lang gar nichts mehr. Nicht dass ich mit Fieber im Bett gelegen hätte. Es war mehr das permanente Bedürfnis nach Winterschlaf und eine ziemlich hohe Lustlosigkeit, mehr zu tun als das, wofür ich im Brotberuf bezahlt werde. Das erzeugt ein seltsames Gefühl der Leere und des Nicht-Vorhandenseins. Sich dagegen zu wehren ist anstrengend, es einfach zuzulassen auch nicht besonders hilfreich. Was mehr wirkt, ist sich eine Haltung der gespannten Erwartung anzueignen, was danach kommt. War zumindest mein Eindruck.
Es gibt immer ein Danach. Und, um auf das Schreiben zurückzukommen, ist es manchmal besser, das Mittendrin so zu gestalten, dass man einigermaßen heil im Danach ankommt. Manche Kämpfe können nicht in Sekunden gewonnen werden, viele Änderungen brauchen Zeit, um zu reifen. Das Wasser trägt Berge sanfter und sicherer ab als die gewaltigsten Explosionen. Dazu gehört, dass man dort, wo man gerade ist, akzeptieren muss, dass man vielleicht selbst nicht mehr an  das gesetzte Ziel kommt und das Land erreicht, in dem Milch und Honig fließen. Sollte man deshalb stehenbleiben und andere an sich vorbeiziehen lassen? Nein. Jeder mache sich mit seiner Kraft und in seinem Tempo auf den Weg, denn sonst bleibt das Ziel ein Traum. Wer nicht für seine eigenen Träume lebt, der lebt für die Träume anderer.

Wo stehe ich mit meinen Projekten?

Es gibt einen recht kurzen Text mit Inspektor Mops, der sich der Fertigstellung nähert. Wahrscheinlich werde ich damit demnächst Verlage belästigen oder ihn – wie meine anderen Texte – selbst veröffentlichen. 😉

Die Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg laufen derzeit zweigleisig. Es wird einen Teil geben, der nach dem extrem düsteren dritten Teil „Monstra Coelorum“ spielt. Da hadere ich noch ziemlich mit dem Plot, es gibt verschiedene Ideen, die noch nicht so richtig zusammenpassen. Dafür komme ich mit „Teil fünf“ recht gut voran, der vor den bisherigen spielen wird, kurz nach dem Ende des Letzten Krieges. Wer in der Historie meines Blogs etwas herunterscrollt, kann sich mit „Tod einer Königin“ einen ersten Eindruck verschaffen. Was mir da noch Kopfzerbrechen bereitet ist die Suche nach einem starken männlichen Mit-Protagonisten. Vielleicht geht es auch ohne, schauen wir mal. 😉 Der Plot verspricht auf jeden Fall sehr interessant zu werden und er beinhaltet ein paar Aspekte, die aus einer – meiner Meinung nach – recht ungewöhnlichen Perspektive betrachtet werden.

Ich werde also für die nächsten ein bis zwei Jahre schriftstellerisch gut beschäftigt sein.

©Ryek Darkener 2016

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Tod einer Königin

 

Im letzten Post habe ich mich damit beschäftigt, dass Pläne sich im Laufe der Zeit ändern können.

Eine andere Sache sind Pläne, die in Handlungssträngen geschmiedet werden, ohne dass sie beim Leser mehr als ein (oft ungutes) Gefühl auslösen, dass sich etwas entscheidendes unter der Oberfläche befindet, was bisher noch nicht gezeigt wurde. Oder es ist offensichtlich (zumindest gefühlt), obwohl es mit keinem Wort erwähnt wurde.

Der folgende Text ist eine Szenenskizze. Aus dem „fünften Teil“, gleichwohl der vierte ebenfalls in Arbeit ist. 😉 Aber manchmal drängen sich einfach Elemente in den Vordergrund, die an der weiteren Arbeit hindern, wenn man sie nicht niederschreibt. Dann ist die Sache aus dem Kopf und man kann sich wieder dem „Tagesgeschäft“ widmen.

Hier also ein Teil des Plot-Bunnys.

Es war furchtbar. Der Kampf dauerte fast eine Stunde. Doch am Ende siegte, wie erwartet, die andere Königin. Ich wende mich nicht ab, als sie sich triumphierend auf die erschöpft am Boden Liegende wirft und ihr von hinten mit einem Biss den Kopf vom Körper trennt.
Der Restkörper wird von den Soldaten der Siegerin abtransportiert, nachdem sie ihr Ei in sie abgelegt hat.
Wir warten, bis es an der Zeit ist für unseren Teil der Zeremonie.

Falls die verbliebenen Insektoiden aus meinem Schwarm Angst haben, dann ist ihnen nichts anzumerken. Fünfzehn Soldaten und fünf Arbeiter eines Schwarms, der aufgehört hat zu existieren. Sie haben den Tod ihrer Königin miterlebt. Ich glaube, dass diese Lebensform keine Angst kennt. Nur Vorsicht. Und Loyalität.
Ich habe schon gestern alle Tränen geweint, die es zu weinen gab. Als ich die Arena betrete, stellt sich die Siegerin mir in den Weg.
„Was tust du da?“
Irgendetwas macht mich gelassen, entspannt. Meine Königin ist tot. Aber sie wird immer bei mir sein.
„Ich beanspruche mein Recht als assoziiertes Schwarm-Mitglied.“
Die Facettenaugen der Anderen flackern. Erstaunt, höhnisch. Eine weibliche Hominide, ein Schwächling, gerade geschlechtsreif, beansprucht ein Schwarm-Recht!
„Sogar dazu hat sie sich herabgelassen. Ich danke unseren Göttern, dass dieser Unsinn vorbei ist. Bedien dich, Kind.“
Ich senke den Kopf, damit sie meine Augen nicht sehen kann. Lasse den Geruch meiner hilflosen Wut alle anderen Gerüche überdecken. Dies ist der entscheidende Moment.

Die Facetten meiner Königin sind erloschen zu einem schmutzigen Grün. Ich ziehe das zeremonielle Werkzeug, das sie mir gestern gegeben hat, aus der Gürteltasche. Es sieht aus wie die Beißwerkzeuge einer Königin nach der ersten Häutung und funktioniert wie ein Seitenschneider. Die andere Königin weicht zurück, außerhalb meiner Reichweite. Ein Soldat hätte versuchen können und das Recht gehabt, sie mit diesem Werkzeug in den Klauen anzugreifen und den Heldentod zu sterben. Das hätte die Andere erwartet. Aber mich kann sie nicht einschätzen. Ich schenke ihr ein freundliches Lächeln, das absolut nicht zu dem passt, was sie über ihren Geruchssinn erfährt.
Sie dreht sich abrupt um und verlässt die Arena und ich weiß, dass ich mir einen Todfeind gemacht habe. Sie hätte bleiben müssen, bis der letzte von unseren Schwarmmitgliedern sich ein Stück Kopf genommen hat. Aber so lange hätte sie ihre Aggressivität mir gegenüber nicht unterdrücken können. Sie hätte mich angegriffen und damit allen unserer Seite die Erlaubnis erteilt, sie anzugreifen. Ich habe ihr die Süße des Sieges gestohlen. Ihre eigenen Leute werden es für eine Weile nicht wagen, ihr unter die Augen zu kommen. Gut so. Denn so lange können sie auch keine Befehle entgegennehmen. Ihre Schwarmmitglieder folgen ihr in gebührendem Sicherheitsabstand.
Ich und mein Schwarm sind jetzt allein in der Arena.
Ich knie vor dem Kopf und trenne mit dem Werkzeug die rechte Mandibel ab. So, wie sie es mir erklärt hat. Es ist wichtig, die Form einzuhalten. Dann stehe ich auf und übergebe das Werkzeug an den mir am nächsten stehenden Soldaten.
Er nickt. Ich sehe das Feuer in seinen Augen. Sie werden sich nicht chancenlos abschlachten lassen wie meine Königin. Sie werden kämpfen. Ohne Schwarm. Ohne Ehre. Nach ihren eigenen, neuen Regeln. Vielleicht werden sie sich für die Liga-Streitkräfte entscheiden. Wenn sie ihren anderen Auftrag erfüllt haben. Vielleicht.
Ich stecke die Mandibel in die Gürteltasche. Die Stelle, an der ich den Schnitt gemacht habe, ist scharf. Messerscharf. Ich lasse meine Hand in der Tasche und schneide mir an der Schnitt-Stelle den kleinen Finger auf. So, wie sie es mir erklärt hat. Ich drücke die Wunde in die Spitze. Es brennt für einen Moment, dann tut es nicht mehr weh. Ich warte.

Vom Kopf bleibt nichts übrig. Der letzte Soldat fegt sogar den Sand zusammen, auf dem er lag, und legt ihn sachte in eine kleine Kiste, die er sorgfältig verschließt..
„Damit sie nicht von den Füßen unserer Feinde beschmutzt wird.“
Er steht auf und wartet.

Zusammen summen sie ein Lied, das mich an ein Instrument aus der Erdkolonie auf Harain erinnert: einen Dudelsack. Nur dass die meisten Töne für mich nicht hörbar sein sollten. Die Mandibel in meiner Hand vibriert mit. Und meine Seele schwingt in Harmonie mit den trauernden Insektoiden.

 

Planung ist

… der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum.

Oder zumindest etwas, was sich im Laufe der Zeit ändern kann, ohne dabei das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Ok, bei mir ist das nicht so dramatisch wie bei BER oder Stuttgart21. 😉 Einer der Vorteile, die man als Schriftsteller hat, ist, dass man erfolgreiches Schreiben zum Ziel hat. Jedes nächste Buch ist ein Schritt auf dem Weg dorthin. Erfolg bedeutet für mich in erster Linie, auf Dauer zufriedene Leser zu haben. Damit wären wir wieder beim Weg.

Für 2018 habe ich mir zwei Dinge vorgenommen:

  • Meinen zweiten „Inspektor Mops“ Roman zu veröffentlichen (mit oder ohne Verlag).
  • Den vierten Teil meiner Geschichten aus der Welt nach dem Letzten Krieg zu plotten und mit dem Schreiben anzufangen.

So weit, so gut. Nun ist eine sehr interessante Idee dazugekommen und hat sich in den Vordergrund gedrängt: Zwischen dem Ende des Letzten Krieges und „Tabula Rasa“ liegen 500 Jahre. Einige meiner Protagonisten haben schon zur Zeit des Letzten Krieges gelebt oder sogar deutlich davor. Und es sind in dieser Zeit natürlich auch einige Dinge passiert, die Einfluss auf die Erde hatten. Wenn auch nicht vorrangig auf der Erde.

Wie sagt schon Kung-Fu Panda: Es gibt keine Zufälle.
Die Welt, die ich für meine Romane geschaffen habe, wird mit jedem mal vielfältiger, bunter, aufregender. Ich weiß, dass manche Schriftsteller ihre komplette Handlung im Voraus planen und erst dann mit dem Schreiben beginnen, wenn selbst die feinsten Verästelungen aufgedröselt sind. Das hat den Vorteil, dass man sich nicht verheddert. Da meine Romanwelt bereits aus drei Teilen besteht, muss ich bei jedem Einfall prüfen, ob dieser mit dem bereits bekannten Weltenbau zusammenpasst. Auf der anderen Seite habe ich bisher durchaus einige Dinge mit Absicht „liegenlassen“, in der Hoffnung, dass sie irgendwann einmal eine Bedeutung bekommen.
Ich werde mich wohl dieses mal auf das Abenteuer einlassen, dass meine Protagonisten mir ihre Geschichte erzählen, was eher der Bauchschreiber-Ansatz ist. Trotzdem kann ich nicht ganz aus meiner Haut des Plotters. Was bedeutet, dass es einen Plot geben wird, ein Handlungsgerüst. Das ich meinen Protas abringen muss. Wahrscheinlich werden nicht alle Szenen, die mir gerade einfallen, darin Platz finden. Aber ich bin guter Dinge, dass auch diese Geschichte es wert sein wird, geschrieben und gelesen zu werden.

Der Geist der Zukunft(AT) – Status 170728

Die vorletzte Überarbeitungsrunde ist geschafft. Plus ein Durchgang mit der automatischen Rechtschreibprüfung von Papyrus. Gefühlt ist das meiste, was als Fehler markiert wurde, alte (und unter bestimmten Umständen von mir bevorzugte) Rechtschreibung.

Falls jemand die „90%“-Version vorab lesen und rezensieren möchte: Ich nehme Bewerbungen entgegen.

Coverseitig habe ich dieses Mal meine Fühler nach Profis ausgestreckt. Ich bin sehr gespannt, ob da etwas zustande kommt.

 


Halteseile wurden heruntergelassen. Unter dem Kommando eines Wächters zogen die Bodenmannschaften das Luftschiff schnell und sicher auf das improvisierte Landegestell.

Die Schleuse zum Passagierraum öffnete sich, Bischof Marek trat heraus und blinzelte in das Sonnenlicht. Dann ging er die Rampe hinunter. Jeremias, ein bischöflicher Wächter, kam ihm entgegen. „Es ist alles gemäß deiner Anweisungen erledigt worden.“ Er zeigte auf die wartenden Personen. Jan und vier Wächter standen hinter einer Trage, auf der Kaija dick eingepackt lag. Neben ihr war Eisenhard, der die angebrachte Infusionsanordnung und den Scanner nicht aus den Augen ließ.
„Wo sind die anderen Verdächtigen?“, wollte Marek wissen.
Jeremias wies auf das nächstliegende Haus. „Wir haben nur die Köpfe hier. Nach Absprache zwischen mir und Jan organisiert die Gemeinschaft des Rades unter Aufsicht die Unterbringung der Flüchtlinge. Wir wollten die Lage nicht dadurch verkomplizieren, dass Fremde sich kümmern. Die Menschen haben alles verloren außer dem Leben. Sie sind traumatisiert. Sie werden Beistand brauchen.“
„Wir werden sehen. Bringt Kaija in das Luftschiff.“ Marek trat zur Seite, um die Wachen, Kaija und Eisenhard vorbeizulassen.
Eisenhard nickte ihm kurz dankbar zu und verschwand mit den anderen im Luftschiff. Marek winkte Jan zu sich.
„Können wir reden?“, fragte Jan.
Marek schüttelte den Kopf. „Nicht unter vier Augen. Tut mir leid.“
„Ich brauche ein paar Entscheidungen. Die anderen haben mich gebeten, für sie zu sprechen“, erklärte Jan.
Mareks Blick bat um Verständnis. „Das ist gut. Aber die Vereinigten Kirchen werden in der aktuellen Situation nicht mehr von mir vertreten.“

Am Eingang des Luftschiffes erschien eine schwarze Kutte. Die Person darin schritt langsam, ohne zu zögern, die Rampe hinunter. Die in den Ärmeln verborgenen Hände bewegten sich zur Kapuze hin und zogen sie sanft nach hinten. Zum Vorschein kam der Kopf einer jungen erwachsenen Afrikanerin, der eine Schätzung des Alters schwer machte, da er kahl rasiert war. Auch die Augenbrauen fehlten.
Jan blinzelte überrascht. „Verdammt jung. Was will die hier?“, fragte er leise.
Marek wartete, bis die Frau fast bei ihnen war. Dann stellte er sie vor, indem er sie ansprach. „Kaija Neran ist unter Bewachung an Bord. Kann das Luftschiff starten, Inquisitorin Imara?“
Jan starrte Marek ungläubig an. „Inquisitorin? Dieses Mäd…“, raunte er.
Imara drehte sich halb um und gab dem Piloten ein kurzes Handzeichen. Die Türen wurden geschlossen. Jeremias rief nach den Bodenmannschaften.
Sie wandte sich Jan zu. „Du bist…“
Jan fing sich. „Jan Lee. Jan, wenn es genehm ist.“ Er deutete eine Verbeugung an. „Ich bin als Sprecher der Überlebenden von Ulm benannt worden.“
„Was weißt du über die gestrige Vernichtung des Luftschiffes des Direktorates?“
„Ich habe die vom Frachtschiff zur Verfügung gestellte Waffe ausgelöst.“ Ohne die Miene zu verziehen, fuhr er fort. „Es war die großartigste Explosion, die ich in meinem Leben gesehen habe.“
Marek schloss die Augen, bedeckte sie mit der linken Hand, atmete tief ein und aus. Imara sah Jan unbeeindruckt an. Ein kalter Windstoß ließ ihre Kutte flattern. Sie selbst stand unbeweglich wie eine Statue aus poliertem schwarzem Granit.
Nach einer unendlichen Minute senkte Jan den Blick. „Ich bitte um Entschuldigung für die Entgleisung. Nicht für die Tat. Ich habe, wie alle, die hier angekommen sind, viele Freunde und Bekannte in Ulm verloren. Ich habe mich meiner Rolle als Unterhändler der Überlebenden nicht würdig erwiesen. Darf ich einen weiteren Versuch wagen?“
„Einen.“

Das ist ein etwas längeres Zitat aus „Spes Impavida“, dem zweiten Teil. Die eigentliche Vorstellung einer meiner Protagonisten: Imara Socotada. Sie wird, soweit ich es mitbekommen habe, in der Leserschaft sehr kontrovers diskutiert. 😉
Aus meiner Sicht als Schreiber ist Imara besonders interessant, weil sie die Trägerin von etwas ist, was man am besten mit „Andersartigkeit“ und „Flexibilität“ beschreiben kann. Und weil sie oft ein Rollenverhalten an den Tag legt, welches man eher von männlichen Protagonisten erwarten würde. 😉

Der Weltenbau erscheint auf den ersten Blick sehr nahe an dem, was wir kennen und jeden Tag erleben. Aber er ist es nicht. Der Letzte Krieg hat vieles verändert. Insbesondere die Einstellung der Menschen zu bestimmten Aspekten des Lebens und Sterbens ist verschoben auf eine Art, die wir uns als westliche Zivilgesellschaft möglicherweise nicht wirklich wünschen würden. Das ist eine Hürde, die der Leser nehmen muss. Denn für meine Protagonisten ist die Welt so, wie sie ist. Sie haben kein Interesse daran, sie anderen zu erklären oder sich dafür zu entschuldigen.